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Home : kinoufilm : zatahura : Zathura - Ein Abenteuer im Weltraum

Zathura - Ein Abenteuer im Weltraum


 

 

Die beiden Brüder Walter und Danny (JOSH HUTCHERSON und JONAH BOBO)
entdecken im Keller ihres alten Hauses ein mysteriöses Spiel namens Zathura. Während
die Kinder es spielen, geschehen rätselhafte Dinge. Sie scheinen Teil ihrer
geheimnisvollen Entdeckung zu werden. Mit samt ihrem Haus werden sie immer weiter in den dunklen Weltraum gezogen.
 

Auf ihrer fantastischen Reise treffen die beiden Jungs einen im All gestrandeten
Astronauten (DAX SHEPARD), der sie fortan begleitet. Spannende Abenteuer erwarten das ungewöhnliche Trio: Meteoritenschwärme, feindliche Außerirdische, amoklaufende Roboter und eine intergalaktische Raumschiffschlacht.

Doch die größte Gefahr liegt noch vor ihnen: Wenn sie es nicht schaffen, das Spiel zu beenden und das Ziel des Spiels - den Planeten Zathura - erreichen, werden die Brüder

für immer im Weltraum gefangen sein.
 

ZATHURA – EIN ABENTEUER IM WELTRAUM beruht auf dem gleichnamigen Bestsellerroman des gefeierten Kinderbuchautoren Chris Van Allsburg („Der Polar Express“, „Jumanji“). Unter der Regie von Jon Favreau („Buddy – Der Weihnachtself“) spielen Oscar®-Preisträger Tim Robbins („Krieg der Welten“), Josh Hutcherson („Der Polar Express“), Jonah Bobo sowie Dax Shepard („Im Dutzendbilliger“) in diesem atemberaubenden Science-Fiction-Abenteuer für die ganze Familie.


Kinostart: 2. Februar 2006

www.zathura-derfilm.de

 
 


H.S.
Quelle: Sony-Pictures


Nochmal?
Noch einmal....

aber nun dass volle [ Sony ]Programm .....;-)

"Digi-Clock incl. fla File"

präsentiert

 

eine

Radar Pictures/Teitler Film/Michael De Luca Produktion

Josh Hutcherson

Jonah Bobo

Dax Shepard

Kristen Stewart

Tim RObbins

 

RegieJON FAVREAU

MusikJOHN DEBNEY

SchnittDAN LEBENTHAL

KameraGUILLERMO NAVARRO, ASC

Ausführende ProduktionTED FIELD und LOUIS D’ESPOSITO

Ko-ProduktionPETER BILLINGSLEY

ProduktionWILLIAM TEITLER, SCOTT KROOPF und MICHAEL DE LUCA

DrehbuchDAVID KOEPP & JOHN KAMPS

basierend auf dem Roman vonCHRIS VAN ALLSBURG

 

Deutscher Kinostart: 02. Februar 2006

www.zathura-derfilm.de

 

Die Darsteller

 

WalterJosh HUtcherson

DannyJonah Bobo

Der AstronautDax Shepard

LisaKristen Stewart

DadTim Robbins

 

Der Stab

 

RegieJon Favreau

DrehbuchDAVID KOEPP und JOHN KAMPS

basierend auf dem Roman vonCHRIS VAN ALLSBURG

ProduktionWILLIAM TEITLER, SCOTT KROOPF

und Michael De Luca

Ausführende ProduzentenTed Field und

LOUIS D’ESPOSITO

Ko-ProduzentPeter Billingsley

KameraGuillermo Navarro, ASC

ProduktionsdesignJ. Michael Riva

SchnittDan Lebenthal

KostümdesignLaura Jean Shannon

MusikJohn Debney

Visual Effect SupervisorJoe Bauer

Special EffectsSony Pictures Imageworks, Inc.

Special Robot und Zorgon EffectsStan Winston Studios

Casting Avy Kaufman

Inhaltsverzeichnis

 

Kurzinhalt...................................................................................................................................

Pressenotiz..................................................................................................................................

Produktionsnotizen....................................................................................................................

die DARSTELLER...................................................................................................................

Josh Hutcherson (Walter)..................................................................................................

Jonah Bobo (Danny)..............................................................................................................

Dax Shepard (Der Astronaut)...............................................................................................

Kristen Stewart (Lisa).......................................................................................................

Tim Robbins (Dad)..................................................................................................................

 

deR Stab...................................................................................................................................

Jon Favreau (Regie)..............................................................................................................

David Koepp (Drehbuch).........................................................................................................

John Kamps (Drehbuch)..........................................................................................................

Chris Van Allsburg (Romanvorlage)................................................................................

William Teitler (Produktion)..............................................................................................

Scott Kroopf (Produktion)....................................................................................................

MIchael De Luca (Produktion).............................................................................................

Ted Field (Ausführender Produzent)........................................................................................

Louis D’ESPOSITO (Ausführender Produzent)........................................................................

Peter Billingsley (Ko-Produzent).....................................................................................

Guillermo Navarro (Kamera)................................................................................

J. Michael Riva (Produktionsdesign)....................................................................................

Dan Lebenthal (Schnitt)......................................................................................................

STan Winston (Creature Design)...........................................................................................

Joe Bauer (Visual Effects Supervisor)....................................................................................

Sony Pictures Imageworks, Inc. (Special Effects)......................................................

Laura Jean Shannon (Kostümdesign)...............................................................................

JohN Debney (Musik).............................................................................................................

Technische Angaben.......................................................................................................

 

Zusatzinfo.............................................................................................................................

 

 

Kurzinhalt

 

Vielleicht hätten Walter (JOSH HUTCHERSON) und Danny (JONAH BOBO) doch die Finger von diesem alten Brettspiel lassen sollen, das sie im Keller ihres Hauses gefunden hatten. Andererseits hätten sie wohl dann nie das Abenteuer ihres Lebens erlebt. Denn nachdem ihr Dad (TIM ROBBINS) das Haus verlassen hat, verfrachtet das mysteriöse Brettspiel ZATHURA die beiden Brüder beim Spielen direkt in den Weltraum …

 

Schon bei den ersten Spielzügen geschehen seltsame Dinge: Die kleinen Raumschiffe bewegen sich auf dem Brett wie von selbst und als die Spielkarte „Meteoritenschauer“ gezogen wird, knallen tatsächlich heiße Meteoriten auf das Hausdach. Ein Blick durch das Loch im Dach verschafft den Brüdern Gewissheit: ZATHURA hat sie direkt in die dunklen Tiefen des Alls gebeamt, wo sie nun das knifflige Spiel bis zum Ende durchspielen müssen, wenn sie nicht den Rest ihrer Tage im Weltraum verbringen wollen. Doch mit jedem Spielzug werden ihre Abenteuer aufregender und gefährlicher: Walter und Danny versetzen ihre große Schwester Lisa (KRISTEN STEWART) ungewollt in einen komatösen Tiefschlaf, werden von einem gewaltigen Roboter verfolgt, müssen einen gestrandeten Astronauten (DAX SHEPARD) retten und gegen die echsenartigen Zorgonen kämpfen.

 

Aber das ist nur der Anfang – die größte Herausforderung liegt noch vor den jungen Spielern: Sie werden unaufhaltsam von der Schwerkraft eines dunklen Planeten angezogen – ZATHURA. Und wenn sie dieser tödlichen Schwerkraft nachgeben, gibt es kein Zurück mehr auf die Erde …

 

 

Pressenotiz

 

Das Spiel kann beginnen: Nach dem Bestseller von Chris Van Allsburg („Jumanji“, „Der Polarexpress“) schufen Regisseur Jon Favreau (ElfBuddy – der Weihnachtself, 2003) und die Drehbuchautoren David Koepp (War of the WorldsKrieg der Welten, 2005, Spider-Man® – Spider-Man®, 2002) und John Kamps (The BorrowersEin Fall für die Borger, 1997) ein atemberaubendes Science-fiction-Abenteuer mit zwei ungewöhnlichen Helden.

 

Die Hauptrollen in dem rasanten Weltraum-Spektakel spielen Josh Hutcherson (The Polar ExpressDer Polarexpress, 2004), Jonah Bobo (Around the Bend, 2004), Kristen Stewart (Panic RoomPanic Room, 2002), Dax Shepard (Without a PaddleTrouble ohne Paddel, 2004) und Oscar®-Preisträger Tim Robbins (War of the Worlds). Gemeinsam brechen sie auf zu einer Reise auf einen Planeten, auf dem sie mit Meteoritenschwärmen, blutrünstigen Aliens und gefährlichen Robotern fertig werden müssen: ZATHURA – EIN ABENTEUER IM WELTRAUM.

 

 

 

Langinhalt

 

Es gibt mal wieder Streit. Natürlich ist Walter (JOSH HUTCHERSON) bei der Baseball-Lektion im Garten besser als Danny (JONAH BOBO). Und weil Walter das seinen kleinen Bruder spüren lässt, herrscht mal wieder dicke Luft zwischen den Geschwistern. Da kann sich Dad (TIM ROBBINS) noch so viel Mühe geben, seinen Jüngsten aufzumuntern – Danny steht im Schatten von Walter, und der hat es zu seiner Lieblingsbeschäftigung gemacht, seinen kleinen Bruder zu ärgern. Dabei bräuchte Dad ausgerechnet jetzt ein bisschen Ruhe im Haus. Er hat einen Berg Arbeit auf dem Schreibtisch und ein wichtiges Meeting steht auch noch auf seinem Terminplan. Als Babysitterin ist seine Älteste Lisa (KRISTEN STEWART) nicht wirklich eine Hilfe – sie ruht sich lieber für ein Date am Abend aus, statt auf ihre Brüder aufzupassen.

 

Nachdem Dad zu seinem Meeting gefahren ist, ist die Ruhe beim Fernsehen nur von kurzer Dauer. Natürlich bricht wieder Streit aus zwischen den Brüdern und als kleine erzieherische Maßnahme sperrt Walter Danny im Keller ein. Und als sich der Junge mit großen Augen in dem dunklen, verstaubten Raum umschaut, entdeckt er einen Karton, der das Leben der beiden Streithähne verändern wird …

 

ZATHURA steht auf dem verstaubten, verblichenen Karton. Danny ist begeistert – ein altes Brettspiel für zwei Spieler! Der Streit ist vergessen und Danny überredet Walter, ZATHURA zu starten. Mit der Drehung eines Schlüssels bewegen sich die Spielfiguren – zwei Mini-Raumschiffe – auf dem Weltraum-Spielfeld, wenn sie auf dem erspielten Feld angekommen sind, poppt eine Ereigniskarte aus einem Schlitz hervor. Klingt einfach und spannend – aber schon beim ersten Spielzug geschehen seltsame Dinge. Nachdem die Karte „Meteoritenschauer – umgehend Maßnahmen ergreifen!“ aus dem Schlitz gesprungen ist, zischen tatsächlich kleine heiße Meteoriten ins Wohnzimmer. Immer mehr Steine krachen durchs Dach und durch die Wände und Walter und Danny müssen sich im Kamin in Sicherheit bringen, während die Meteoriten nach und nach das ganze Zimmer verwüsten. Und die Meteoriten sind erst der Anfang – als der Schauer abklingt, schauen die Jungs durch das Loch im Dach ihres Hauses und ihre Ahnungen werden zur Gewissheit: ZATHURA hat seine Spieler direkt in den Weltraum verfrachtet – das Haus schwebt im All, das Spiel ist zur Realität geworden!

 

Panisch wecken Walter und Danny ihre große Schwester. Doch die hat andere Sorgen, als sich die Hirngespinste ihrer kleinen Brüder anzuhören – Lisa verschwindet im Bad, um sich für ihr Date zu rüsten. Dummerweise hat sie nicht mit der Kraft von ZATHURA gerechnet. Dank einer weiteren Ereigniskarte wird Lisa von ihren Brüdern versehentlich in einen Kälteschlaf versetzt …

 

Nun wird den Jungs langsam klar: Sie müssen ZATHURA zu Ende spielen, wenn sie je wieder nach Hause auf die Erde zurückkehren wollen. Mit zitternden Fingern knien sich Walter und Danny vor das Spielbrett … und bekommen schon beim nächsten Spielzug erneut Ärger. Dabei klang die Karte „Ihr Roboter ist defekt“ zunächst unspektakulär – erst recht, als sich der Roboter, der plötzlich im Wohnzimmer auftaucht, als kleines Blechspielzeug herausstellt. Doch der Roboter wächst zu enormer Größe und erweist sich als gar nicht so harmlos: Die Maschine läuft Amok. Mit knapper Not kann Walter vor dem wütenden Androiden flüchten, der ganz nebenbei weitere Teile des Hauses in Schutt und Asche legt. Während der Roboter das Haus demoliert, macht Danny seinen nächsten Spielzug: Das Haus schwebt nun am Planeten Tsouris 3 vorbei und die Schwerkraft erweist sich beinahe als fatal für die beiden jungen Spieler. Immerhin gelingt es Walter und Danny in dieser Situation, den wütenden Roboter im Keller einzusperren.

 

Nachdem sich die Jungs aus dem Anziehungsbereich der Schwerkraft heraus manövriert und ein weiteres Mal vergeblich versucht haben, ihre Schwester aus dem Kälteschlaf zu wecken, lässt die nächste Gefahr nicht lange auf sich warten: Eine neue Spielkarte ruft die Zorgonen auf den Plan. Offensichtlich keine besonders freundliche Alien-Spezies, denn nachdem das Raumschiff der Zorgonen Walter und Danny einmal umkreist hat, nehmen sie das Haus unter Beschuss. Aber schon die nächste Spielkarte bringt Hilfe – Danny und Walter müssen einen gestrandeten Astronauten retten.

 

Der Astronaut (DAX SHEPARD) kennt einen kleinen Kniff, mit denen die Jungs die Zorgonen austricksen können – Walter und Danny müssen im ganzen Haus das Licht löschen, auch die Gasflammen vom Herd, dann können die echsenartigen Zorgonen das Haus nicht mehr lokalisieren. Der Trick funktioniert. Aber dummerweise hat Danny – wie so oft beim Spielen – beim letzten Zug geschummelt. Und ZATHURA lässt sich nicht überlisten: Walter wird aus dem Loch im Dach in die Tiefen des Alls geschleudert. Mit knapper Not gelingt es dem Astronauten bei einem halsbrecherischen Manöver, Walter in letzter Sekunde zu retten.

 

Und das Spiel gönnt den Brüdern keine Ruhe. Als eine Sternschnuppe am Haus vorbeizieht, darf sich Walter etwas wünschen. Doch dem Jungen fällt spontan nichts anderes ein als ein Football mit dem Autogramm seines Lieblingsspielers … was Danny und den Astronauten verständlicherweise ein wenig irritiert. In einem Moment der Ruhe erzählt der Astronaut den Jungs seine Geschichte: Vor 15 Jahren habe auch er ZATHURA mit seinem Bruder gespielt. Nach einem heftigen Streit hat auch er die Spielkarte gezogen, mit der er einen Wunsch frei hatte. Und er wünschte sich damals, dass sein kleiner Bruder nie geboren worden wäre.

 

Dann überschlagen sich die Ereignisse. Lisa ist endlich aus ihrem Kälteschlaf erwacht und muss sanft mit den etwas seltsamen Umständen vertraut gemacht werden, in denen sie sich jetzt befindet. Und die Zorgonen spüren das Haus erneut auf und verfrachten bei der Attacke das ZATHURA-Spielbrett in ihr Raumschiff. Während die feindseligen Aliens am Keller des Hauses andocken und nach den Kindern suchen, will der Astronaut den Zorgonen das Spiel wieder abnehmen. Aber er scheitert – nur Danny ist klein genug, durch den alten Speiseaufzug unbemerkt in den Keller zu gelangen und von dort aus das Spielbrett aus dem Raumschiff zu mopsen. Vorsichtig schleicht sich der Junge durch die Gänge des Alien-Schiffes …

 

Es gelingt Danny tatsächlich, ZATHURA wieder in seinen Besitz zu bringen und die Zorgonen in Schach zu halten. Hilfe dabei bekommen die Spieler ausgerechnet von dem riesigen Roboter, den sie dank einer weiteren Spielkarte umprogrammieren können. Aber die Lage spitzt sich zu: Während Walter und Danny langsam das Ende des Spielfelds erreichen, greifen die Zorgonen mit einer gewaltigen Flotte das Haus an. Nun müssen sich die beiden Streithähne beeilen und vor allem zusammenhalten, wenn sie sich, ihre Schwester und den Astronauten rechtzeitig aus der Gefahrenzone bringen wollen …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Produktionsnotizen

 

Raketenstart!

 

Der bekannte Kinderbuch-Autor Chris Van Allsburg („Jumanji“, „Der Polarexpress“) und sein Partner, der Produzent William Teitler, präsentierten die Idee von ZATHURA – EIN ABENTEUER IM WELTRAUM Columbia Pictures, nachdem sich Van Allsburg die Geschichte des Buches ausgedacht hatte.

 

„Wir kamen mit der Idee zu Amy Pascal, Matt Tolmach und Amy Baer und sie waren begeistert. Sie haben sich sofort in die Geschichte verliebt“, erinnert sich Teitler. „Als Chris das Buch fertig geschrieben hatte, lasen es die Drehbuchautoren David Koepp und John Kamps und sie hatten gleich eine klare Vision, wie es für die Leinwand adaptiert werden könnte.“

 

„Bei Jumanji (Jumanji, 1995) brauchten wir sieben Jahre von der Option bis zum Kinostart“, fährt Teitler fort. „ZATHURA ging so viel schneller, weil jeder sofort bemerkt hat, was für ein großartiges Konzept für einen Film dahinter steckte.“

 

Die Herausforderung, das Buch „Zathura“ für die Leinwand zu adaptieren, stand im direkten Gegenteil zu den meisten Literaturverfilmungen, bei denen das Ausgangsmaterial verdichtet und gekürzt werden muss, um eine Laufzeit von rund zwei Stunden zu gewährleisten. Van Allsburgs Bücher sind der zeitlichen Aufnahmefähigkeit von kleinen Kindern angepasst, extrem prägnant und bestehen aus 32 Seiten mit 14 Illustrationen. Aber sie liefern durch ihre klare Storyline Drehbuchautoren exzellente Blaupausen, die sie für eine spielfilmlange Kinoadaption nutzen können und ermöglichen den Autoren gleichzeitig eine umfangreiche kreative Bandbreite, die sie aus dem Ausgangsmaterial schöpfen können.

 

„Als ich das Drehbuch das erste Mal las, war ich hingerissen von der präzisen Beschreibung der Charaktere“, kommentiert Regisseur Jon Favreau. „David (Koepp) und John (Kamps) haben die Emotionen und die Vorstellungskraft von Chris’ Buch exzellent erhalten.“

 

Der Produzent Mike De Luca stimmt ihm zu: „Es ist ein wunderbares Drehbuch. Es erweitert die Themen des Buches und verwandelt es in ein aufregendes, atemloses Abenteuer, das auf der Geschichte dieser beiden zänkischen Brüder aufbaut.“

 

Es gab mehrere Gründe, warum Favreau ZATHURA – EIN ABENTEUER IM WELTRAUM als Nachfolgeprojekt seines Weihnachtserfolges Elf (Buddy – Der Weihnachtself, 2003) auswählte. Er suchte nach einem Film, der ihn vor technische Herausforderungen stellte, aber ihn dennoch in die Lage versetzte, eine mitreißende, gehaltvolle Geschichte mit einer sinnvollen Botschaft in deren Kern zu erzählen. „Ich wollte, dass ZATHURA zuerst und vor allem auf einem ganz bestimmten Level funktioniert“, erläutert Favreau, „So wie Spielbergs frühen Amblin-Entertainment-Filme. Filme wie E.T. the Extra-Terrestrial (E.T. – Der Außerirdische, 1982), Close Encounters of the Third Kind (Unheimliche Begegnung der dritten Art, 1977) und George Lucas’ Star Wars (Krieg der Sterne, 1977) – das sind Sci-fi-Geschichten, mit denen ich aufgewachsen bin, und genau diese Art Film wollte ich mit ZATHURA erkunden. Außerdem habe ich mir gedacht, dass es viel Spaß machen würde, mit Special-Effects, Miniaturen, Robotern, Computergrafiken usw. zu arbeiten – allesamt Bereiche, in denen ich in der Vergangenheit nicht allzu viel herumspielen konnte. Bei der Arbeit an Elf bekam ich einen kleinen Vorgeschmack auf diese Art des Filmemachens und ZATHURA erschien mir als nächster logischer Schritt, mich dieser Herausforderung zu stellen und als Filmemacher zu wachsen.“

 

Ein weiterer Grund, der für ZATHURA – EIN ABENTEUER IM WELTRAUM sprach, war persönlicher: „Ich habe zwei Kinder, ich schaue mir viele Filme an, die an Kinder gerichtet sind, und dieser hier sprach meine Sensibilität in dieser Hinsicht an“, fährt Favreau fort. „Als Filmemacher setzt man eine Menge seiner Energie daran, eine Botschaft in die Welt zu tragen, an die man selbst glaubt. Ich liebe Geschichten, die einem Hoffnung bieten, und ich liebe Filme, die verantwortungsvolle Themen haben. Wenn du einen Film für ein junges Publikum machst, sollte ein bisschen Salz in der Suppe sein. Im Kern sollte solch ein Film eine nette Botschaft tragen.“

 

Für Teitler war es als Produzent eine wahre Belohnung, als er hörte, dass ein Regisseur wie Favreau, der gerade eine solch gewaltigen Hit wie Elf verbuchen konnte, an diesem Projekt als neue Regie-Arbeit interessiert war. „Als Produzent arbeitest du hart an einem Projekt, weil du es liebst“, sagt er. „Teil des Prozesses ist es, einen starken Regisseur zu verpflichten, der ebenso leidenschaftlich daran glaubt wie du selbst. Als wir hörten, dass Jon diesen Film wirklich drehen wollte, war es für uns wie ein Hauptgewinn.“

 

Weil Favreau jahrelang als unabhängiger Filmemacher gearbeitet hatte, wussten Teitler und sein Partner, der Produzent De Luca, dass er mit einer anderen Perspektive an das Material herangehen würde. „Ich bin schon ein bisschen zu alt, um zu behaupten, dass ich in den achtziger Jahren mit Amblin-Filmen wie Back to the Future (Zurück in die Zukunft, 1985), E.T., Gremlins (Gremlins – Kleine Monster, 1984) und The Goonies (Die Goonies, 1985) aufgewachsen bin“, sagt De Luca. „Aber natürlich weiß ich, dass in diesen Filmen genug Abenteuerliches steckt, um die ganze Familie zu unterhalten. In ZATHURA erneuert Jon diese Art und bringt gleichzeitig seine einzigartige Perspektive in das Projekt und macht es damit auch interessant für Erwachsene.“

 

Und Teitler ergänzt: „Wir wissen alle, dass Jon ein großartiges Gespür für Comedy hat. Aber er hat darüber hinaus ein sehr sensibles Gefühl für den emotionalen Kern einer Geschichte. Das Skript hatte bereits sehr viel Herz und als Jon es zusammen mit den Autoren und den Schauspielern weiterentwickelt hat, fand er all die emotionalen und komischen Momente, die inmitten der Action und Abenteuer existieren.“

 

Favreau stimmt zu, dass seine Erfahrungen als Schauspieler und Independent-Filmemacher sehr nützlich waren, als er die emotionale Verbindung zwischen den Figuren verstehen musste, die die Geschichte vorantreiben. „Ich bin ganz gut darin, die Beziehung zwischen Menschen einzuschätzen“, sagt der Regisseur. „Mein Hintergrund als Autor und Schauspieler hilft mir, eine Situation zu schaffen, in der ich mit den Schauspielern arbeiten und etwas herstellen kann, das wahrhaftig und lebensecht ist. In je realer die Situationen sind – selbst wenn sie in einem außergewöhnlichen Umfeld wie in einem Haus im Weltraum stattfinden – umso besser kann man die Geschichte in der Realität ansiedeln. Das wiederum hilft dem Publikum, zusammen mit den Figuren das Abenteuer zu erleben.“

 

Als das Drehbuch fertig war, begann die wichtige Aufgabe der Besetzung. Die Filmemacher waren sich darüber im Klaren, dass sie zwei außergewöhnliche junge Schauspieler brauchten, um die Rollen der beiden zentralen Charaktere, Walter und Danny, zum Leben zu erwecken. „Wir mussten Kinder finden, die den Zuschauern diesen Flug ins Ungewisse glaubwürdig näher bringen können“, sagt De Luca. „Also war das Casting ein kritischer, extrem heikler Teil des Prozesses.“

 

Obwohl sie Brüder sind, haben Walter und Danny sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, bemerkt Teitler. „Walter, der ältere Junge, hasst seinen kleinen Bruder nicht wirklich, aber er beschert ihm auch keine wirklich gute Zeit. Trotzdem schaut Danny zu seinem großen Bruder auf und will seine Aufmerksamkeit und seinen Respekt gewinnen.“

 

„Ich wollte für die Rollen zwei junge Schauspieler, die auf ehrliche Art improvisieren und auf die Umstände reagieren konnten“, sagt Favreau. „Ich wollte auf keinen Fall nur Kinder, die sich auf ihre Markierungen stellen und laut schreien, wenn das Monster zu sehen ist. Sie sollten in der Lage sein, das Drehbuch zu begreifen und die Realität darin zu finden. Wenn man einen ganzen Film zwei kleinen Jungs anvertraut, sollte man versuchen, die besten Schauspieler zu finden, die sich da draußen herumtreiben.“

 

Diese Suche erstreckte sich über einen langen Zeitraum und fand in fünf Städten der USA statt, in denen sich über 500 Jungen für jede der beiden Rollen bei Live-Castings bewarben. Darüber hinaus bekam die Casting-Verantwortliche Avy Kaufman Videotapes aus ganz USA und Kanada zugeschickt.

 

Aber es war in New York City, wo die Produktion ihre beiden Hauptdarsteller schließlich fand. Der zwölfjährige Josh Hutcherson aus Kentucky wurde als Walter besetzt, der Ältere der beiden Brüder, der von seinem Aufmerksamkeit heischenden jungen Bruder genervt ist und mit vorhersehbaren Irritationen reagiert. „Josh ist ebenso gut wie alle erwachsenen Schauspieler, mit denen ich je gearbeitet habe“, sagt Favreau. „Er kam, nachdem wir uns Hunderte anderer Kinder seines Alters angesehen hatten, und es war, als würde man auf einmal einen Ferrari fahren, nachdem man immer nur am Steuer eines Volkswagens gesessen hat. Er war in der Lage, selbst die subtilsten Regieanweisungen sofort umzusetzen.“

 

Nicht weniger beeindruckt war Favreau von seiner anderen Wahl, dem siebenjährigen New Yorker Jonah Bobo, dem der Part von Danny anvertraut wurde. „Jonah ist noch ein Neuling als Schauspieler“, bemerkt der Regisseur. „Aber er hat bereits eine unglaubliche Präsenz und strahlt eine innere Ehrlichkeit aus. Man kann Schauspielerei lehren, aber man kann niemandem beibringen, präsent und authentisch zu sein.“

 

Bevor die beiden jungen Schauspieler verpflichtet wurden, machte Favreau ihnen und ihren Eltern klar, was vor ihnen lag. Denn sie mussten nicht nur schauspielern, sondern auch die körperlichen Fähigkeiten besitzen, die Anforderungen eines langen, komplizierten dreimonatigen Drehplans zu meistern. Ihre Zeit am Set würde zum großen Teil darin bestehen, in Gerüsten angeschnallt an Drähten herumzubaumeln, vor Robotern und Zorgonen zu flüchten und in wackelnden, kippenden Geräten herumgeschleudert zu werden.

 

„Ich wollte sichergehen, dass jeder wusste, dass wir bei der Verfolgung der Jungen Ernst machen – wir wollten Staub aufwirbeln, Holz zerschmettern und Feuer am Set legen“, sagt Favreau.

 

Für Hutcherson war genau dieser Realismus ein Punkt, der ihn bei ZATHURA – EIN ABENTEUER IM WELTRAUM ansprach. „Es war sehr einfach am Set, weil dich echte Zorgonen verfolgt haben“, sagt er. „Es gab echte Explosionen und Meteoriten-Regen. Und weil das alles so echt war, hatten wir es auch leicht, uns in unsere Figuren hineinzuversetzen.“

 

Nach ihrer hoch gelobten Performance als Jodie Fosters Tochter in David Finchers Thriller Panic Room (Panic Room, 2002) nahm die 14-jährige Kristen Stewart in ZATHURA ihre erste komische Rolle an – die von Lisa, der älteren Schwester der beiden Brüder. „Es war ganz anders als bei jeder Rolle, die ich bisher gespielt habe“, bemerkt Stewart. „Ängstliche Teenager sind eigentlich momentan mein Genre, also fand ich’s großartig, mal ein bisschen Comedy zu spielen.“

 

Darüber hinaus musste Stewart eine glaubwürdige Beziehung zu den beiden jungen Darstellern aufbauen, die ihre jüngeren Brüder spielen sollten. „Ich habe einen älteren Bruder, daher bin ich es nicht unbedingt gewohnt, mit jüngeren Kindern umzugehen“, gibt sie zu. „Wenn du so daran gewöhnt bist, die jüngere Schwester zu sein, umherkommandiert zu werden und alles für deinen großen Bruder zu tun, dann ist es mal ganz interessant, wenn die Dinge anders laufen und du das Kommando hast. Und ich muss sagen: Ich hab’s genossen“, lacht sie.

 

Favreau bemerkt, dass Stewart ganz anders war als die Figur, die er im Sinn hatte, als er das Drehbuch zum ersten Mal gelesen hatte. Aber nachdem sie für die Rolle vorgesprochen hatte, änderte er schnell seine Meinung. „Sie war einfach brillant“, erinnert er sich, „und als Schauspielerin unglaublich talentiert. Sie war wunderbar, man konnte einfach die Augen nicht von ihr wenden. Ich wusste, dass sie Lisa spielen musste.“

 

Die Rolle des Astronauten erforderte einen Schauspieler, der nicht nur Humor für die Figur mitbringen sollte, sondern auch seriöse Qualitäten als Held, wenn er den Jungs bei der Bewältigung ihrer Aufgaben helfen muss. Favreau, selbst ein trainierter Improvisations-Schauspieler, wandte sich an Dax Shepard.

 

Shepard, ein Mitglied der hoch angesehenen Comedy-Truppe The Groundlings und im Film ein relativer Neuling, war ein bisschen nervös, dass er die Verantwortung übertragen bekommen sollte, einen Helden zu spielen. „Ich hatte Angst“, gibt Shepard zu. „Ich mache Comedy, und dabei fühle ich mich wohl. Aber als Held, der in die Kamera schaut und ‚Da lang!‘ oder ‚Folgt mir!‘ ruft … da war ich mir nicht so sicher. Glücklicherweise hat mir Jon geholfen, mich ein bisschen lockerer zu machen. Er hat mir gesagt, dass ein Held nicht zwangsläufig wie Tom Cruise sein muss, der die Welt erobert. Ich dachte nämlich immer, dass die Definition von ‚Held‘ Tom Cruise ist, der die Welt erobert. Also war ich ziemlich froh, dass Jon in seiner Interpretation ein bisschen flexibler ist“, lacht er.

 

Von Anfang an wollte Favreau den Oscar®-Gewinner Tim Robbins für die Rolle des liebenden, aber etwas abgelenkten Vaters der Familie haben, und er war begeistert, als Robbins den Part annahm. „Tim war unsere erste Wahl“, erinnert sich der Regisseur. „Er hat selbst Familie und darum, glaube ich, hat ihn der Film angesprochen. Und wenn er Comedy macht, legt er immer sehr viel Herz und Seele hinein.“

 

Die Qualität des Drehbuchs und die spezielle Dynamik einer Familie, die darin behandelt wird, waren wichtige Faktoren, die bei der Robbins’ Entscheidung eine Rolle spielten. Er bemerkte, dass, obwohl der Film in erster Linie ein Weltraum-Abenteuer ist, es auch um die Reise einer Familie geht – eine Reise, die am Ende zum besseren Verständnis zwischen den Familienmitgliedern führt.

 

„Damit die Fantasy funktioniert, muss sie aus einer glaubwürdigen Situation heraus entstehen“, kommentiert Robbins. „Darum müssen Themen wie in jedem anderen großartigen Familienfilm behandelt werden. Es muss einen Weg gehen, den die Familie entdecken muss, damit sie sich entwickelt und verändert. Die ersten 20 Seiten des Skripts behandeln diese Probleme, die in dem Haus auftreten.“

 

„Es ist eine Geschichte darüber, wie die beiden Jungen ihre konkurrierenden Persönlichkeiten in den Griff bekommen“, sagt De Luca, „und wie sie am Ende zusammenhalten und gemeinsam daran arbeiten, wieder nach Hause zu kommen. Ich denke, dass all dies sehr real ist und das erlaubt uns, auch die fantastischen Elemente als glaubwürdig zu akzeptieren. Die Besetzung von Tim war ein wichtiger Teil, dies zu erreichen, diesen Realitätsfaktor, bei dem man fühlt, dass dies eine Familie ist, die mit echten Problemen zu kämpfen hat.“

 

Ein weiterer Grund, warum Robbins so positiv auf das Drehbuch reagierte, war sein Bezug zu Kindern und deren Vorstellungskraft. „In deiner Fantasie kannst du stets an fremde Orte reisen, aber du bleibst dennoch zu Hause“, sagt Robbins. „Du kannst dir Cowboys und Indianer vorstellen, Soldaten und Abenteuer im Weltraum. Aber das kannst du immer aus der Sicherheit deines Zuhauses tun. In ZATHURA war die Idee, ein Haus, das durch das Weltall reist, mit dieser herkömmlichen Kindheitsfantasie zu kombinieren. Dies gibt der Geschichte eine universelle Qualität. Es ist etwas, von dem beinahe jedes Kind schon einmal geträumt hat. Wir haben alle schon einmal eine solche Reise unternommen – irgendwo in unserem Haus, in unserem Wohnzimmer, in unserem Geist. Dieses Abenteuer bringt die Kinder dort hin und das finde ich wirklich cool.“

 

 

Meine Güte: Raumschiffe, Roboter und Zorgonen!

 

Um die Roboter und Zorgonen des Films zu schaffen, rief Jon Favreau den vielfachen Oscar®-Gewinner Stan Winston an. Mit über 40 Jahren Berufserfahrung und einer eindrucksvollen Liste von unvergessenen Leinwandwesen wie den Dinosauriern aus Jurassic Park (Jurassic Park, 1993) bis hin zur Titelfigur von Edward Scissorhands (Edward mit den Scherenhänden, 1990) bemerkt Winston: „ZATHURA – EIN ABENTEUER IM WELTRAUM hatte all das, was meiner Meinung nach das Wichtigste an einem Film ist: vor allem ein gutes Skript. Ich habe das Drehbuch gelesen und habe es geliebt. Es gab mir die Chance, mal etwas Neues zu versuchen, und es war ein wunderbarer Familienspaß. Ebenso wichtig beim Film ist ein guter Regisseur. Und Jon Favreau ist einer der fantasievollsten Regisseure, mit denen ich je gearbeitet habe. Er kam bereits mit einigen aufregenden Konzepten und Ideen. Und er ist nicht nur ein Fan von neuer Technik, sondern auch von jener Arbeit, für die wir hier in meinem Studio bekannt sind.“

 

Entscheidend für den Erfolg eines Films dieser Größenordnung ist das Verständnis und die gemeinsame Philosophie, die alle Beteiligten teilen. Die Filmemacher und Stan Winston teilten, zusammen mit den Leitern der anderen Abteilungen wie Jon G. Belyeu (Special-Effects), Joe Bauer (Visual-Effects) und J. Michael Riva (Produktionsdesign) die gleiche Sichtweise. Jeder stimmte zu, dass die Kreaturen und all die anderen Sci-fi-Elemente real sein sollten, wann immer es möglich war. Nach weiteren Diskussionen und Meetings arbeitete die Produktion detailliert heraus, welche Elemente real hergestellt werden sollten, welche später per computergenerierten Bildern (CGI) hinzugefügt werden sollten und bei welchen man Miniaturen nutzen wollte.

 

„Wir haben jede Menge per Storyboard festgehalten“, erinnert sich Favreau. „Wir haben Modelle gebaut. Wir sind vor- und zurückgegangen und hatten Meetings und noch mehr Meetings darüber, wie welche Aufnahme in welcher Szene realisiert werden könnte.“

 

„Natürlich haben wir hier und da digitale Effekte benutzt, um die Story voranzutreiben und die rauen Ecken abzuschleifen“, gibt Favreau zu Protokoll. „Aber im Kern wollten wir die großen Sets in der realen Welt ansiedeln, in einer praktischen Umgebung. Es fühlt sich für die Menschen meiner Generation, die vor dem Siegeszug der digitalen Effekte aufgewachsen sind, einfach realistischer an. Für mich sehen Filme mit zu vielen Digitaltricks eher aus wie ein Videospiel.“

 

Der Ko-Produzent Peter Billingsley pflichtet ihm bei, dass der Erfindungsreichtum von digitalen Effekten durchaus seinen Platz auch bei ZATHURA – EIN ABENTEUER IM WELTRAUM einnimmt, aber dort auch seine Grenzen hat. „Es ist schon erstaunlich, was man mit CGI tun kann“, erläutert er. „Aber am Ende des Tages ist man nicht von allem überzeugt, was man durch CGI sieht, denn das Gehirn nimmt es durchaus als Täuschung wahr und manche Bewegungsabläufe sehen auch einfach nicht realistisch aus. Wenn man in unserem Film eine Explosion sieht, ist sie jedes Mal real. Alles, was in Brand gesteckt wird, hat wirklich gebrannt. Wir haben Dinge abgefackelt, in die Luft gejagt, Dächer abgedeckt, Wände eingerissen und auf Miniaturen geschossen. Jon hat eine sehr smarte Kombination aus alten und neuen Techniken benutzt, um einen sehr inspirierten, nostalgischen Look für den Film zu erzielen.“

 

„Jon (Favreau) wollte so viele Elemente vor der Kamera haben wie es ging“, erinnert sich auch der Special-Effects-Supervisor Jon G. Belyeu. „Er wollte es direkt vor sich sehen, so dass alles auf der Leinwand physisch möglich erscheint. In der realen Welt haben die Dinge einen realen Look. In der digitalen Welt, fehlt – wenn man lange genug hinsieht – die Sättigung, die Tiefe und die Qualität dessen, was wir mit der Kamera filmen können.“

 

Auch Winston ergänzt: „Ich mag die CGI-Technik, aber ich nutze sie gern so, dass sie magisch erscheint. Ich sage immer: Wenn du etwas live tun kannst, dann tu es live. Wenn du es nicht live tun kannst, dann tu es digital.“

 

Aber Favreaus Vision war komplett, sei es die der Live-Action gefilmten Sequenzen oder die der vielen anderen Elemente des Films. Er wollte, dass der Film einige der innovativsten und einflussreichsten Filme und Künste der Vergangenheit reflektiert und ihnen Tribut zollt. „Wenn man sich den Roboter ansieht“, erläutert er, „bemerkt man, dass er ein Derivat des frühen Sci-fi-Genres ist. Und die Zorgonen erinnern mich stark an Frank Frazettas Zeichnungen aus der ‚John Carter of Mars‘-Buchreihe. Wir haben uns auch eine Menge Filme angesehen, zum Beispiel Forbidden Planet (Alarm im Weltall, 1956) und andere frühe Sci-fi-Klassiker.“

 

Der Produktionsdesigner J. Michael Riva ergänzt, dass für ihn der Animationsfilm The Iron Giant (Der Gigant aus dem All, 1999) eine große Inspiration war. „Jon und ich lieben diesen Film sehr“, sagt er. „Aber wir wollten auf keinen Fall diesen Film wiederholen, also haben wir einen anderen Zugang gewählt. Unser Design wurde in den Storyboards von dem wunderbaren Künstler Eric Ramsey gestaltet.“

 

All diese Einflüsse wurden in die Konzepte und Designs eingebaut, die Riva und seine künstlerische Abteilung produzierten. Mit diesen Plänen in der Hand arbeiteten Winston und sein Team weiter, um die Roboter und Zorgonen zum Leben zu erwecken. Der Leiter des Teams im Winston Studio war Shane P. Mahan, der Make-up und Animatronic Supervisor, der zusammen mit seiner Crew die Skizzen des Roboters nahm und sie vom mechanischen Standpunkt aus interpretierte.

 

„Die Inspiration für die Roboter stammt von Jons Anpruch, den Geist der Goldenen Ära von Hollywoods Horrorfilmen einzufangen“, erinnert sich Mahan. „ Jon zum Beispiel ist ein großer Fan der animierten Figuren Ray Harryhausens. Ich liebe diese Zeit ebenfalls. Also hat es mir sehr viel Spaß gemacht, etwas mit diesem Retro-Appeal zu erschaffen.“

 

„Als das grobe Konzept des Roboters stand“, fährt Mahan fort, „haben wir unter der Leitung von J. Michael Riva einige Gelenke geändert. Es ging ein bisschen hin und her mit dem Design und den praktischen Aspekten, die beachtet werden mussten, damit die Roboter auch wirklich funktionierten.“

 

Schließlich mussten mehrere Versionen des Roboters hergestellt werden, damit die Figur für den Film erschaffen werden konnte. Der „baby-bot“ ist die kleinste, nur rund 25 cm große Version. Dies ist der spielzeuggroße Roboter, den Danny und Walter sehen, nachdem Walter die Spielkarte „Dein Roboter ist defekt“ gezogen haben. Zuerst sieht der Roboter ganz unschuldig aus und ist kaum groß genug, um überhaupt Schaden anzurichten. Dann beginnt er zu wachsen. Um dies zu erreichen, wurde eine zweite Version gebaut, der „grow-bot“. Diese Version wurde mit Teilen ausgestattet, die sich ausklappen konnten, bis der Roboter zu einer Größe von zwei Metern mit einer Schulterbreite von 1,50 Metern angewachsen war. Dieser Roboter ist mit einem ausfahrbaren Sägeblatt und mit Düsenantrieb an den Füßen und auf dem Rücken bestückt und wurde von Puppenspielern und per Fernbedienung bedient. Die Stangen der Puppenspieler wurden auf ein Minimum begrenzt, damit später bei der Post-Production weniger digital entfernt werden mussten.

 

Die dritte und vierte Version des Roboters waren lebensgroße Puppen. Einer davon war ein kompletter Roboter, der wiederum mit Stangen von den Puppenspielern von Stan Winston bewegt, die damit die Figur zum Leben erweckten. Der andere wurde so gebaut, dass eine Person darin Platz hatte und bezeichnenderweise „performer-bot“ genannt.

 

Für die Szenen, in denen der Roboter Walter verfolgt und sich durchs Haus bewegen muss, stieg der Darsteller John Alexander in das Kostüm. „Der Job von John Alexander ist es, unbequeme Dinge zu tragen und daraus eine Performance zu schaffen“, kommentiert Winston. „Und er ist einer der besten in seiner Branche.“

 

Um den Darsteller zu schützen und den Roboter beweglicher und flexibler zu halten, wurde er hauptsächlich aus Fiberglas hergestellt und so dünn wie möglich konstruiert. Die Metallteile wurden auf ein Minimum begrenzt. In dem Kostüm trug der Darsteller eine komplette Rüstung, so dass das Gewicht des Kostüms auf den ganzen Körper verteilt wurde und nicht nur auf den Schultern oder Beinen lastete.

 

Der „performer-bot“ ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie die verschiedenen Abteilungen ihre Bemühungen koordinierten, um so erfolgreich alle nötigen Elemente zu schaffen. Das Kostüm bestand aus dem Kopf, dem Torso und den Füßen des Roboters. Alexanders Beine, die in schwarzen Strumpfhosen steckten, die kein Licht reflektieren, waren während der Dreharbeiten frei. Während der Post-Production wurden die menschlichen Beine durch Sony Pictures Imageworks von am Computer generierten Roboterbeinen ersetzt. Analog dazu wurden die Arme digital hinzugefügt. Oder, wenn sie während der Dreharbeiten am Körper angebracht waren und mit Stangen bewegt wurden, digital wieder entfernt.

 

Nachdem die Bewegungen des „performer-bots“ gefilmt worden waren, nutzten Visual-Effects-Supervisor Joe Bauer und Visual-Effects-Producer Joseph B. Conmy IV., die beide schon bei Elf mit Jon Favreau zusammengearbeitet hatten, das Motion-Control-Verfahren, um eine so genannte „clean plate“ zu kreieren, mit deren Hilfe jene Parts des Darstellers entfernt werden konnten, die nicht von den Kostümteilen verdeckt waren. Diese Stellen wurden dann von den CGI-Roboterteilen ersetzt.

 

Bauer koordinierte die Vorbereitung und Planung jeder einzelnen Aufnahme mit der Prä-Visualisation von Pixel Liberation Front (PLF), die mit den Storyboards und Skizzen gearbeitet hatte, die ihnen von den künstlerischen Abteilungen zur Verfügung gestellt wurden. Im Computer schufen die Mitarbeiter von PLF exakte Kopien von jedem Set und den Motion-Control-Einheiten, die sie bedienten. „Das erlaubte uns, akkurate Modelle von den Motion-Control-Vorrichtungen zu kreieren“, erklärt Bauer. „Dadurch wussten wir genau, wie die Aufnahmen, die wir brauchten, erreicht werden konnten. Favreau und der Chefkameramann Guillermo Navarro schauten sich das Material an, merkten Änderungen an, und dann nahmen wir alles wieder auseinander. Wir haben uns im Vorfeld entschieden, was wir am Set filmen konnten und was wir eher außerhalb des Sets aufnehmen mussten.“

 

„Wir haben Motion Control benutzt – ein computergestütztes Verfahren, mit dem wir die Kamera bewegen und die Bewegungen der Kamera danach wiederholen können“, fährt Bauer fort. „Wenn die Kamera also den ‚performer-bot‘ gefilmt hat, haben wir die Kamerabewegung ohne den Darsteller wiederholt und nur den Hintergrund aufgenommen. Das gab uns das passende Teil, das wir gebraucht haben, um die Teile des Darstellers zu löschen, die wir nicht sehen wollten. Zwischenschritt bei einer solchen Aufnahme waren nur der Torso oder der Kopf oder die Füße des Roboters, der durch den Raum stapft, ohne die Verbindungsteile. Danach schuf Imageworks ihre Computergrafiken, um die Aufnahme zu ergänzen.“

 

Der Visual-Effects-Producer Conmy ergänzt: „Nachdem wir eine Aufnahme im Kasten hatten, wiederholten wir die Kamerabewegung ganz exakt. Der Computer nahm sie auf und wiederholte sie erneut. Wenn man also die Beine des Darstellers im Bild hatte, die den Blick auf einen Teil der Kulisse hinter ihm blockierten, mussten wir dieses Teilstück des Sets hinterher wieder einbauen können. Weil die Beine des Roboters nicht so proportioniert sind wie menschliche Beine, mussten wir die Hintergründe ebenfalls aufnehmen, damit wir sie für die jeweilige Aufnahme neu ins Bild rücken konnten.“

 

Die Vorbereitungen für die einzelnen Aufnahmen erforderte stundenlange Tests. „Während der Vorproduktion haben wir eine ganze Reihe von Tests durchgeführt“, erinnert sich Conmy. „Wir haben den Mann in dem Kostüm gefilmt, als er durch das Set lief und rannte. Dann haben wir CGI-Arme und ‑Beine ergänzt, um zu sehen, wie diese mit den Bewegungen der Puppenspieler harmonierten, die sich Jon vorstellte. Das Stan Winston Studio fügte diese Tests zusammen und wir waren alle sehr glücklich, als wir feststellen konnten, dass alles funktioniert.“

 

Durch den erfahrenen und talentierten Darsteller in dem Kostüm war Favreau in der Lage, all die gewünschten Bewegungen und die erforderliche Action zu erzielen. Darüber hinaus war er in der Lage, die Reaktionen der anderen Schauspieler zu sehen, die vor einer wütenden, zwei Meter großen mechanischen Kreatur standen. „Wenn man mit zwei Kindern arbeitet, so wie wir es hauptsächlich in diesem Film taten“, sagt Favreau, „ist es nett, ihnen etwas Realistisches zu geben, auf das sie auch reagieren können – nicht nur eine nackte grüne Wand. Die Gangart und das Gewicht der Körperbewegungen des Roboters erweckten ihn zum Leben und war für die Schauspieler wirklich Angst einflößend.“

 

Wenn der Roboter dagegen durch einen Türrahmen oder in den Kamin krachen sollte, kam der „bam-bot“ zum Einsatz. Im Gegensatz zu dem Design des Roboters, in dem der Darsteller steckte und das aus leichtgewichtigem Material hergestellt war, wurde der „bam-bot“ so konstruiert, um als Ramme eingesetzt zu werden. Er wurde aus einer Kombination verschiedener Materialien hergestellt, unter anderem aus schwerem Fiberglas, Urethan, Kunstharz und Stahl-Armaturen.

 

Um den spektakulären Crash des Roboters in den Kamin zu inszenieren – der Düsenantrieb geht in Flammen auf und Teile des Kamins zerbersten und fliegen um ihn herum – mussten die Teams der visuellen Effekte, der Produktion, der Konstruktion und der Spezialeffekte eng zusammenarbeiten, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

 

„Damit der Roboter überhaupt durch den Kamin passte“, erläutert Belyeu, „mussten wir zuerst einen sehr speziellen Kamin bauen, der uns dies überhaupt ermöglichte. Dieser musste auf eine Art konstruiert werden, die verhindert, dass das komplette Set zerstört wird, wenn der Kamin zusammenfällt. Die Ziegelsteine wurden aus einem Material hergestellt, das wir Pyracell nannten, eine sehr weiche Form von Gips. Die Kollegen von der Konstruktion nutzen dieses Material zusammen mit künstlichem Holz, um den Eindruck zu erwecken, dass die Kulissen aus echtem Stein und Holz errichtet sind. Aber in Wirklichkeit ist es durch und durch ein leichtes Material.“

 

„Danach kam meine Crew zum Einsatz“, fährt Belyeu fort. „Wir haben das Material mit Sprengsätzen bestückt, eine Bahn konstruiert und den Roboter darauf festmontiert und Zylinder mit hohem Luftdruck eingesetzt, die den Roboter von seiner Startmarkierung durch den Kamin bewegen konnten. Die Sprengsätze erlaubten uns, ein energetisches Element einzubauen, das ohne sie wohl fehlen würde. Als all das konstruiert war, haben wir den Roboter einfach durch den Aufbau gerammt. Beim Aufprall wurden die Sprengsätze gezündet und so sieht es so aus, als ob der Roboter den ganzen Schaden angerichtet hätte.“

 

Durch die sorgfältige Planung konnte jede Szene im Verlauf der Post-Production zusammengesetzt werden, indem die verschiedenen Elemente aneinander gefügt wurden. „Der Roboter und die Kamera wurden vom Computer kontrolliert“, gibt Belyeu zu Protokoll. „Bei jedem Durchgang war alles jedes Mal am gleichen Platz, zur gleichen Zeit. Wir konnten einen Durchgang nur mit den Kindern fahren, die durch den Türrahmen laufen, wir konnten die Kinder aus der Aufnahme entfernen und bei der Zündung der Explosionen genau die gleiche Kamerabewegung ausführen. Danach konnten wir von vorn anfangen und einen Durchgang mit dem Roboter drehen. Als wir all diese Aufnahmen zusammengefügt haben, hatten wir die Interaktion der Explosionen, der Kinder und des Roboters in ein- und derselben Aufnahme und beim Drehen mussten wir niemanden einer Gefahr aussetzen.“

 

Der Special-Effects-Techniker Chris Burton verbrachte über drei Monate damit, den Raketenantrieb des Roboters zu bauen. Diese Vorbereitungszeit war nötig, um einen Antrieb zu schaffen, der echtes Feuer bis zu einer Temperatur von rund 1.500 Grad erzeugen konnte. Darüber hinaus musste genug Zeit bleiben, alle Aspekte des Apparates sorgfältig zu testen. Nur durch zahllose Tests konnte das Team sicher sein, dass das Gerät nicht gefährlich war oder ungewollte Überraschungen bereithielt. Als der Raketenantrieb zum ersten Mal am Set abgefeuert wurde, waren alle genauestens darauf vorbereitet.

 

Eine weitere sorgfältig getestete, effektgespickte Szene war die, in der der Astronaut erstmals im Haus erscheint. Er schwebt durchs All und erscheint kopfüber an der Eingangtür. Der Stuntman Mike Justus wurde für diesen spektakulären Auftritt in eine schwenkbare Rüstung geschnallt, die am Ende eines Krans angebracht war, ihn sanft in die Szene schweben ließ und ihn um 180 Grad in eine aufrechte Position brachte.

 

Für die Ankunft des Astronauten entwickelte Burton einen zweiten Antrieb, der CO2 statt Feuer ausstieß. Weil allein das Gewicht des Raumanzuges mehr als genug für Justus war, wurde der 25 Pfund schwere Antrieb an einem fliegenden Arm der Takelage angebracht und erscheint nur auf dem Rücken des Astronauten.

 

Die plündernden Aliens, die Zorgonen, waren noch nicht vollständig realisiert, als sich das Team von Stan Winston Studio an die Arbeit machte, obwohl Riva sagte, dass Jon Favreau bereits die finale Version der Kreaturen im Kopf hatte.

 

„Jon ist in der Tat ein ziemlich begabter Zeichner“, bemerkt Riva. „Ich würde ihm das natürlich nie sagen, aber er ist ein besserer Skizzen-Zeichner als ich. Wie auch immer: Er zeichnete ein bisschen was davon, wie die Zorgonen seiner Meinung nach aussehen sollten – eine Art Kreuzung aus Krokodil und Leguan mit einem Klacks von Steven Spielbergs T-Rex. Ich habe die Skizze immer noch bei mir im Büro liegen – sie sieht dem finalen Produkt ziemlich ähnlich.“

 

Winston und Mahan nahmen die Zeichnungen als Grundlage und arbeiteten daran, bis sie den finalen Look erreicht hatten. Favreau machte deutlich, dass er einen Darsteller in ein Kostüm stecken wollte, aus dem der Kopf herausragt – der dann später digital entfernt werden sollte. „Wenn man sich die Zorgonen im Film anschaut“, kommentiert Riva, „wird man ein bisschen aufs Glatteis geführt, denn man wundert sich, wo der Kopf des Darstellers stecken mag. Für einen Moment wird man denken, dass der Kopf nach vorn ragt, aber dann wird man realisieren, dass dies anatomisch bei diesen Figuren nicht möglich ist. Wenn die Zuschauer dies nur für einen kurzen Moment glauben, haben wir einen guten Job gemacht – wir haben sie geleimt.“

 

Nach Favreaus Instruktionen stellte Mahan eine Maquette her – eine kleine Skulptur, die in diesem Fall der Gestalt eines Mannes nachempfunden war. Diese visuelle Probe gab jedem die Möglichkeit, jedes Detail zu sehen und zu kommentieren, bevor es Ernst wurde. „Die Zorgonen tragen Rüstungen, haben Schwerter und fliegen Raumschiffe“, bemerkt Mahan, „und sie kommen in einer Phase in den Film, wenn alles ein bisschen Furcht erregend wird. Also bewegten wir uns auf einem schmalen Grat, weil wir für ein Comedy-Abenteuer nicht zu gruselig, aber auch nicht zu albern werden durften. Wir mussten dies gut ausbalancieren.“

 

Der Prozess, in dessen Verlauf jeder der vier Zorgonen geschaffen wurde, war langsam und methodisch. Als die Gussformen hergestellt und genehmigt worden waren, wurden sie mit Schaumstoff ausgegossen. Danach begann die zähe und langsame Arbeit, das Überflüssige an den einzelnen Nähten abzubrennen. Die Künstler flickten die Nähte mit einem Lötkolben und ergänzten den grünen Hintergrund mit dunklen Linien. Mit Schaumstoff-Flicken formten die Handwerker diese Teile neu. Dann folgte eine Farbschicht mit einem Gummi-Bindemittel, das zu den Komponenten des Schaumstoffs selbst passte und am Ende wie eine echte Reptilienhaut aussah, die sich bewegen und strecken kann. Ebenso wie die Roboter wurden auch die Zorgonen so gestaltet und gebaut, dass sie lebendig und ausdrucksstark wirken.

 

„Unsere Philosophie im Stan Winston Studio ist, dass unsere Kreaturen niemals nur Effekte sind. Sie sind Figuren und spielen ihrer Rolle im Ensemble eines Films“, sagt Mahan. „Sie können mit den Augen zwinkern, man sieht ihre Nasenlöcher beben. Wir haben ganz sorgfältig all diese subtilen Bewegungen herausgearbeitet, die den Zuschauern das Gefühl vermitteln können, dass diese Wesen wirklich lebendig sind. Unter der Haut gibt es auch Muskelbewegungen, außerdem bewegen sich die Augenbrauen. All das wird auf interessante Art und Weise ausgedrückt.“

 

Darüber hinaus wurden die Zorgonen mit einer Rüstung aus leichtem, flexiblem Polyurethan-Schaum, angereichert mit metallischen Pigmenten, die in die Gussformen gestrichen wurden, ausgestattet. Um die Intensität der Farben unter Kontrolle zu haben, wurde der Puder vorsichtig nach und nach mit Wattestäbchen aufgetragen.

 

Ebenso wie die Roboter wurden auch die Zorgonen so gestaltet, dass ein Darsteller in dem Kostüm Platz fand, dessen Kopf aus dem hinausragt, was später die Mitte des zorgonischen Rückens wurde. Das Gewicht der Kreatur war auf die Vorder- und Rückseite verteilt und erzeugte eine unsichere Balance. „Weil es ziemlich extrem ist, wenn der Kopf und Hals aus der Brust eines Mannes kommen und ein Schweif aus der anderen Seite, war es ziemlich schwierig für die Darsteller, die Balance in dem Kostüm zu halten“, sagt Mahan. „Die Kostüme wären zu schwer zu bedienen gewesen. Also mussten wir sie so bauen, dass es auch wirklich funktioniert hat, denn schließlich mussten die Zorgonen auch Treppen steigen und sich schnell bewegen können.“

 

Das Kostüm wog rund 100 Pfund und in vielen Szenen wurden zusätzlich außen Stangen angebracht, durch die vier Puppenspieler in der Lage waren, die Kreatur im Set zu manövrieren. Der Darsteller trug eine Blue-Screen-Haube, mit deren Hilfe das Visual-Effects-Team von Imageworks den Kopf bei der Post-Production einfach entfernen konnte. Winston bringt es auf den Punkt: „Eine einfache Technik, aber eine hohe Kunst. Was wir für ZATHURA geschaffen haben, sind Bilder, die danach aussehen, als hätten wir dafür die modernsten Maschinen der Welt benutzt und die beste Animation, die man je gesehen hat. Die Zuschauer werden tatsächlich Dinge sehen, die sie nie zuvor gesehen haben.“

 

Die letzte Komponente, die das Team des Stan Winston Studio für den Film erschaffen sollte, war die „gefrorene Lisa“. Nach einem Spielzug wird Kristen Stewarts Figur Lisa eingefroren. Für die Dauer von fünf Spielzügen bleibt Lisa in einer Pose eingefroren, in der sie aussieht, als würde sie mit der Hand die Wassertemperatur unter der Dusche testen.

 

Die Puppe sollte ein exaktes Duplikat der jungen Schauspielerin sein und ein schmerzhafter Prozess begann, bei dem ein kompletter Körperabdruck und mehrere Gussformen von Stewarts Körper angefertigt wurden. (Das finale Produkt ist eine Kombination aus verschiedenen Harzen). Stewart musste stundenlang mit ihrem künstlichen Double Seite an Seite verbringen, als würde sie für einen Künstler Modell stehen, damit jedes Detail ihres Körpers peinlich genau dupliziert werden konnte. „Es war ein äußerst strapaziöser Prozess“, gibt Stewart zu Protokoll. „Wir fingen damit an, einen Abdruck meines Körpers anzufertigen, und dann mussten die Gussformen hergestellt werden. Zuerst ging es an meinen Kopf. Eine Gussform für deinen Kopf zu machen ist ungefähr so wie geboren zu werden. Man kann hineinsehen und da ist dein Gesicht. Nach dieser Phase musste ich zurück ins Studio, damit ich angemalt werden konnte. Ich stand also, nun ja, neben ‚mir‘… und sie malten ‚mich‘ an. Es waren tolle Künstler und sie brauchten etliche Wochen dafür. Es war eine irre Erfahrung.“

 

 

Shake, Rattle and Roll!

 

Da ZATHURA – EIN ABENTEUER IM WELTRAUM nur an einem Schauplatz spielt, musste das Haus ebenso visuell interessant und ein ebenso integraler Bestandteil des Films sein wie jede der Figuren. Für Riva, der eng mit den Filmemachern zusammenarbeitete, um den passenden Stil und Look für das Haus zu entwerfen, war dies eine der größten Herausforderungen. Nach endlosen Diskussionen entschieden sie sich für das klassische California-style Haus. „Wir wollten nicht, dass sich das Publikum für die Dauer des Films in einem Haus gefangen fühlt“, sagt Favreau. „Also haben wir beschlossen, das Haus so interessant wie möglich aussehen zu lassen, so spektakulär, dass es einem wie eine Tragödie vorkommt, wenn dieses wunderschön restaurierte Haus im Craftsman-Stil im Lauf des Films zerstört wird.“

 

„Das Haus soll darüber hinaus den Charakter des Vaters repräsentieren“, fügt Riva hinzu. „Wir haben sogar das Drehbuch leicht modifiziert, um zu suggerieren, dass Dad dieses Haus wirklich liebt und dass die Zuschauer bei jeder Attacke richtig mitfiebern, wenn es in die Luft fliegt und zerlegt wird. Wir wollten, dass die Zuschauer denken: ‚Oooh, das ist Dads Haus – der wird richtig, richtig sauer sein.‘“

 

Darüber hinaus wollten die Filmemacher, dass das Haus im Gegensatz zur Kälte des Weltraums und zu den metallischen Materialien steht, aus denen das Raumschiff gefertigt wurde. Der Craftsman-Stil eignete sich hervorragend für diesen Zweck und Riva war in der Lage, ein gemütliches Inneres zu gestalten. „Unsere Idee war es, ein freundliches Umfeld zu schaffen, mit warmen Farbtönen und jeder Menge Holz“, erläutert er. „Es stand in direktem Gegensatz zum kalten Weltraum – wie ein gebärmutterartiges Umfeld, in dem die Figuren überleben können. Dadurch, dass das Haus immer weiter zerstört wird, so wie eine Insel, die von einer gewaltigen Flutwelle überschwemmt wird, gerät die Welt, in der sie leben, immer kleiner und kleiner. Wir waren einfach begeistert, dass der Farbkontrast dies suggeriert.“

 

Nachdem über das Konzept, den Stil und die Farben für das Haus entschieden war, wurden die ersten Skizzen für die Sets gezeichnet. Ähnlich wie bei den Robotern und Zorgonen wollten die Filmemacher, dass so viel physische Action wie irgend möglich in den Sets stattfinden konnte, also wurde das Haus in drei Teilen konstruiert, zwei davon über mechanischen Bühnen, die das ganze Set bewegen und so Reaktionen auf die Action im Film simulieren konnten – auf das Schütteln, Stoßen, Kippen und die Einschläge von Meteoriten und Harpunen. Und wieder erforderte dieses Ziel die enge Zusammenarbeit aller Abteilungen. „Uns standen fast viereinhalb Monate für die Vorproduktion zur Verfügung“, erinnert sich Riva. „Zuerst dachte ich: ‚Warum sollte ich so viel Zeit brauchen, wenn ich nur ein Haus und ein Raumschiff gestalten soll?‘ Unser Physical Production Executive Gary Martin schaute mich an und sagte: ‚Glaub mir, du wirst diese Zeit brauchen.‘ Und er hatte so was von Recht.“

 

Als er sich immer intensiver mit dem Projekt beschäftigte, realisierte Riva, dass der Bau von mehreren Häusern und das Anpassen von einem Set an den anderen eine präzise Planung erforderte. „Neben der Herausforderung, den Set so interessant aussehen zu lassen, dass er bei zwei Stunden Filmlaufzeit immer noch interessant ist, mussten wir ihn auch von Aufnahme zu Aufnahme zu Aufnahme anpassen“, sagt er. „Es gibt keine Pausen zwischen den Szenen. Sie spielen sich kontinuierlich vom Wohnzimmer zur Küche zum Arbeitszimmer und zurück zum Wohnzimmer ab. Jeder Set musste immer gleich aussehen, auch in den verschiedenen Stadien der Zerstörung. Es war ein wirklich umfangreiches Unterfangen.“

 

Die Bewegungen der Sets schrieben die Nutzung verschiedener Materialien vor, einige, um das Haus vor dem Zusammenbruch zu schützen, andere um ein in einer bestimmten Art und Weise zusammenfallen zu lassen, wenn dies gebraucht wurde. „Wir mussten die Räume auf verschiedene Arten bauen“, fährt Riva fort. „Zuerst haben wir es real aufgebaut, so dass wir es auf dieser gigantischen Plattform durchrütteln konnten, ohne dass es in sich zusammenbricht. Dann sind wir wieder einen Schritt zurückgegangen und haben es nochmals gebaut, diesmal mit bestimmten Teilen, die wegbrechen konnten – hauptsächlich aus künstlichem Holz – so dass es in sich zusammenfallen konnte. Oftmals sollte es bei einer Explosion gefilmt werden, in der keine Staubwolke aufgewirbelt wird, damit die visuellen Effekte nicht beeinträchtigt wurden. Oder wir mussten Teile herabfallen oder per Kabel herausziehen lassen, damit dann die visuellen Effekte übernehmen konnten. Alles, was wir gebaut haben, musste wieder auseinandernehmbar sein und das war eine unglaublich große Herausforderung.“

 

Die Produktion begann in der Halle 30 auf dem Sony-Gelände in Culver City, die in zwei Teile geteilt war. Halle 30 beherbergte zwei Versionen des Erdgeschosses des Hauses – das Set auf der Bühnenvorrichtung und ein Set in einer Aufhängung. Im Boden der einen Hälfte der Halle war eine rund zehn Meter tiefe Grube eingelassen, die ursprünglich als Pool für die Filme von Esther Williams genutzt wurde. Die Tiefe der Grube machte sie, zusammen mit der 15 Meter hohen Decke, zum perfekten Platz für die Aufhängung. In der anderen Hälfe der Halle wurde die komplette Hauptetage des Hauses auf einem gewaltigen Rüttelmechanismus aufgebaut.

 

Der „Rüttelset“, der in 3,5 mal 3,5 Meter großen Teilstücken gebaut und dann in Halle 30 transportiert worden war, wurde auf einer 20 mal 20 Meter großen Plattform befestigt. Der Set und die Plattform wurden so gebaut, dass sie vibrieren, in die Höhe gehoben und rund und rund acht Zentimeter über der Erde schweben konnten. Durch die Anbringung von zentrierten Gewichten an allen Seiten konnte die ganze Plattform in verschiedenen Intensitätsgraden durchgerüttelt werden. Alle Bewegungen, das Rollen, Stoßen, Vibrieren konnte so eingestellt werden, dass es von oben nach unten oder von einer Seite zur anderen möglich war.

 

Der zweite Set in Halle 30 stellte eine verkleinerte Version des Erdgeschosses des Hauses dar. An einer großen Aufhängung angebracht, war es über der Grube rund dreieinhalb Meter unter der 15 Meter hohen Decke angebracht – der Standort bot eine Menge Platz, um die gewaltige Plattform hin und her schwingen zu lassen. Der Set wurde in drei Teilen gebaut und wurde vornehmlich dazu genutzt, die Illusion zu erzeugen, dass die Jungs und alles in dem Haus von der Schwerkraft des Planeten Tsouris 3 angezogen werden. Die Aufhängung wurde wie ein Flugsimulator designt und von dem Special-Effects-Vorarbeiter Mark Noel so benutzerfreundlich wie möglich konstruiert. Außerdem sollte sie zueinander passende Aufnahmen und Wiederholungen ermöglichen. Noel nutzte das Cooper-System, ein Kontrollsystem für Kamerabewegungen, das mit einem Waldo (einer verkleinerten Motion-Basis) verbunden war. Indem die Bewegungsabläufe im Miniaturformat vorgemacht werden konnten, war die große Motion-Basis in der Lage, die Bewegungen allein per Joystick-Einsatz zu imitieren.

 

Die Special-Effects-Abteilung arbeitete eng mit der Konstruktions-Abteilung zusammen, um sicherzustellen, dass die beiden Räume und die Flure, die für diesen Set gebaut wurden, auf die Plattform passen würden. Durch die strengen Gewichtsgrenzen wurde vieles an dem Haus aus Pappe und Plastik gefertigt.

 

Die Sicherheit von Schauspielern und Crew steht natürlich stets an erster Stelle, aber bei einem beweglichen Set, das sich dazu noch in einer Aufhängung befindet, die bis zu 44 Grad schwenken kann, wurde sie noch wichtiger. Die maximale Gewichtsbeschränkung auf 40.000 Pfund limitierte gleichzeitig die Zahl der Menschen und des Technik, die sich jederzeit auf dem Set befinden durfte. Die Aufgabe, die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten, fiel an den Stuntkoordinator Tom Harper. Die Kulissenabteilung war dafür verantwortlich, dass stets alles penibel genau festgebunden war und Harper und seine Stuntmänner seilten die Schauspieler an und schnallten sie in ihre Gerüste. „Unsere Schauspieler hingen an den Drahtseilen“, erinnert sich Harper, „und als sie nach den Einrichtungsteilen des Hauses griffen, flogen die Jungs buchstäblich in die Luft. Bücher segelten aus den Regalen neben ihnen und Möbel rutschten über den Boden, als das Haus durchgerüttelt wurde. Unser Job war es, alles so zu koordinieren, dass niemand in Gefahr geriet.“

 

Hutcherson und Bobo wurden mit drei verschiedenen und dennoch integralen Sicherheitsvorrichtungen ausgestattet: einer maßgefertigten Weste, einem Fluggeschirr für die Hüften und einem zusätzlichen Bungee-artigen Geschirr. Sie probten über Stunden hinweg mit dem Stuntteam, um sich an die neue Erfahrung zu gewöhnen, dass sie fliegen konnten. Als der Prozess weiter voranschritt, realisierte Harper, wie glücklich er sich schätzen konnte, dass die beiden Jungs so begeistert, enthusiastisch und athletisch waren, denn dies versetzte sie in der Lage, 99 Prozent ihrer Stunts selbst durchzuführen.

 

Das Absolvieren der vielen Stunts „war mit das Beste für mich an diesem Film“, sagt Hutcherson. „Ich werde durch das Dach geschleudert, in ein schwarzes Loch gesaugt, ich muss Meteoriten ausweichen und werde von Robotern verfolgt. Es war ein Heidenspaß!“

 

Bobo vergleicht die Dreharbeiten in der Aufhängung mit verschiedenen Achterbahnen. Er erinnert sich mit einer Begeisterung an die Dreharbeiten, die nur ein Siebenjähriger an den Tag legen kann: „Es war ein riesengroßer Spaß! Es war wie in einer gigantischen Achterbahn oder in einem dieser riesigen Seeungeheuer, mit dem Unterschied, dass es abwärts ging und nicht aufwärts. Es war echt cool!“

 

In Halle 25 auf dem Sony-Gelände waren drei weitere Sets untergebracht: die Schlafzimmer im oberen Stock, der Keller und das Innere des bedrohlichen Zorgonenraumschiffs. Das Design des Raumschiffs stand in starkem Kontrast zum sanften Holz und den warmen Farben des Hauses. Das tiefdunkle, kalte, metallische Innere wurde als perfekt bedrohlicher Hintergrund für jene Szenen gestaltet, in denen das gigantische Gebilde am Haus andockt und der kleine Danny hineingehen muss, um das wichtige Zathura-Spiel wieder herauszuholen.

 

Riva und Favreau bezogen aus ihrer gemeinsamen Vorliebe für altes Spielzeug viel Inspiration für das Raumschiff. „Ich hatte in meinem Büro ein Blechspielzeug in der Form eines Zeppelins“, erinnert sich Riva. „Eines Tages nahm ich es auseinander und im Inneren war diese wunderbare Form, die wir als Ausgangspunkt für unser Raumschiff nutzten. Wir haben es bis zu dem Punkt auseinander genommen, an dem es nur aus Schrauben, Muttern, Metall, Rost und Feuer besteht. Das macht es meiner Meinung nach viel Angst einflößender, mehr wie ein dunkles Loch oder der dunkle Raum unter deinem Bett oder in deinem Schrank. Und wir haben in der Mitte des Raumschiffs ein Förderband angebracht, das mechanisch betrieben wird und sehr gefährlich ist.“

 

Um das Außenseite von Rivas Raumschiff- und Haus-Design zum Leben zu erwecken, nutzten die Filmemacher und das Visual-Effects-Team eine Kombination aus Miniaturen und computergenerierten Modellen. „Wir haben eine Eins-zu-zehn-Miniatur des Zorgonenraumschiffs gebaut“, erläutert Conmy. „Es war rund 2,20 Meter lang und verfügte über funktionierende Triebwerke und Kanonen. Wir filmten es im Motion-Control-Verfahren vor einer Green Screen und bauten dies in ein computergeneriertes Sternenfeld ein. Natürlich haben wir auch ein computergeneriertes Modell konstruiert. Das versetzte uns in die Lage auszuwählen, welches Modell am besten funktioniert, wenn man es nah vor der Linse haben wollte, wie genau man die Details sehen wollte, wie man es mit den Weltraumaufnahmen und den anderen Schiffen in dem Bildausschnitt interagieren lassen wollte.“

 

 

Zathura – Das Spiel

 

Von Anfang an machte Jon Favreau klar, dass er das Spiel „Zathura“ ganz anders haben wollte als ein gewöhnliches Brettspiel. „Ich hatte diese Vision eines echt coolen alten Blechspielzeugs zum Aufziehen, in der Art der japanischen, massenproduzierten Spielzeuge aus gepresstem Blech aus der Nachkriegszeit“, sagt er.

 

„Seit Jon anfänglich über dieses Aufziehspiel gesprochen hatte, versteiften wir uns auf die Idee eines aus Blech gepressten Spiels“, kommentiert Riva. „Weil wir beide mit diesen Spielzeugen aufgewachsen sind, hat das Design unseres Spiels diesen leichten Fünfziger-Jahre-Retro-Look, dem wir einige moderne Elemente und Gestaltungsmerkmale hinzufügten.“

 

Ebenso wie das Haus war auch das Spiel ein integrales Element der Geschichte, und die Filmemacher behandelten es wie eine Figur in dem Film. „Das Spiel musste interessant und aufregend anzusehen sein“, sagt Favreau. „In dem Film ist das Spiel nicht nur ein Geist. Es scheint sein eigenes Bewusstsein zu haben und es diktiert alles, was passiert. Also wollten wir das Spiel so haben, als ob es einen eigenen Charakter hätte. Wir wollten erreichen, dass es etwas ist, von dem sich kleine Kinder sofort angezogen fühlen – so wie Danny, als er es findet.“

 

Bei der engen Zusammenarbeit mit Riva und dem Design-Team – insbesondere dem Illustrator Phil Saunders – beschlossen Favreau und Riva schließlich das endgültige Design des Spiels. Nach jeder Schlüsseldrehung rückte die Raumschiffmarkierung einen Schritt auf der Schiene weiter. Dann fuhr eine Karte aus einem Schlitz aus, auf der Hinweise vermerkt waren.

 

Das Spiel von einem Konzept in die Realität umzusetzen, war die Aufgabe des Requisiteurs Russell Bobbitt, der intensiv daran arbeitete, die finalen Dimensionen und das passende Material zu finden. Nach vielen Tests mit verschiedenen Metallen war klar, dass, obwohl das finale Produkt metallisch aussehen sollte, Metall selbst zu brüchig sein und bei der Herstellung bersten würde. Also entschied sich Bobbitt, ein dünnes, biegsames Plastik zu benutzen. Ein Modell des Spiels wurde hergestellt. Löcher wurden in die Form gebohrt und eine dünne Plastikschicht darüber gelegt. Das Plastik wurde erhitzt und schließlich vakuumversiegelt auf dem Modell befestigt. Diese Schicht über dem Modell wurde bemalt und künstlich gealtert, bis der erstrebte metallische Blech-Look erreicht war. Obwohl drei Spiele der Größe 45 mal 55 mal 7 Zentimeter produziert wurden, hatte nur eines davon die mechanischen Fähigkeiten, alle nötigen Teile zu bewegen. Durch eine Kabelverbindung zwischen dem Spiel und einem Computer außerhalb des Bildausschnitts war Bobbitt in der Lage, die Bewegungen der Teile während jener Szenen zu kontrollieren, in denen die Jungs das Spiel spielen.

 

 

Über die Besetzung

 

JOSH HUTCHERSON (Walter)

 

Josh Hutcherson stand mit seinen zwölf Jahren schon mit etlichen der bekanntesten Schauspieler und Regisseure Hollywoods an Filmsets. Unter anderem spielte er in Kicking & Screaming (2005) mit Will Ferrell und Robert Duvall und ist der Hauptdarsteller von Little Manhattan (2005).

 

Darüber hinaus stand er zusammen mit Tom Hanks Pate für die Rolle des jungen Helden in Robert Zemeckis’ bahnbrechendem Animationsfilm The Polar Express (Der Polarexpress, 2004) und schloss kürzlich die Dreharbeiten zu Barry Sonnenfelds Komödie R.V. (2006) ab, in der er den Sohn von Robin Williams spielt. Columbia Pictures wird den Film im Jahr 2006 ins Kino bringen.

 

Zu den TV-Auftritten von Hutcherson zählen der TNT-Film „Wilder Days“ (2003) mit Peter Falk, der Animal-Planet-TV-Movie „Miracle Dogs“ (2003) und Gastrollen in Serien wie „Emergency Room“ von NBC, „The Divison“ von Lifetime und „Line of Fire“ von ABC.

 

 

JONAH BOBO (Danny)

 

Jonah Bobo kam in New York City zur Welt und war, obwohl er erst acht Jahre alt ist, schon in zahlreichen Produktionen zu sehen und zu hören. Zuletzt stand er in der Rolle des Zach in Around the Bend (2004) vor der Kamera, in dem auch Christopher Walken, Michael Caine und Josh Lucas Hauptrollen spielten. In den letzten beiden Jahren war er mit Filmen beim Sundance Film Festival vertreten: in Strangers with Candy (2005) spielte er Shamus Noblet, in The Best Thief in the World (2004) an der Seite von Mary Louise Parker die Rolle des Sam Zaidman.

 

Bobos Stimme ist dem amerikanischen TV-Publikum aus der Nickelodeon-Serie „The Backyardigans“ bekannt, in der er den Part von Austin spricht. Außerdem wird er demnächst als Tod für den Disney-Trickfilm „The Fox and the Hound Two“ am Mikrofon stehen.

 

Jonah Bobo liebt gute alte Rock’n’Roll-Musik und spielt selbst Piano. Ansonsten ist er ein großer Baseball-Fan, dessen Herz sowohl für die New York Mets als auch für die New York Yankees schlägt.

 

 

DAX SHEPARD (Der Astronaut)

 

Dax Shepard rückte mit MTVs international beliebter TV-Serie „PUNK’D“, die Ashton Kutcher geschaffen hat und in der Prominente veräppelt werden, ins Rampenlicht. „PUNK’D“ zählt zu den erfolgreichsten Programmen im US-Kabelfernsehen. Im Kino spielte er in Paramounts Without a Paddle (Trouble ohne Paddel, 2004) neben Seth Green und Matthew Lillard, in Idiocracy (2005) mit Luke Wilson und Maya Rudolph und in der Komödie You are Going to Prison (2006).

 

Bei seinem Part in „PUNK’D“ genoss es Shepard, sein schauspielerisches Talent und seine Comedy-Fähigkeiten zu schärfen und zu präsentieren, die er sich im Laufe seiner Lehrzeit bei der Comedy-Truppe The Groundlings“ angeeignet hatte. Nachdem er 1995 aus seinem Geburtsstaat Michigan nach Los Angeles gezogen war, begann er, an der UCLA Anthropologie zu studieren. Nach seinem Abschluss entschied er sich allerdings, seiner Leidenschaft für Comedy nachzugeben.

 

Zu den weiteren Filmen von Dax Shepard zählen Cheaper by the Dozen (Im Dutzend billiger, 2003) und Hairshirt (Verrückt nach Corey, 1998).

 

Derzeit lebt Shepard in Los Angeles.

 

 

KRISTEN STEWART (Lisa)

 

Kristen Stewart erspielte sich erstmals weltweit die Aufmerksamkeit der Kinozuschauer mit ihrer herausragenden Darstellung als Jodie Fosters Tochter in Panic Room (Panic Room, 2002). Demnächst wird sie in dem Horrorthriller The Messengers (2006) der Brüder Oxide und Danny Pang sowie neben Meg Ryan und Adrien Brody in In the Land of Women (2006) von Autor und Regisseur Jonathan Kasdan zu sehen sein.

 

Zuletzt spielte sie in dem Showtime-Film „Speak“ (2004), der nach seiner Premiere auf dem Sundance Film Festival mit Kritikerlob überschüttet wurde, und neben Diane Lane in Fierce People (2005) von Griffin Dunne, der 2005 beim Tribeca Film Festival uraufgeführt wurde.

 

Zu den weiteren Filmen von Kristen Stewart zählen Catch That Kid (2004), Undertow (2004), Cold Creek Manor (Cold Creek Manor – Das Haus am Fluss, 2003) und The Safety of Objects (2001).

 

Kristen Stewart lebt in Los Angeles.

 

 

TIM ROBBINS (Dad)

 

Tim Robbins gab sein Bühnendebüt im Jahr 1972 am Theatre for the New City in New York City. Nach seinem Abschluss an der UCLA debütierte er als professioneller Schauspieler 1982 in der TV-Serie „St. Elsewhere“ im gleichen Jahr, als er The Actor’s Gang mitbegründete.

 

Für seine Rolle in dem von der Kritik hoch gelobten Mystic River (Mystic River, 2003) von Clint Eastwood wurde Robbins mit einem Academy Award® in der Kategorie Best Supporting Actor sowie mit einem Golden Globe Award, einem Screen Actors Guild Award und einem Broadcast Film Critics Society Award ausgezeichnet. Seitdem war er in Michael Winterbottoms Code 46 (Code 46, 2003) und in Steven Spielbergs War of the Worlds (Krieg der Welten, 2005) zu sehen.

 

Im Jahr 1992 erntete Robbins weltweit Kritikerlob für seine Darstellung eines unmoralischen Filmstudiochefs in Robert Altmans The Player (The Player, 1992), eine Performance, die ihm den Best Actor Award beim Cannes Film Festival und einen Golden Globe Award in der Sparte Best Actor in a Musical or Comedy einbrachte. Im gleichen Jahr gewann er für seine Hauptrolle in Bob Roberts (Bob Roberts, 1992), den er auch inszenierte, eine Golden Globe-Nominierung als Best Actor.

 

Zu den anderen bemerkenswerten Arbeiten von Tim Robbins zählen The Shawshank Redemption (Die Verurteilten, 1994), für den er eine Screen Actors Guild Award-Nominierung in der Kategorie Best Actor bekam, Robert Altmans Short Cuts (Short Cuts, 1993), für den er seinen zweiten Golden Globe Award erhielt, Tony Bills Five Corners (Pinguine in der Bronx, 1987), The Hudsucker Proxy (Hudsucker – Der große Sprung, 1994) von Joel und Ethan Coen, Adrian Lynes Jacob’s Ladder (Jacob’s Ladder – In der Gewalt des Jenseits, 1990), Ron Sheltons Bull Durham (Annies Männer, 1988) und Michel Gondrys Human Nature (Human Nature – Die Krone der Schöpfung, 2001).

 

Als Filmemacher beendete Robbins zuletzt die Arbeit an Embedded Live: A Film (2005), einer Filmversion seines Theaterstücks. Der Film, der bereits 2004 auf dem Film Festival in Venedig lief, wirft einen spekulativen Blick auf den Krieg im Irak und die Genauigkeit der Medien-Berichterstattung durch die eingebundenen Journalisten. Embedded Live ist in den USA auf DVD von Netfix und Cinema Libre erhältlich und lief im vergangenen Sommer auf dem Sundance Channel. Robbins schrieb, inszenierte und produzierte darüber hinaus den Film Cradle Will Rock (Das schwankende Schiff, 1999), der bei seiner Uraufführung 1999 im Rahmen des Cannes Film Festival mit stehenden Ovationen bejubelt wurde. Der Film, der das Drama hinter der Orson-Welles-Produktion von Mark Blitzsteins Musical aus dem Jahr 1930 aufleben lässt, gewann den National Board of Review Award in der Sparte Special Achievement in Filmmaking und die Preise in den Kategorien Best Film und den Best Director beim Barcelona Film Festival.

 

Kürzlich erst hat Robbins die Dreharbeiten zu dem Apartheid-Drama Hotstuff (2006) unter der Regie von Phillip Noyce in Südafrika beendet.

 

Darüber hinaus schrieb, inszenierte und produzierte Tim Robbins das international viel gepriesene Drama Dead Man Walking (Dead Man Walking – Sein letzter Gang, 1995) nach dem Buch von Sister Helen Prejean. Für das Drehbuch bekam er den Best Screenplay Award beim Austin Film Festival, außerdem wurde er mit einer Academy Award®-Nominierung in der Kategorie Best Director, mit vier Preisen bei den Berliner Filmfestspielen, einem Humanitas Award und dem Christopher Award geehrt. Dead Man Walking erhielt auch eine Academy Award®-Nominierung in der Sparte Best Actor für Sean Penn und einen Academy Award® in der Kategorie Best Actress für Susan Sarandon.

 

Sein Debüt als Autor und Regisseur gab er mit der vielfach preisgekrönten Polit-Satire Bob Roberts, einem „mockumentary“ über den Wahlkampf eines dubiosen rechten Kandidaten für den US-Senat. Robbins spielte auch die Hauptrolle und schrieb an den Songs für den Film mit, der für einen Golden Globe nominiert war und der beim Boston Film Festival Preise in den Sparten Best Film, Best Director und Best Actor sowie beim Tokyo International Festival einen Best Film Award gewann.

 

Als Ausführender Produzent war Robbins für The Typewriter, the Rifle and the Movie Camera (1996) verantwortlich, eine Dokumentation über den Filmemacher Sam Fuller, die 1996 den Cable ACE Award als Best Documentary gewann.

 

Im Jahr 2002 trat Robbins in „The Guys“ auf, einem Theaterstück über einen Feuerwehr-Hauptmann, der acht seiner Männer bei den Ereignissen des 11. September verloren hatte. Robbins spielte zusammen mit Swoosie Kurtz am Flea Theater in New York und mit Susan Sarandon am Lincoln Center. Danach wurde das Stück am The Actor’s Gang Theater in Los Angeles mit Helen Hunt und beim Edinburgh Festival und am Abbey Theatre in Dublin mit Susan Sarandon aufgeführt.

 

Im Jahr 1982 hob Tim Robbins als Mitbegründer The Actor’s Gang aus der Taufe, ein viel gepriesenes und respektiertes Theater-Ensemble in Los Angeles, das sich zur Aufgabe gemacht hat, Produktionen von originellen und provokativen Stücken auf die Bühne zu bringen. Derzeit ist er der Künstlerische Leiter der Gruppe. The Actor’s Gang hat bereits über 100 Preise gewonnen, darunter Dramalogue, L.A. Weekly und Ovation Awards sowie den renommierten Margaret Hartford Award für „continued excellence“. Robbins selbst wurde mit einem L.A. Weekly Award für deine Inszenierung der Debüt-Produktion der Gang ausgezeichnet, einer Mitternachtsaufführung von „Ubu Roi“. Darüber hinaus bekam er eine Nominierung als Best Director vom Los Angeles Drama Critics Circle für die Produktion von Brechts „Die gute Frau von Szechuan“.

 

The Actor’s Gang debütierte mit „Embedded“ am New York Public Theater und spielte zuletzt „Mephisto“, „The Seagull“, „Exonerated“, „Algazam“ und „Orlando“. Außerdem hat die Gang zusammen mit lokalen Schulen Lehrprogramme in künstlerischen Fächern erarbeitet.

 

Tim Robbins lebt mit seiner Familie in New York City.

 

 

Über die Filmemacher

 

JON FAVREAU – Regie

 

Jon Favreau ist buchstäblich ein Multitalent. Nachdem er sich mit der vielfach gelobten Komödie Swingers (Swingers, 1996) einen Ruf als Schauspieler und hoch begabter Autor erarbeitet hatte, fuhr er fort, sich mit verschiedensten ambitionierten Projekten immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen. Zuletzt inszenierte er für New Line Cinema den Weihnachtshit Elf (Buddy – Der Weihnachtself, 2003) mit Will Ferrell in der Titelrolle.

 

Sein Debüt als Regisseur gab er mit Made (2001), das er für Artisan Entertainment nach einem selbst verfassten Skript inszenierte und in dem er neben Vince Vaughn und Sean „Puffy“ Combs eine der Hauptrollen übernahm.

 

Im Kino war Jon Favreau zuletzt an der Seite von Kirsten Dunst und Paul Bettany in Wimbledon (Wimbledon, 2004), in Columbia Pictures’ Something’s Gotta Give (Was das Herz begeht, 2003) unter der Regie von Nancy Meyers und in Mark Steven Johnsons Daredevil (Daredevil, 2003) mit Ben Affleck in der Titelrolle zu sehen. Außerdem stand er als legendärer Schwergewichts-Champion Rocky Marciano in dem MGM-Biopic „Rocky Marciano“ (1999) vor der Kamera. Zu seinen weiteren Filmen zählen Love & Sex (Love & Sex, 2000) mit Famke Janssen, The Replacements (Helden aus der zweiten Reihe, 2000) mit Keanu Reeves, Very Bad Things (Very Bad Things, 1998) mit Christian Slater und Cameron Diaz und Deep Impact (Deep Impact, 1998) mit Robert Duvall, Morgan Freeman und Vanessa Redgrave. Sein nächstes Projekt als Schauspieler ist die romantische Komödie The Break-Up (2006) mit Vince Vaughn und Jennifer Aniston.

 

Zu den weiteren TV-Projekten von Jon Favreau zählten eine wiederkehrende Rolle in der populären NBC-Sitcom „Friends“ und ein Gastauftritt in der von der Kritik hoch gelobten HBO-Serie „The Sopranos“, bei dem er sich selbst spielte. Darüber hinaus kann Favreau den Titel „showrunner“ auf seinem Lebenslauf vermerken – er schuf, produzierte und moderierte die Emmy-nominierte IFC-Serie „Dinner for Five“.

 

 

DAVID KOEPP – Drehbuch

 

David Koepp schrieb und inszenierte die Filme Secret Window (Das geheime Fenster, 2004), Stir of Echoes (Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt, 1999), The Trigger Effect (Der große Stromausfall – Eine Stadt im Ausnahmezustand, 1996) und Suspicious (1994). Als Autor oder Ko-Autor war er an War of the Worlds (Krieg der Welten, 2005), Spider-Man® (Spider-Man®, 2002), Panic Room (Panic Room, 2002), Snake Eyes (Spiel auf Zeit, 1998), The Lost World: Jurassic Park (Vergessene Welt: Jurassic Park, 1997), Mission: Impossible (Mission: Impossible, 1996), The Paper (Schlagzeilen, 1994), Jurassic Park (Jurassic Park, 1993), Carlito’s Way (Carlito’s Way, 1993), Death Becomes Her (Der Tod steht ihr gut, 1992), Bad Influence (Todfreunde – Bad Influence, 1990) und Apartment Zero (1988) beteiligt.

 

 

JOHN KAMPS – Drehbuch

 

John Kamps kam in Genesee Depot, Wisconsin, zur Welt und machte seinen Abschluss 1987 an der University of Wisconsin im Fach Englische Literatur.

 

Als Drehbuchautor zeichnet er für The Borrowers (Ein Fall für die Borger, 1997) verantwortlich. Darüber hinaus arbeitete er an der Story für Mighty Morphin Power Rangers: The Movie (Power Rangers – Der Film, 1995) mit.

 

 

CHRIS VAN ALLSBURG – Romanvorlage

 

Chris Van Allsburg wuchs in Grand Rapids, Michigan, auf und wäre beinahe kein Illustrator geworden. Er besuchte die University of Michigan in Ann Arbor mit einer vagen Vorstellung, vielleicht einen Abschluss in Rechtswissenschaften zu machen, aber nach einem Einführungskurs für Zeichner entschloss er sich, Skulptur-Bildhauerei zu studieren. Im Jahr 1972 zog er um nach Providence, Rhode Island, und schloss dort in diesem Fach an der Rhode Island School of Design ab. Kurz nachdem er sein Studium beendet hatte, stellte Van Allsburg seine Skulpturen in Galerien von New York City aus, wo seine surreale Bildsprache ihn schnell als Künstler, den man im Auge behalten sollte, ins Gespräch brachte. Mit dem Zeichnen fing er erst an, als er an der RISD einen Lehrauftrag annahm und ihn ein kaltes Studio ganz am anderen Ende der Stadt von seiner Skulpturenarbeit abhielt.

 

Für seine Frau Lisa und etliche Freunde bewies Van Allsburgs mit seinen Zeichnungen einen sehr ausdrucksstarken narrativen Stil, den er perfekt als Illustrationen für Bücher einsetzen konnte. Der Verlag Houghton Mifflin war derselben Ansicht und nahm Van Allsburg für dessen erstes Buch unter Vertrag. Houghton Mifflin hat 15 seiner Bücher publiziert – von Van Allsburgs mit dem Caldecott Honor Award ausgezeichnetem Erstling „The Garden of Abdul Gasazi“ bis hin zu seinem letzten Buch, dem Weltraumabenteuer „Zathura“.

 

Der Erfolg von Chris Van Allsburgs Büchern „Jumanji“ und „The Polar Express“ kann nur als phänomenal bezeichnet werden. Beide wurden ebenfalls mit dem Caldecott Honor Award ausgezeichnet und beide wurden verfilmt: In Jumanji (Jumanji, 1995) spielte Robin Williams die Hauptrolle, in The Polar Express (Der Polarexpress, 2004) trat Tom Hanks unter der Regie von Robert Zemeckis vor die Kamera. Auch Van Allsburgs Bücher „The Widow’s Broom“ und „The Sweetest Fig“ sind mittlerweile für eine Verfilmung optioniert.

 

Im Laufe seiner außergewöhnlichen Laufbahn hat Chris Van Allsburg es nicht versäumt, den Intellekt der Leser herauszufordern, die Sinne zu beflügeln und die Vorstellungskraft anzuregen. Jedes einzelne ist ein Beweis seiner überschäumenden Fantasie – „ein Ort, an dem die gewöhnliche Welt der Bequemlichkeit und Ordnung auf eine Welt der Fantasie, Magie und manchmal sogar der Bedrohung trifft.“

 

Chris Van Allsburg lebt in Providence, Rhode Island, mit seiner Frau Lisa und den beiden Töchtern Sophie und Anna.

 

 

WILLIAM TEITLER – Produktion

 

Zuletzt produzierte William Teitler The Polar Express mit Tom Hanks unter der Regie von Robert Zemeckis, der auf dem mit dem Caldecott Award ausgezeichneten Buch von Chris Van Allsburg basiert. Danach folgte Fred Schepisis HBO-Miniserie „Empire Falls“ (2005) mit Paul Newman, Joanne Woodward, Ed Harris, Helen Hunt, Philip Seymour Hoffman und Robin Wright Penn, eine Adaption des Pulitzer-preisgekrönten Buchs von Richard Russo. „Empire Falls“ wurde für 10 Emmys nominiert.

 

Als nächstes wird Teitler eine weitere Van Allsburg-Adaption produzieren: The Widow’s Broom.

 

Darüber hinaus zeichnete Teitler als Produzent oder Ausführender Produzent für How To Deal (2003) mit Mandy Moore, eine Verfilmung des Romans von Sarah Dessen, für die Adaption des preisgekrönten Natalie Babbitt-Buchs Tuck Everlasting (2002) mit Ben Kingsley, Sissy Spacek, William Hurt und Alexis Bledel, für The Hurricane (Hurricane, 1999) mit Denzel Washington in der Titelrolle, der für den Golden Globe und den Academy Award® nominiert wurde, für die Van Allsburg-Verfilmung Jumanji mit Robin Williams und Bonnie Hunt, für Looking for Richard (Al Pacino’s Looking For Richard, 1996) von und mit Al Pacino, der mit einem DGA Award als Best Documentary Feature ausgezeichnet wurde, für Mr. Holland’s Opus (Mr. Holland’s Opus, 1995) mit Richard Dreyfuss, der ebenfalls für einen Academy Award® nominiert war, für Picture Perfect (Der gebuchte Mann, 1997) mit Jennifer Aniston und Kevin Bacon sowie für John Dahls Unforgettable (Im Augenblick des Todes, 1996) mit Ray Liotta und Linda Fiorentino verantwortlich.

 

Zu den weiteren TV-Credits von Teitler zählen die mit dem Cable Ace Award ausgezeichnete Serien „Tales from the Crypt“ für HBO und „Two-Fisted Tales“ für Fox sowie „Tales from the Darkside“ und „Moment of Fear“ für Laurel/LBS.

 

William Teitler und Chris Van Allsburg sind Partner in der Produktionsfirma Golden Means Productions. Derzeit entwickeln sie eine ganze Reihe von Projekten, darunter Adaptionen von „The Sweetest Fig“ und anderen Buchklassikern von Van Allsburg. Zu ihren weiteren geplanten Projekten zählen eine zeitgemäße Verfilmung von Henry James’ What Maisie Knew von Nancy Doyne und Carroll Cartwright und My Year of Meats, der auf dem Roman von Ruth Ozeki basiert.

 

Teitler ist Absolvent des Williams College und lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in New York City.

 

 

SCOTT KROOPF – Produktion

 

Scott Kroopf ist Präsident der Motion Picture Group von Intermedia. Derzeit finanziert und produziert Intermedia zusammen mit C2 Basic Instinct 2: Risk Addiction (2006) unter der Regie von Michael Caton-Jones mit Sharon Stone, David Morrissey und Charlotte Rampling in den Hauptrollen, den Columbia Pictures im Jahr 2006 in die Kinos bringen wird. Außerdem ko-finanziert die Firma zusammen mit Columbia Pictures R.V. (2006) von Barry Sonnenfeld mit Robin Williams in der Hauptrolle, der ebenfalls 2006 auf die Leinwand kommen wird. Des Weiteren hat Intermedia Filme wie Terminator 3: Rise of the Machines (Terminator 3 – Rebellion der Maschinen, 2003), Adaptation (Adaption, 2002), The Quiet American (Der stille Amerikaner, 2002) National Security (National Security, 2003), The Wedding Planner (Wedding Planner – Verliebt, verlobt, verplant, 2001), Iris (Iris, 2001) und Sliding Doors (Sie liebt ihn – sie liebt ihn nicht, 1998) produziert bzw. ko-finanziert.

 

Zuletzt produzierte Kroopf den weltweiten Hit The Last Samurai (Last Samurai, 2003) von Ed Zwick mit Tom Cruise in der Hauptrolle sowie Son of the Mask (Die Maske 2 – Die nächste Generation, 2005), The Chronicles of Riddick (Riddick – Chroniken eines Kriegers, 2004) und den Merchant-Ivory-Film Le Divorce (Eine Affäre in Paris, 2003) mit Kate Hudson und Naomi Watts. Außerdem überwachte er Michael Bays Remake von The Texas Chainsaw Massacre (Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre, 2003).

 

Bevor er zu Intermedia kam, war Kroopf Präsident und COO von Radar Pictures, die er im Jahr 1998 zusammen mit Ted Field gegründet hatte. Bei Radar war Kroopf für über 25 aktive Projekte verantwortlich, die eine gewaltige stilistische Bandbreite repräsentierten und von einigen der besten Filmemacher hergestellt wurden. Kroopf und Field hatten Radar auf dem Fundament der ehemaligen Firma Interscope Communications aufgebaut, wo Kroopf innerhalb von 14 Jahren über 50 Filme produziert und überwacht hatte, darunter Jumanji, Bill & Ted’s Excellent Adventure (Bill & Ted’s verrückte Reise durch die Zeit, 1989), Bill & Ted’s Bogus Journey (Bill & Ted’s verrückte Reise in die Zukunft, 1991), Pitch Black (Pitch Black – Planet der Finsternis, 2000), Runaway Bride (Die Braut, die sich nicht traut, 1999), Very Bad Things, Gridlock’d (Gridlock’d – Voll drauf!, 1997), Mr. Holland’s Opus, The Hand that Rocks the Cradle (Die Hand an der Wiege, 1992), Cocktail (Cocktail, 1988), Three Men and a Baby (Drei Männer und ein Baby, 1987) und Outrageous Fortune (Nichts als Ärger mit dem Typ, 1987). Bei Interscope startete Kroopf als In-house-Producer und Development Executive und wurde später zum Präsidenten der Firma.

 

Vor seiner Zeit bei Interscope war Scott Kroopf von 1982 bis 1985 Executive in Charge of Production bei Embassy Pictures, wo er in die Entwicklung und Produktion von Filmen wie Stand by Me (Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers, 1986), The Sure Thing (Der Volltreffer, 1985) und A Chorus Line (A Chorus Line, 1985) involviert war. Seine Karriere in der Produktion von Spielfilmen startete er bei Robe-Ackerman, einer Produktionsfirma für Werbespots, TV-Programme und Dokumentationen.

 

 

MICHAEL DE LUCA – Produktion

 

Michael De Luca gründete seine Firma Michael De Luca Productions im März 2004 und bereits kurz danach schloss die Firma einen Entwicklungs- und Produktions-Deal mit Columbia Pictures ab.

 

Als ehemaliger Produktionschef von Firmen wie DreamWorks und New Line Cinema konzentriert De Luca die Aktivitäten seiner Produktionsfirma auf die Entwicklung entsprechend budgetierter, provokativer und spezieller Filme von visionären Filmemachern sowie auf popkulturelle Genrefilme für ein Massenpublikum mit Franchise-Potenzial. Neben ZATHURA – EIN ABENTEUER IM WELTRAUM hat er zuletzt Ghost Rider (2006) mit Nicolas Cage unter der Regie von Mark Steven Johnson produziert.

 

Vor der Gründung von Michael De Luca Productions war er Head of Production von DreamWorks. Dort stand er dem Tagesgeschäft der Live-Action-Abteilung vor und war für die Produktion von Filmen wie Tod Phillips Old School (Old School, 2003) und Adam McKays Comedy-Hit Anchorman (Anchorman – Die Legende von Ron Burgundy, 2004) mit Will Ferrell sowie für Head of State (Das Weiße Haus sieht schwarz, 2003) und Win a Date with Tad Hamilton! (Total verknallt in Tad Hamilton, 2004) verantwortlich.

 

Davor verbrachte er sieben Jahre als Präsident und COO von New Line Productions. Während seiner Amtszeit schuf er Erfolge wie Friday (Friday, 1995), Blade (Blade, 1998), Austin Powers: International Man of Mystery (Austin Powers – Das Schärfste, was Ihre Majestät zu bieten hat, 1997), Rush Hour (Rush Hour, 1998) und deren Fortsetzungen. Auch für Hits wie Seven (Sieben, 1995), Wag the Dog (Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt, 1997), Pleasantville (Pleasantville, 1998) und Boogie Nights (Boogie Nights, 1997) war er verantwortlich – mit diesen Kassenerfolgen schob er die Karrieren von Regisseuren wie Jay Roach, Brett Ratner, Gary Ross, Alan und Albert Hughes, F. Gary Gray und den Farrelly-Brüdern an.

 

 

TED FIELD– Ausführender Produzent

 

Ted Field ist Inhaber der Produktionsfirma Radar Pichtures, ehemals Interscope Communications. Nachdem er im Jahr 1982 als Chairman von Interscope begonnen hatte, war er Produzent oder Ausführender Produzent von über 50 großen Kinofilmen, die zusammen ein weltweites Box-Office-Ergebnis von über drei Milliarden Dollar einspielten. Unter diesen Filmen sind The Last Samurai mit Tom Cruise, Texas Chainsaw Massacre, Runaway Bride, Jumanji, Mr. Holland’s Opus, The Hand that Rocks the Cradle, Three Men and a Baby, Cocktail, Bird on a Wire (Ein Vogel auf dem Drahtseil, 1992), Bill & Ted’s Excellent Adventure und Outageous Fortune.

 

Im Jahr 1990 gründeten Field und sein Partner Jimmy Iovine Interscope Records. Als eines der innovativsten Labels des US-Musikbusiness’ konnte Interscope Records Platin-Erfolge mit Künstlern wie Eminem, No Doubt, Dr. Dre, Snoop Doggy Dogg, The Wallflowers, Smash Mouth, BLACKstreet, 2Pac, Nine Inch Nails, Bush oder 4 Non Blondes einheimsen. 1999 führte Universals Akquisition von Polygram zu einer von Interscope geführten Gruppe von Plattenfirmen, die von Field und Iovine geleitet wurde, darunter so renommierte Labels wie Geffen und A&M. Field verkaufte Interscope im Jahr 2001 an Universal, wurde Chairman der Online-Musikfirma ARTISTSdirect, Inc. und gründete eine neue Plattenfirma, ARTISTSdirect Records, die etliche HipHop-, Rap-, Alternative- und Rock-Künstler vertritt.

 

Ted Field kam als Frederick Woodruff Field in Chicago zur Welt und wuchs in Chicago, Illinois und Anchorage, Alaska, auf. Seit er 21 Jahre als ist, lebt er in Südkalifornien.

 

Bis 1984 war er der Mitbesitzer von Field Enterprises, einem Medienkonglomerat, das zahlreiche TV-Sender, die Tageszeitung Chicago Sun Times sowie Cabot, Cabot and Forbes, eine große Immobilienfirma, besaß. Die Firma kaufte darüber hinaus Panavision Incorporated von Warner Communications, Inc. und verkaufte Panavision schließlich wieder im Jahr 1987. Außerdem war Field Investor von Partnerschaften, die sich zum Zweck der Akquisition von öffentlichen Gesellschaften zusammen taten, darunter zum Beispiel der von Crown Zellerbach Corporation.

 

Zu dem umfassenden philanthropischen Engagement von Ted Field zählt seine Unterstützung von Organisationen wie der American Foundation for AIDS Research (amfAR), der Alzheimer’s Disease and Related Disorders Association, des Sundance Institute, des The U.S. Holocaust Memorial Museum, der Rainforest Foundation, des Los Angeles Music Center und des Rape Treatment Center.

 

 

LOUIS D’ESPOSITO – Ausführender Produzent

 

Louis D’Esposito war zuletzt als Ausführender Produzent für den Actionthriller S.W.A.T. (S.W.A.T. – Die Spezialeinheit, 2003) mit Samuel L. Jackson und Colin Farrell verantwortlich. Davor arbeitete er als First Assistant Director für Filme wie Sweet Home Alabama (Sweet Home Alabama – Liebe auf Umwegen, 2002), Stuart Little 2 (Stuart Little 2, 2002), The Glass House (The Glass House – Das Glashaus, 2001), Hollow Man (Hollow Man – Unsichtbare Gefahr, 2000), Blast from the Past (Eve und der letzte Gentleman, 1999), I Still Know What You Did Last Summer (Ich weiß immer noch, was du letzten Sommer getan hast, 1998), The Shadow (Shadow und der Fluch des Khan, 1994), Demolition Man (Demolition Man, 1993), Hero (Ein ganz normaler Held, 1992), Basic Instinct (Basic Instinct, 1992), Once Around (Ein charmantes Ekel, 1991), The Freshman (Freshman, 1990) und Major League (Die Indianer von Cleveland, 1989).

 

Seine Karriere begann er als Second Assistant Director bei Filmen wie Brighton Beach Memoirs (1986), A Chorus Line und The Cotton Club (Cotton Club, 1984).

 

Louis D’Esposito wurde in New York City geboren und lebt derzeit in Los Angeles.

 

 

PETER BILLINGSLEY – Ko-Produzent

 

Peter Billingsley war schon als Kind ein Mitglied der Hollywood-Gemeinde und hat als solches sowohl vor der Kamera als auch hinter den Kulissen ausgiebig Erfahrungen gesammelt. Der höchst erfolgreiche Kinderdarsteller wechselte später ins Produktionsfach und bekam kürzlich eine Emmy-Nominierung für seine Arbeit als Ausführender Produzent der vierten Staffel der von der Kritik hoch gelobten TV-Show „Dinner For Five“ mit Jon Favreau.

 

Als Ausführender Produzent stellt Billingsley darüber hinaus zurzeit die romantische Komödie The Break-Up her. Jennifer Aniston und Vince Vaughn spielen die Hauptrollen in dieser ungewöhnlichen Liebesgeschichte, die dort beginnt, wo andere romantische Komödien enden: Nachdem sich Junge und Mädchen kennen gelernt und verliebt haben und in eine gemeinsame Wohnung gezogen sind, nimmt das Happy End ein abruptes Ende, als die beiden feststellen, dass der Lebensstil ihres jeweiligen Partners sie in den Wahnsinn treibt.

 

Darüber hinaus hat Billingsley als Ko-Produzent an Made mit Jon Favreau und Vince Vaughn gearbeitet. Fürs Fernsehen produzierte er Formate der großen US-Sender FX, Fox und Comedy Central.

 

Peter Billingsley wuchs unter den Augen der Öffentlichkeit auf und begann seine Karriere als Schauspieler im Alter von drei Jahren in einigen der berühmtesten TV-Werbespots der siebziger Jahre. Nachdem er als Kind in etlichen TV-Serien und Filmen gespielt hatte, lieferte der Emmy-nominierte Schauspieler eine berühmte Performance in dem beliebten Weihnachtsfilm A Christmas Story (Fröhliche Weihnachten, 1983) ab. Als Jean Shepherds junges Alter Ego Ralphie katapultierten ihn seine wiederholten Nachfragen nach einem Red-Ryder-Luftgewehr schnell in den Star-Himmel und die klassisch-moderne Weihnachtsgeschichte wurde dank seiner Mitwirkung zu einem pop-kulturellen Meilenstein.

 

Billingsley kam in New York City zur Welt und lebt ebenfalls in Los Angeles.

 

 

GUILLERMO NAVARRO – Kamera

 

Der Mexikaner Guillermo Navarro arbeitet seit über einem Jahrzehnt fest mit seinem Landsmann, dem Regisseur Guillermo Del Toro zusammen. Für ihn stand er nach ihrer ersten gemeinsamen Arbeit – dem preisgekrönten Cronos (Cronos, 1993) – zuletzt bei El espinazo del diablo (The Devil’s Backbone, 2001) und Hellboy (Hellboy, 2004) hinter der Kamera.

 

Darüber hinaus führte Navarro für eine Vielzahl von Filmen wie Quentin Tarantinos Jackie Brown (Jackie Brown, 1997) und Robert Rodriguez’ Desperado (Desperado, 1995) und From Dusk Till Dawn (From Dusk Till Dawn, 1996) sowie den Episodenfilm Four Rooms (Four Rooms, 1995), bei dem ebenfalls Tarantino und Rodriguez Regie führten, die Kamera. Zu seinen weiteren Credits zählen Spy Kids (Spy Kids, 2001), Silencio roto (2001), Spawn (Spawn, 1997), Imagining Argentina (Imagining Argentina, 2003), Stuart Little (Stuart Little, 1999) und The Long Kiss Goodnight (Tödliche Weihnachten, 1996). Fürs Fernsehen führte er bei dem National Geographic-Special „The Lost Kingdom of the Maya“, für das er eine Emmy-Nominierung erhielt, und TNTs „The Cisco Kid“ („Cisco Kid – Auf der Jagd nach dem Goldjungen“, 1994) unter der Regie von Luis Valdez die Kamera.

 

 

J. MICHAEL RIVA – Produktionsdesign

 

J. Michael Riva wurde für seine Ausstattung von Steven Spielbergs The Color Purple (Die Farbe Lila, 1985) mit einer Academy Award®-Nominierung geehrt. Außerdem designte er Charlie’s Angels (3 Engel für Charlie, 2000), und Charlie’s Angels®: Full Throttle (3 Engel für Charlie: Volle Power, 2003) sowie Ivan Reitmans Evolution (Evolution, 2001). Als Produktionsdesigner und Second Unit Director war er an A Few Good Men (Eine Frage der Ehre, 1992), Radio Flyer (Flug ins Abenteuer, 1992), Scrooged (Die Geister, die ich rief…, 1988) und The Goonies (Die Goonies, 1985) beteiligt. Darüber hinaus schuf er das Produktionsdesign von Dave (Dave, 1993), Six Days Seven Nights (Sechs Tage sieben Nächte, 1998), Congo (Congo, 1995), The Adventures of Buckaroo Banzai Across the 8th Dimension (Buckaroo Banzai – Die 8. Dimension, 1984), Lethal Weapon (Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis, 1987), Lethal Weapon 2 (Lethal Weapon 2 – Brennpunkt L.A., 1989), Lethal Weapon 4 (Lethal Weapon 4 – Zwei Profis räumen auf, 1998), Ordinary People (Eine ganz normale Familie, 1980), Bad Boys (Bad Boys – Klein und gefährlich, 1983) und Brubaker (Brubaker, 1980).

 

Zu seinen TV-Credits zählen der mit dem Emmy Award ausgezeichnete Film „Tuesdays With Morrie“ („Dienstags bei Morrie“, 1999) und „The 74th Academy Awards“, für die er eine Emmy-Nominierung bekam.

 

 

DAN LEBENTHAL – Schnitt

 

Dan Lebenthal war zuletzt für den Schnitt von The Woods (2006) und Jon Favreaus Weihnachts-Hit Elf zuständig. Darüber hinaus sorgte er bei From Hell (From Hell, 2001), Happy Campers (2001), Where the Money Is (Ein heißer Coup, 2000), American Pimp (1999), Very Bad Things, Deceiver (Scharfe Täuschung, 1997), Dead Presidents (Dead Presidents, 1995) und The Lounge People (1992) für den richtigen Rhythmus.

 

 

STAN WINSTON – Creature Design

 

Stan Winston hat mehr bemerkenswerte und unvergessene filmischen Figuren-Ikonen geschaffen als der legendäre Lon Chaney. Der vielfache Academy Award®-Gewinner ist der gefragteste Kreaturen-Designer der Welt, der für einige der innovativsten und sensationellsten Geschöpfe der Kinogeschichte verantwortlich war. Von The Terminator (Der Terminator, 1984) über die außerirdischen Monster in Aliens (Aliens – Die Rückkehr, 1986) und die atemberaubenden Dinosaurier in Jurassic Park bis hin zu dem wunderbaren Edward Scissorhands (Edward mit den Scherenhänden, 1990) hat Winston etliche Preise für seine Leistungen erhalten. Unter anderem wurde er mit vier Academy Awards® ausgezeichnet und für weitere zehn nominiert. Außerdem hat er drei British Academy of Film and Television Arts-Awards, zwei Emmys und zahlreiche andere Auszeichnungen der Filmbranche in seinen Vitrinen stehen.

 

Seine erste Oscar®-Nominierung bekam Winston für die Kreation des roboterhaften Make-ups in Heartbeeps (Herzquietschen, 1981), im ersten Jahr, in dem Make-up-Effekte offiziell als eigenständige Kategorie bei der Preisverleihung berücksichtigt wurden. Weitere Oscar®-Nominierungen erhielt er für Aliens, Predator (Predator, 1987), Edward Scissorhands, Terminator 2: Judgment Day (Terminator 2 – Tag der Abrechnung, 1991), Jurassic Park, Batman Returns (Batmans Rückkehr, 1992), The Lost World: Jurassic Park und zuletzt A.I.: Artificial Intelligence (A.I. – Künstliche Intelligenz, 2001). Seinen ersten Oscar® gewann er für Aliens, für den er auch mit einem BAFTA Award ausgezeichnet wurde. Für Terminator 2: Judgment Day wurde er mit zwei weiteren Academy Awards® in den Kategorien Best Makeup und Best Visual Effect sowie mit einem weiteren BAFTA Award für Best Achievement in Visual Effects ausgezeichnet. Den vierten Oscar® schließlich erhielt er für die Realisierung der Live-Action-Dinosaurier in Jurassic Park.

 

Stan Winston zog im Jahr 1969 nach Hollywood, um Schauspieler zu werden. Während er auf seinen großen Durchbruch wartete, verzichtete er auf die üblichen Jobs als Parkwächter oder Kellner. Stattdessen experimentierte er wie sein Vorbild Lon Chaney mit dem Design von Make-up, das er als mächtiges Werkzeug eines Schauspielers für die Gestaltung einer Figur einschätzte. Dies führte zu einer Stelle als Make-up-Auszubildender bei Disney und schließlich zu seinem ersten Emmy für den TV-Film „Gargoyles“ (1972). Zwischen 1973 und 1979 folgten fünf weitere Emmy-Nominierungen und für Winston entwickelte sich aus diesem Job eine eindrucksvolle Karriere. Er wechselte zu Kinofilmen und schrieb seitdem – durch die Zusammenarbeit mit Talenten wie James Cameron, Arnold Schwarzenegger, Joel Silver, Tim Burton, Tom Cruise und Steven Spielberg – Filmgeschichte.

 

Zuletzt konnte man die Arbeit von Stan Winston in Tim Burtons Big Fish (Big Fish – Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht, 2003), Rob Schmidts Wrong Turn (Wrong Turn, 2003), den Winston auch produzierte, in Jonathan Mostows Terminator 3: Rise of the Machines, Joe Johnstons Jurassic Park III (Jurassic Park III, 2001) und Steven Spielbergs A.I.: Artificial Intelligence (der ihm seine zehnte Oscar®-Nominierung einbrachte) bewundern. Winston und die Kollegen seines Studios sorgten auch bei Steven Spielbergs War of the Worlds für die Effekte, der im letzten Sommer weltweit in die Kinos kam.

 

Zu den TV-Credits von Winston zählen „The Autobiography of Miss Jane Pittman“ („Die Geschichte der Jane Pittman“, 1974) und die Miniserie „Roots“ (1977). Außerdem hat er bei zahlreichen Werbespots mitgearbeitet, darunter denen der AFLAC-Versicherung, in denen eine in den USA berühmte Ente auftritt. Darüber hinaus schuf er für Toys’R’Us „Geoffrey“ die Giraffe, den „King Kong“-Spot für Coca-Cola sowie die erfolgreichen Budweiser-Clips mit den „Budweiser Frogs“ und ihren komischen Gegenparts, den Echsen „Louie & Frank“. Als Regisseur inszenierte er Pumpkinhead (Pumpkinhead, 1989), für den er beim Paris Film Festival den Preis als Best First Time Director und einen Saturn Award in der Sparte Best Director bekam. Außerdem inszenierte er The Adventures of a Gnome Named Gnorm (Upworld, 1992) und Michael Jacksons Video „Ghosts“ zu Jacksons Song „Too Bad“, in dem er seine Kreativität und sein Talent für Creature Design und Special-Effects in einer gruseligen und unterhaltsamen Kombination aus Film, Musik und Tanz voll ausspielte.

 

Winston steht mittlerweile seiner eigenen Produktionsfirma vor, die Spielfilme entwickelt, inszeniert und produziert. Im Sommer 2003 war Stan Winston Productions für den Erfolg von Wrong Turn verantwortlich. Vorher produzierte er im Herbst 2001 die „Creature Features“ – fünf Originalfilme, die als Weltpremieren auf den Cinemax- und HBO-Networks im US-Fernsehen liefen. Diese Filme wurden von Stan Winston, Lou Arkoff und Colleen Camp produziert und sind Neuverfilmungen klassischer Horror- und Science-Fiction-Filme aus den fünfziger Jahren von Sam Arkoff.

 

Das Stan Winston Studio in Los Angeles fährt fort, neue Grenzen in den Bereichen Design, Make-up und Creature Effects auszuloten. Winston machte sich auch bereits früh die CGI-Technik zu Nutze und zählte Mitte der neunziger Jahre zu den Mitbegründern der erfolgreichen Computer-Effekt-Firma Digital Domain. Kürzlich formierte er eine neue Abteilung in seinem Studio unter dem Titel SW Digital, die sein Team von Creature Designern und Make-up-Künstlern in die Lage versetzen wird, mit neu geschaffenen Möglichkeiten und der Verschmelzung von Live-Action und CGI realistische Figuren zu erschaffen. Die Arbeit von SW Digital adelte unter anderem die Filme Sky Captain and the World of Tomorrow (Sky Captain and the World of Tomorrow, 2004), Garfield (Garfield – Der Film, 2004) und The Cat in the Hat (Ein Kater macht Theater, 2003).

 

Im Jahr 2001 gründete Winston Stan Winston Creatures – eine neue Firma, die Spielzeug und Comics herstellt und vertreibt und durch die man bisher nie gesehene Figuren beziehen kann, die der Fantasie der Künstler aus dem Stan Winston Studio entsprungen sind.

 

Neben seiner Arbeit genießt Stan Winston die Zeit mit seiner Familie, trainiert in seinem hauseigenen Fitness-Studio, das er für seine Angestellten eingerichtet hat, spielt mit seinen „großen Spielsachen“ (seinen Harley Davidson-Motorrädern und seinen Sportwagen) und engagiert sich in etlichen Wohltätigkeitsorganisationen, unter anderem in der Free Arts for Abused Children. Winston wurde bereits von dem County of Los Angeles für sein Engagement in der Gemeinde ausgezeichnet und hat für seine Verdienste um die Kunst zwei Titel als Honorary Doctorate of Humanities inne. Der erste stammt von der größten Kunsthochschule der USA – dem Savannah College of Art and Design –, der zweite von der Academy of Art College in San Francisco. Darüber hinaus erhielt Winston als zweiter Künstler im Bereich der Visual Effects einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Zuletzt widmete er seine Kreativität und seine Sponsortätigkeiten einer Zusammenarbeit mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT), mit dem er den realistischsten künstlich-intelligenten Roboter unserer Zeit entwickelte.

 

 

JOE BAUER – Visual Effects Supervisor

 

Joe Bauer war in Filmen wie Blade: Trinity (Blade: Trinity, 2004), Elf, Final Destination 2 (Final Destination 2, 2003), Frailty (Dämonisch, 2001), The Thirteenth Floor (The Thirteenth Floor, 1999), Simon Birch (Simon Birch, 1998), Knock Off (Knock Off, 1998) und Double Team (Double Team, 1997) als Leiter für die visuellen Effekte verantwortlich.

 

 

SONY PICTURES IMAGEWORKS, INC. – Special Effects

 

Sony Pictures Imageworks, Inc. ist eine mit Academy Awards®-ausgezeichnete Firma für modernste visuelle Effekte und Figuren-Animation, die sich der Kunst und dem Handwerk der digitalen Produktion und der Character Creation gewidmet hat. Für ihre Arbeit an Spider-Man® 2 (Spider-Man® 2, 2004) und dem computergenerierten Kurzfilm The ChubbChubbs! (2002) wurde die Firma von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences mit Oscars® geehrt, Nominierungen erhielt sie für Spider-Man®, Hollow Man, Stuart Little und Starship Troopers (Starship Troopers, 1997). Imageworks schafft es immer wieder, das Niveau der visuellen Effekte und der Figuren-Animation anzuheben und ist längst eine treibende Kraft in der Branche, die den weltbesten Künstlern auch die entsprechende modernste Technik liefern kann. Derzeit produziert Imageworks für die ersten beiden Spielfilme von Sony Pictures Animation, Open Season (2006) und Surf’s Up (2007). Außerdem war bzw. ist die Firma an The Chronicles of Narnia: The Lion, The Witch and the Wardrobe (Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia, 2005), The Prize Winner of Defiance, Ohio (2005), Monster House (2006), Ghost Rider und Spider-Man® 3 (2007) beteiligt.

 

 

LAURA JEAN SHANNON – Kostümdesign

 

Laura Jean Shannon entwarf zuletzt die Kostüme für die Filme Blade: Trinity von David S. Goyer, den Box-Office-Hit Elf von Jon Favreau und Anything Else (Anything Else, 2003) von Woody Allen.

 

Die innovative Designerin stattete darüber hinaus die Filme für einige der bemerkenswertesten Independent-Filme der letzten Jahre aus, darunter Darren Aronofskys Requiem for a Dream (Requiem for a Dream, 2000), Rose Troches The Safety of Objects (2001), Favreaus Made, Lodge Kerrigans Claire Dolan (1998) und Bob Gosses Niagara, Niagara (1997).

 

Ihre Karriere startete Shannon im Jahr 1991 als Produktionsassistentin in der Kostümabteilung bei Scent of a Woman (Der Duft der Frauen, 1992). Danach arbeitete sie sich schnell nach oben und war an großen Studioproduktionen und Independent-Filmen wie Carlito’s Way (Carlito’s Way, 1993), The Myth of Fingerprints (Das Familiengeheimnis, 1997) und The Object of My Affection (Liebe in jeder Beziehung, 1998) beteiligt. Ihren ersten Credit als Kostümdesignerin verbuchte sie mit Drop Dead Rock (1995).

 

Laura Jean Shannon lebt mit ihrem geliebten Hund Hunter in New York City.

 

 

 

JOHN DEBNEY – Musik

 

John Debney zählt zu den gefragtesten Komponisten Hollywoods. Bisher schrieb er die Musik für über 50 Spielfilme und bewies damit sein Talent, erinnerungswürdige Scores für eine ganze Bandbreite von Genres zu komponieren. Dies – und seine Reputation als Künstler, mit dem man bemerkenswert gut zusammenarbeiten kann – machen ihn stets zur ersten Wahl der besten und bekanntesten Produzenten und Regisseure.

 

Kritikerlob bekam Debney für seinen Oscar®-nominierten Score von Mel Gibsons The Passion of the Christ (Die Passion Christi, 2004), einem der zehn erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Darüber hinaus schrieb er zuletzt die Musik von Revolution Studios’ Christmas with the Kranks (Verrückte Weihnachten, 2004) von Joe Roth, Jon Favreaus Elf, Tom Shadyacs Bruce Almighty (Bruce Allmächtig, 2003) und Garry Marshalls Raising Helen (Eine Liebe auf Umwegen, 2004).

 

Zu Debneys weiteren Arbeiten zählen die Scores von Duma (2005), The Pacifier (Der Babynator, 2005), Lucky 13 (2006), The Scorpion King (The Scorpion King, 2002), The Princess Diaries (Plötzlich Prinzessin!, 2001) und dessen Fortsetzung The Princess Diaries 2: Royal Engagement (Plötzlich Prinzessin 2, 2004), Robert Rodriguez’ Familienfilme Spy Kids und Spy Kids 2: The Island of Lost Dreams (Spy Kids 2 – Die Rückkehr der Superspione, 2002), das animierte Abenteuer Jimmy Neutron: Boy Genius (Jimmy Neutron – Der mutige Erfinder, 2001) und I Know What You Did Last Summer (Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast, 1997).

 

Der Sohn des Produzenten Louis Debney machte seinen Abschluss im Fach Musik-Komposition am California Institute of Arts im Jahr 1979. Nach dem College arbeitete Debney mit dem legendären TV-Komponisten Mike Post und dem Hanna-Barbera-Komponisten Hoyt S. Curtin zusammen. Er schrieb danach Musik für TV-Projekte wie „Star Trek: The Next Generation“, „A Pup Named Scooby-Doo“ und „SeaQuest, DSV“. Die letztgenannte Serie bescherte ihm einen Emmy in der Kategorie Best Main Title. In den frühen neunziger Jahren begann Debney, die Scores für Independent-Filme zu komponieren und im Jahr 1993 bekam er seinen ersten Auftrag von einem großen Hollywood-Studio: Hocus Pocus (Hocus Pocus – Drei zauberhafte Hexen, 1993) mit Bette Midler in der Hauptrolle.

 

Zuletzt komponierte John Debney die Musik für den Trickfilm Chicken Little (Himmel und Huhn, 2005).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Technische Angaben

 

 

 

Filmlänge

101 Minuten

 

Bildformat

Breitwand,1,85:1

 

Ton

SRD

 

FSK

beantragt ab 6 Jahren

 

 

 Quelle: Sony