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Home : kunst_kultur : usersworld : ONGURU fragt: are U ?

ONGURU fragt: are U ?

how and where are u life ... tell ONGURU how do u see the world...your world...

ONGURU are all around the world...
the world is ONGURU...zwei ältere herren im park guell... der entworfen wurde durch a.gaudi...der auch das stadtbild von barcelona prägte... katalonien ... irgendwann werde ich dich wieder besuchen und nie wieder gehen....
gruss an ONGURU

München Airport. Sonnenschein, 11 Uhr - 28 Grad, die Frisur hält.
ONGURU sagt: fahre langsam..wenn es schnell gehen soll. 

Eingesandt von J.Scho. unbekannter Verfasser Thema Torf...und mehr

... wer das nicht erlebt hat, kann sich gar nicht reinversetzen in so 'n echten töffel. obwohl ich mir sicher bin, dass da oben bei uns in der gegend auch kaum noch jemand weiss, was das ist. dazu fällt mir aber direkt eines der "geflügelten worte" meiner oma - der gott der calvinisten, der ausschließlich mit menschen gnädig ist, die sich totgearbeitet haben, hab' sie selig - ein: "sall ick die 'n törf haalen?" was so viel bedeutete wie: a) wenn du schon müde bist, dann stütz dich nicht auf die hände, sondern lieber auf einen torfklumpen b) du faules stück würdest doch tatsächlich deine alte, abgearbeitete grossmutter rausschicken, um für dich was zu tun ... c) wenn du nichts zu tun hast, dann arbeite d) du bist faul e) du bist faul f) du bist faul g) :/ refrain indirekt steht es natürlich auch für die armut und eintönigkeit der menschen in dieser gegend. war bestimmt kein zuckerschlecken damals. ich kann mich noch erinnern, dass sie im verhältnis zu den meisten menschen zu der zeit dort - .. gott ..., hab' sie selig - erst sehr spät entdeckt hat, dass korn 'ne feine sache sein kann. sie bevorzugte die variante, das pinneken /(schnapsglas)/ bis zur hälfte mit zucker zu füllen und darauf den korn zu kippen, der dann anschließend gelöffelt wurde (da kann wenigstens keiner behaupten, man würde "suupen" /(saufen)/). im laufe der jahre steigerte sich ihr pensum kontinuierlich. ähnlich, wie die gute ulrike jokiel, die uns in den 80-ern regelmässig mit ihren jogurette-spots genervt hat, stand sie dann sogar nachts mehrfach auf, um sich das eine oder andere gläschen hinter die kiemen zu löffeln. sehr zum missfallen meiner mutter, die eigentlich nichts zu melden hatte, weil sie nur eingeheiratet hatte und die ihre wut deshalb gern zischend und adressatenlos im raum stehen liess. zu meinen bevorzugten zisch-äusserungen zählt definitiv "den wött uns noch te düür an fusel". /(die wird uns noch zu teuer "am" schnaps)/ wobei sie nun auch nicht gerade sparsam mit dem guten stoff umging. es gehörte zum guten ton, besuchern, die zwischen den mahlzeiten das heim betraten (die anderen wurden selbstverständlich mit durchgefüttert), mit einem korn oder weibliche besucher wahlweise mit einem likörchen (auch selbstgebranntes, gern!) zu beköstigen. um das bild der perfekten gastgeberin noch abzurunden, hatte sie auch stets alle zigarettensorten, die es in unserem kolonialwarenhandel "Klein" zu kaufen gab, im schrank, um dem männlichen gast die bevorzugte marke anbieten zu können. bis heute gilt meine mutter Gerda (die Häusliche) als eine seehr gute frau bei den dorfbewohnern. mama selbst trank nie. das erste mal, als ich sie abfüllte mit einem likör, den meine kleine schwester als deputat  abgestaubt hatte und was somit nicht als verschwendung gewertet werden konnte, gestand sie mir kichernd, ich sei ein produkt von "gummi kaputt". auf die frage, ob man denn von popp-- vor der ehe nicht in die hölle käme, hatte sie keine antwort. ich meine mich erinnern zu können, sie hätte den abend danach recht schnell beschlossen ... dieses trinkverhalten, das - wenn man mal die stark-religiös-beschikkerten rauslässt - allerorts stark um sich griff (man stelle sich vor, das nächste kino war 35 km entfernt, noch zu meiner zeit und wer an kultur interessiert war, der hatte die wahl zwischen drei deutschen und drei niederländischen fernsehsendern - ich erinnere mich noch an den komischen löwen, der immer duch ein holländisches programm huschte und dieses vergnügen war natürlich selten. ansonsten gab es zeltfeste, scheunenfeste, veranstaltungen für "junge" leute und unverheiratete in gaststätten mit angegliedertem festsaal, bei denen meist mehr oder weniger talentierte, dafür aber immer motivierte coverbands die aktuellen charts zum besten gaben oder den kegelverein für verheiratete. wem die kirche nicht ausreichte), machte mich vor allem in hinsicht auf unseren postboten sehr betroffen. eines tages kam er nicht mehr, berichtete nicht mehr den neuesten klatsch und nahm auch keine ausgehende post mehr mit. er war durch einen jüngeren ersetzt worden, der ausschließlich seiner aufgabe, die post abzuliefern, gerecht wurde. gut, die post kam dann auch mal vor dem mittag an aber ich war dennoch besorgt und fragte meine mutter, wo denn der "Hemme" geblieben sei. ich hatte immer den eindruck, dass sie sich gut verstanden hatten und auch, dass sie ihm immer gern das zweite gläschen eingeschenkt hatte, um auch die details zu erfahren. diese frage wurde mit der schroffen antwort: "der ist in frührente" beantwortet. als ich näher nachfragte, meinte sie "kein wunder, der war ja auch alkoholiker!". Ah ja. schade eigentlich. irgendwie hätte ich mich in meinem leben auch gern mal etwas ausführlicher mit ihr unterhalten ... das mit den dominanten genen scheint wohl keine garantie zu sein. abschliessend muss ich wohl noch sagen, dass meine oma sich bester gesundheit erfreute, bis sie im alter von 89 jahren still und ohne aufsehen das zeitliche segnete. ich hätte sie gern weich auf torf gebettet. sie hätte das bestimmt zu würdigen gewusst ...