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Home : onguruklaertauf : ernaehrung : Ernährungs-Irrtümer - - - Hier lesen Sie die Wahrheit - - -

Ernährungs-Irrtümer - - - Hier lesen Sie die Wahrheit - - -

Paprika und Karotten besser als Salat
Der bekannte Lebensmittelchemiker Udo Pollmer bescheinigt Blattsalat die "Ernährungsphysiologie eines Papiertaschentuchs mit einem Glas stillen Wasser". Im Klartext heißt das: Während Karotten oder Grünkohl durch einen hohen Carotin-Gehalt glänzen und Paprika durch viel Vitamin C punkten kann, zeichnet sich Blattsalat - ebenso wie Gurken - einzig und allein durch seinen hohen Wassergehalt (über 95 Prozent) aus. Wer sich also mit Vitaminen versorgen will, sollte an seinen Salat viel rohes Gemüse schnippeln und den Blattsalat wie Kopf-, Eisberg- oder Endiviensalat allenfalls als dekorative Zugabe betrachten.

Obst und Gemüse nicht arm an Vitaminen
Während der Nährstoffgehalt von Blattsalaten in der Regel überschätzt wird, hält sich gleichzeitig der Mythos, in Obst und Gemüse sei "kaum noch was drin". Doch ein neuer Forschungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) belegt: Obst und Gemüse sind seit den 50er Jahren nicht verarmt, weder an Vitaminen noch an Mineralstoffen. Richtig ist allerdings, dass der Nährstoffgehalt von Frischkost umso größer ist, je länger das Gemüse reifen konnte und je kürzer die Lagerungszeit nach der Ernte ist. Wer sein Gemüse sorgfältig aussucht und frisch verzehrt, braucht daher keine Vitaminpillen.

Eier sind besser als ihr Ruf
Ein ebenso weit verbreiteter Irrtum ist der Glaube, Eier seien ungesund. Zwar enthalten die Hühnerprodukte viel Cholesterin. Dies führte jahrelang zu der Annahme, sie könnten auch den Cholesterinspiegel im Körper erhöhen. Allerdings ist nur ein Teil des im Blut zirkulierenden Cholesterins, das so genannte LDL-Cholesterin, schädlich für die Gefäße. Neue Studien zeigen, dass Eier den Spiegel an dem schädlichen LDL-Cholesterin im Körper nicht erhöhen. Zudem sind Eier wichtige Lieferanten an wertvollem Eiweiß und fettlöslichen Vitaminen.

Pilze: Aufwärmen oder nicht?
Viele der heute noch verbreiteten Ernährungsirrtümer entstammen auch Ratschlägen unserer Großeltern. So ist an der Behauptung "Spinat und Pilze darf man nicht aufwärmen" durchaus etwas Wahres dran. Denn bei langem Stehen im Warmen können sich in Spinat und Pilzen giftige Stoffe bilden. Wird das Essen aber zügig abgekühlt und im Kühlschrank aufbewahrt, droht allerdings keine Gefahr. Was vor einigen Jahrzehnten durchaus noch seine Richtigkeit hatte, ist in Zeiten von Kühlschrank, Eisfach und Mikrowelle teilweise überholt.

Abends essen macht dick.
Blödsinn!

"Es macht keinen Unterschied, wann man die Kalorien aufnimmt", sagt Ernährungswissenschaftlerin Andrea Jahnen. Fürs Gewicht ist entscheidend, wie viel man am Tag isst, und nicht wann. Die Empfehlung, abends nicht zu viel und zu reichhaltig zu essen hat einen anderen Grund: Wer sich abends den Magen voll schlägt, schläft unruhiger, weil das Essen noch verdaut werden muss.

*

Grüner Salat ist gesund.
Naja!

Grüner Salat zählt nicht gerade zu den Vitaminbomben, denn er besteht hauptsächlich aus Wasser. Vor allem Treibhaus-Salat ist arm an Vitaminen, dafür reich an schädlichem Nitrat. Wesentlich gesünder ist ein bunter Salat aus rohem Gemüse. Denn Paprika, Tomaten und Möhren haben mehr Zeit zum Wachsen und bilden daher mehr gesunde Nährstoffe.

*

Kartoffeln machen dick.
Falsch!

An kohlenhydratreichen Lebensmittel wie Kartoffeln oder Nudeln können Sie sich satt essen, ohne gleich auf die Waage schielen zu müssen. Denn Kohlenhydrate füllen den Magen, liefern aber nur halb so viele Kalorien wie Fett.

*

Spinat und Pilze darf man nicht aufwärmen.
Naja.

Zwar können sich bei langem Stehen im Warmen in Spinat und Pilzen giftige Stoffe bilden. Wird das Essen aber zügig abgekühlt und im Kühlschrank aufbewahrt, droht keine Gefahr. Auch das Erwärmen sollte zügig geschehen. Auf längeres Warmhalten sollten Sie besser verzichten.

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Fast Food macht süchtig.
Nein!

Es gibt keine Suchtstoffe in Burgern oder Pommes. Allerdings wird das Essverhalten häufig schon im Jugendalter antrainiert. Wer also schon als Kind täglich Burger isst, wird das mit hoher Wahrscheinlichkeit auch als Erwachsener tun. Und das ist auf Dauer ungesund.

*

Von Schokolade bekommt man Pickel.
Jein.

Zumindest gilt das nicht für jeden. Nur wer Schokolade oder deren Inhaltsstoffe nicht verträgt, bekommt Pickel. Allerdings gibt es nicht wenige Menschen, die empfindlich auf fettreiche Lebensmittel reagieren. Die Poren der Haut verstopfen leichter, es können sich Mitesser und Pickel bilden.

*

Mit "Light"-Produkten nimmt man schneller ab.
Falsch!

Bei Light-Produkten wird Fett häufig durch Wasser ersetzt oder durch Aufschäumen voluminöser gemacht. Dadurch sättigen die vermeintlichen Schlankmacher schlecht, der nächste Hunger kommt schneller. Achtung: Der Begriff "Light" ist nicht geschützt. Mitunter enthalten die Produkte genauso viel Fett, dafür aber weniger Zucker.

*

Nach Steinobst darf man nichts trinken.
Falsch!

Trinkwasser war früher stark mit Keimen belastet. Diese können die Früchte zersetzen und zu Blähungen und Durchfall führen. Heute hat Trinkwasser bei uns eine gute Qualität. Nebenwirkungen sind bei normalen Mengen an Obst und Wasser nicht zu befürchten.

*

Karotten sind gut für die Augen.
Jein.

Karotten enthalten Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A. Dieses ist am Sehvorgang beteiligt. Ein Mangel kann das Sehen bei Dunkelheit beeinträchtigen. Kurz- oder Weitsichtigkeit werden jedoch weder durch Karotten noch durch Vitaminpräparate beeinflusst.

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Spinat enthält besonders viel Eisen.
Nein!

Die falsche Berechnung eines Wissenschaftlers im 19. Jahrhundert führte zu diesem Glauben, der sich bis heute hartnäckig hält. In 100 Gramm frischem Spinat sind nur vier Milligramm Eisenenthalten, etwa so viel wie in einer Portion Nudeln.


Quelle und Copyright: t-online
Wir bedanken uns für die freundliche Zusammenarbeit.


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