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Nabiha Dahhan Biografie
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Mit dem 13. Lebensjahr änderte sich mein Blick auf viele Dinge, die mich umgaben. Ich begann zu erkennen, inwiefern der Mensch in die Realität eingriff und bestimmte Botschaften verbreitete, um zu erreichen, dass bestimmte Dinge so wirkten, wie es gewünscht war. Seit dem faszinieren mich Gedanken über Wahrnehmung besonders. Ich sah, wie der Mensch in unserer Kultur, seinen Mitmenschen Informationen meist in einer Text-Bild Kombination präsentierte, um eine bestimmte Absicht zu verfolgen. Heute hat sich die Wirkung der modernen Bilder - und Medienwelt bereits verselbständigt. Ich gehöre zur letzten Kindergeneration ohne Mobiltelefon und zur ersten mit Computer. |

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Ich begann Bild- und Textinformation im täglichen Leben nicht mehr als fertiges Ganzes wahrzunehmen, sondern zerlegte die darin enthaltenen Informationen. Ein bestimmter Text hat in Verbindung mit einem bestimmten Bild eine besondere Wirkung. Diese Wirkung ist nun zu unserer Realität geworden. Wir selbst leben schon lange in einem Paradigma, das sich aus vielen reproduzierten Realitäten entwickelt hat. Ich erkannte die Macht, die Bilder haben können und kaufte mir meine erste Spiegelreflexkamera von meinem ersparten Taschengeld. |
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Als ich 1990 die goldene Jubiläumsausgabe von GEO lange studierte, wurde mir heiß und kalt als ich mit großer Faszination in die Wiedergabe erlebter und reproduzierter Realitäten eintauchte. Schnell wusste ich, dass ich selbst auch Bilder machen möchte, in die andere Menschen eintauchen können. |
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Der Ineffizienz der Schule sehr abgeneigt lief ich mit 14 Jahren ins Berufsinformationszentrum auf der Suche nach einer Perspektive, die mich motivieren könnte, bis zum Abitur durchzuhalten. Ich befürchtete, keinen Studiengang zu finden, der die vielen Bereiche meiner Persönlichkeit ausfüllen würde, aber ich fand ihn: Foto-Designer/ Foto-Designerin (Visuelle Kommunikation). |
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Ab sofort hatte ich ein Ziel auf das ich mit all meiner Phantasie, Inspiration, Zeit und maximaler Hingabe hinarbeitete. Zum Glück unterstützte mich auch meine Mutter - sie spürte, dass ich beim Fotografieren im Einklang mit mir selbst bin - sowie mein Opa, der sich immer freute mit mir technische Neuigkeiten auszutauschen. |
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In den sechs Jahren bis zur Aufnahmeprüfung an der FH Bielefeld war das schuleigene Schwarz- / Weißlabor mein zweites Zuhause, zwischen 14 und 16 Jahren konnte ich drei Mal öffentlich ausstellen, ich veranstaltete Diaabende meiner Reisen, bekam kleine Fotoaufträge und bekam für meine Facharbeit in Kunst, für die ich schon wie im Studium arbeitete, einen Preis. Schnell brachte jeder, der mich kannte, meinen Namen mit Fotografie in Verbindung. Was ich durch Jobs wie DJ im Alter von 14 bis 16 Jahren und später als Aerobic und Fitness Instruktorin verdiente, sparte ich alles immer für "Foto".
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| Seit dem studiere ich die Welt mit meinen Augen. Immer. Mit meinen Augen kann ich so viel mehr sehen, als das, was Menschen oft versuchen einen durch Worte glauben zu lassen.
Meine Photografien sind die Wiedergabe meiner Realität. Jeder Mensch sieht die Realität ein klein wenig anders - das ist auch der Grund, warum man 50 verschiedene Bilder bekommt, wenn 50 Menschen das gleiche Objekt fotografieren. |
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Der Akt des bewussten Fotografierens ist für mich eine der intensivsten Sinneserfahrungen, die ich als Mensch erleben kann. Bewusstes Sehen verschafft mir eine seelische Befriedigung. |
| Wenn der 1/125 Teil einer Sekunde darüber entscheiden kann, ob man ein Bild kreiert, dass die ganze Welt bewegt, dann ist jeder Bruchteil einer jeden Sekunde im Leben wichtig und bedeutungsvoll. Man braucht nur die richtige Aufmerksamkeit. Fotografieren bedeutet für mich, jeden Moment voll und ganz zu leben mit dem Versuch meine Sinne auszustrecken um den Himmel zu umarmen. |
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Nach dem Abitur machte ich 1996/97 das sechsmonatige Pflichtpraktikum in München bei der Werbeagentur Wächter & Wächter, wo ich auch die Hausaufgabe mit Thema "Durchdringung" für die Bewerbung an der FH Bielefeld fotografierte. Der bis dahin glücklichste Tag meines beruflichen Lebens war, als ich die Aufnahmeprüfung gleich beim ersten Versuch bestand! Mein Wunsch war in Erfüllung gegangen. Die ersten vier Semester waren geprägt von 16 Stunden Tagen, die ich an der Schule verbrachte, denn ich hatte noch keinen eigenen Computer und nutzte das Angebot bis zur Ermüdung. Ein großer Vorteil des Fachbereichs Gestaltung in Bielefeld ist, dass Studenten in den Werkstätten (Computerräume und Farblabor) auch nachts durcharbeiten können! So kam es oft vor, dass es nachts um 4 oder 5 Uhr irgendwann lustig wurde, wenn man anfing vor Müdigkeit albern zu werden und feststellte, dass man Farbstich und Schärfe eines Abzugs aus Übermüdung längst nicht mehr erkennen konnte. Auch im Verlauf der späteren Semester, als ich schon nicht mehr in Bielefeld wohnte, schlief ich als Nichtraucher oft auf der Couch in Raucherraum neben Kühlschrank und Aschenbecher. Mein Schlafsack wartete der zu dieser Zeit immer in meinem Spint lauf mich. |
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Die Stadt Bielefeld hat mich allerdings wenig inspiriert und auf Fotos von grauen Hochhäusern vor weißem Himmel hatte ich keine Lust. Schnell zog ich weiter, einen weiteren Traum zu verwirklichen: Einige Zeit in London leben und studieren. |
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Ohne Hilfe schaffte ich es 1999 im 2. Jahr des Bachelor Studienganges Photographic and Digital Arts der University of Westminster London aufgenommen zu werden. Die Zusage aus London war ein weiterer Meilenstein meiner Photolebensreise. Was dann folgte, waren zwei der wichtigsten, spannendsten, prägendsten und aufregendsten Jahre meiner Studentenzeit. Ich verlängerte um ein weiteres Jahr, da ich mich sehr wohl fühlte und außerdem noch den Abschluss machen wollte. Das Arbeitstempo war um ein vielfaches höher als in Bielefeld und zudem war 50% des Studieninhalts Theorie. Zum Vergleich: In Bielefeld hatten wir meist das ganze Semester Zeit pro Projekt., Zu viel Zeit für professionelles Niveau, allerdings kann man dadurch auch in die Tiefe gehen. In London gab es alle sechs Wochen eine neue Aufgabe, sowie einen neuen Essay. Der einzige Nachteil war, dass man im Gebäude nicht nachts arbeiten durfte und es daher vor den crits , den Präsentationen, oft eng wurde. |
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In dieser Zeit lernte ich auf allen Ebenen sehr viel und entdeckte meine ?Photoroots" wieder neu: Die Ur-Inspiration warum ich mit 13 Jahren begonnen hatte zu fotografieren war meine Liebe zu Licht und Farben. Mit der Serie * Wonderland * (London 2000) setzte ich diese neuen, alten Erkenntnisse aus meiner heutigen Sicht in einer künstlerisch-konzeptionellen Arbeit um. |
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In meiner Abschlussarbeit Is a self-portrait a portrait of the self? (London 2001) schloss ich einen weiteren Kreis meiner künstlerischen Fotografie, indem ich nun eine wissenschaftliche Analyse über das Selbstportrait schrieb (Themen: The self, identity and representation) sowie eine inszenierte Selbstportraitgeschichte fotografierte. Ein künstlerisch intuitiver Akt durch den ich schon als Teenager mit meinem Selbst experimentiert hatte und dessen Ergebnisse in meiner Bewerbungsmappe für Bielefeld mir wahrscheinlich auch zum Studienplatz verholfen hatten. Selbstportraits werden immer Teil der Reflexion über mein Lebens sein. |
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Nach zwei Jahren London war ich zunächst pleite und sehr erschöpft und beendete mein Studium in Bielefeld von Bremen und Hamburg aus, wo ich mich 2003 selbständig machte. Mit meiner Diplomarbeit * THE DREAM * (2004) bin ich nun ein weiteres Mal meinem Herzen gefolgt und erzähle eine Geschichte, die meinem Selbst und meiner Seele entspringt und für jeden Menschen von Bedeutung ist. |
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* THE DREAM * bereitet mir sehr große Freude, denn die Resonanz zeigt, dass ich es geschafft habe durch fotografische Inszenierung Künstlichkeit aufzuzeigen, während ich gleichzeitig an die jedem Menschen ureigene Sehnsucht nach innerer Authentizität und Natürlichkeit erinnere und Mut mache,
Bis Anfang 2005 wurde * THE DREAM * bereits auf der Photokina in Köln (09/2004), in der Aplanat Galerie für Fotografie, Hamburg (03/2005), in der online-Galerie von westend61.de und im CCCB Centro de Cultura Contemporània Barcelona (04/2005) gezeigt.
diese zu leben. |
zur Homepage http://www.nabiha.eu and www.unityart.eu (Nabiha und Thom) |
zum "ONGURUFRAGEBOGEN" NABIHA DAHHAN |
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Vom 05. September bis zum 27. Oktober 2006 zeigt das Fotografen - und Künstlerpaar Nabiha und Thom einen Aussschnitt ihres grossen Langzeitprojektes UNITY in der Gruppenausstellung Love is the message in der Galerie Storkower Bogen in Berlin.
Das Liebespaar dokumentiert sich seit 1997 in den unterschiedlichsten Situationen und Stimmungen des Alltags und auf Reisen selbst und hat so eine komplexe Serie von schonungsloser Direktheit und vertrauter Atmosphäre geschaffen. Die vielschichtige Dokumentation des wandlungreichen Liebespaares zeichnet sich vor allem durch den experimentellen Umgang mit Unschärfen, Farben und Ausschnitten aus. Auch die bewusst eingesetzte Schnappschuss-Ästhetik, wie sie beispielsweise bei der international renommierten Fotografin Nan Goldin zu finden ist, trägt zum Einfangen der jeweiligen Stimmung bei.
Nabiha und Thom
Galerie Storkower Bogen Storkower Str. 207 a 10369 Berlin Tel. 030 976 074 11 |
VITA
10. März – 02. Mai 2006 Einzelausstellung 8 1/2 Years zeigt Nabiha und Thom in der Galerie 11 | Gruner & Jahr, Hamburg / Vernissage, Donnerstag, 9. März 19 Uhr. Herzlich Willkommen!
7. Juli 2005 The Dream @ Hypegallery / Rencontres d `Arles 7. Juli – September 2005 The Dream @ online gallery berufsfotografen.com
25. Juni – 06. August 2005 Nabiha @ Klubfoto "Respekt" Fotosommer Stuttgart
21. Mai – 9. Juni 2005 Gruppenausstellung Klubfoto "Respekt" Klubfoto Galerie, Kaiser-Wilhelm Str. 61 Hamburg, Öffnungszeiten: Mi-Fr 12-19Uhr, Sa+So 12-16Uhr | Vernissage 20. Mai 2005 19Uhr
11. April – 31.Mai 2005 THE DREAM @ online Galerie Westend.61.de
16. – 17. April 2005 THE DREAM @ NON STOP Gruppenpräsentation | Freelens Jahrestreffen Show
17. - 30. April 2005 Gruppenausstellug EL SUENO– showing THE DREAM @ CCCB Centre de Cultura Contemporània BARCELONA | Vernissage 17. April 2005
11. März– 16. April 2005 THE DREAM @ Best of Aplanat @ APLANAT Galerie für Fotografie Lippmannstr. 69-71, 22769 Hamburg | Öffnungszeiten: Di-Fr 16-19Uhr, Sa 13-17Uhr | Vernissage 10. März 2005 18:30Uhr
22.Oct – 14.Nov 2004 Gruppenausstellung Klubfoto "Nachts" PPS Galerie, Hamburg
28.Sept. – 03.Oct 2004 Ausstellung THE DREAM @ PHOTOKINA, KÖLN
07/2004 Installation "View from Ko Tarutao, Thailand 2004 Sport Lounge U.L.C. Bremen
06/2004 Diplom Foto-Designer FH Bielefeld
seit 2003 Selbständige Fotografin Hamburg
01/2000 – 03/2000 Ausstellung Abstractions @ Design Agency Zapp, Baker Street LONDON
09/1999 – 06/2001 Studium: Photographic and Digital Arts an der University of Westminster, London
Abschuss BA (Hons) Photographic and Digital Arts 09/1997 –08/1999 Studium: Visuelle Kommunikation an der Fachhochschule Bielefeld Studienschwerpunkt Foto-/ Film-Design
01/1998– 06/1998 Ausbildung zum lizensierten Fitness Trainer Deutscher Aerobic und Fitness Verband (B-Lizenz)
03/1997 – 08/1997 Praktikum bei der Werbeagentur Wächter & Wächter in München
09/1996 – 02/1997 Studium: Anglistik, Romanistik und Philosophie an der Bayer. Julius-Maximilians-Universität Würzburg
06/1996 Abitur
02/1996 – 01/1997 Ausbildung zum international lizensierten Aerobic Instructor, Deutscher Aerobic und Fitness Verband (B-Lizenz), seit 1995 Kurse und Workshops in vielen deutschen Städten; Schwerpunkt:Wirbelsäule/Rücken
zwischen 1990 und 1993 erste lokale Ausstellungen und Portraitjobs, sowie DJ Job
1990 erste Nikon
04.10.1976 geboren in Würzburg
H.S Alle Texte und Bilder mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung von Nabiha Dahhan Photography 2005 © |