
Quelle:VP - Vereingten Papierwarenfabriken
Die Tüte feiert Geburtstag: Älteste Papiertüte von 1906. Die
Tragetasche aus Papier wurde vor 100 Jahren von den Vereinigten
Papierwarenfabriken (VP) in Deutschland zum Patent angemeldet. Sie
erhielt am 17. Juli 1906 den Namen "Handfrei". Bis heute ist sie treues
Transportmittel beim Shopping und auffallendes Werbeinstrument: Ob als
unifarbener Klassiker, farbenfroher Eyecatcher oder Designertasche in
feinster Papierqualität. www.jahrhunderttueten.de
Happy Birthday Papiertüte: 100 Jahre "Handfrei" beim Einkaufen! /
Die Tragetasche aus Papier wurde am 17. Juli 1906 in Deutschland patentiert
Jeder hat sie in der Hand gehabt, denn ein Einkauf ohne sie ist
undenkbar: Die Papiertüte. Ob auf dem Kurfürstendamm oder den
Champs-Élysées, die Shoppinghilfe ist überall auf der Welt präsent.
Dabei ist kaum bekannt, dass die Tüte vor hundert Jahren von den
Vereinigten Papierwarenfabriken (VP) als „Papiertragetasche mit über
den Arm reichenden Trageband“ in Deutschland zum Patent angemeldet
wurde. Sie erhielt am 17. Juli 1906 den Markennamen „Handfrei“.
Vorher hatte man beim Einkaufen alle Hände voll mit aufwändig
verschnürten Paketen.
Die einfache aber geniale Konstruktion der Tragetasche aus Papier
hat sich bis heute bewährt. Im Laufe der Jahre wurde sie vor allem im
Bereich Verarbeitung, Druck und Design immer weiter perfektioniert.
Denn von Anfang an entdeckte der Handel die Tüte nicht nur als
praktisches Verpackungs- und Transportmittel, sondern als idealen
Werbeträger. Mit dem Durchbruch zum Massenprodukt Ende der 50er Jahre
wurde die Papiertasche zu einem Werbeinstrument mit hoher
Öffentlichkeitswirkung. 1968 war es daher ein wichtiger Fortschritt,
als die VP die Griffe innen einklebte und die gesamte Außenfläche für
Werbung frei machte.
Ende der 60er Jahre wurde die Papiertüte von der Plastiktüte vom
Verpackungsthron gestoßen. Die Kunststofftüte trat ihren Siegeszug
1961 an, als das Kaufhaus Horten sie erstmals in Großauflage
verteilte. Das Image der Plastiktüte verschlechterte sich jedoch, als
die Ökobewegung sie Ende der 70er Jahre als Müllverursacher
anprangerte und der Ausdruck „Jute statt Plastik“ zum geflügelten
Wort wurde. In den 80er Jahren erlebte die Papiertüte dann eine
Renaissance, als die Nachfrage nach hochwertigen und
umweltfreundlichen Verpackungen immer stärker wurde. Sie avancierte
sogar zum Kunstobjekt: Viele Künstler, wie Andy Warhol, Joseph Beuys
oder Rolf Iseli, haben Tüten mit Ihren Werken oder Ihrer Signatur
geadelt.
Dass sich die Papiertüte bis heute als Verkaufsschlager bis ins
Luxussegment durchgesetzt hat, liegt auch an ihrer Wandelbarkeit. Sie
ist ein wahres Chamäleon: Ob als Klassiker im unifarbenen Look, als
farbenfrohen Eyecatcher oder als hochwertige Designertasche in
feinster Papierqualität. Es gibt sie sogar als kunstvolle
Postertasche, die auseinandergeschnitten an die Wand gehängt werden
kann. Die Tüte erregt heutzutage sogar das Interesse der
Wissenschaftler. So hat die Universität Köln den Umgang mit
Tragetaschen untersucht und acht Tüten-Typen klassifiziert:
Beispielsweise den „Prestigeorientierten“, den
„Ökologieorientierten“, den „Provokateur“ oder den „Sorglosen“.
Quelle: www.jahrhunderttueten.de

|