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Home : onguruklaertauf : stevia : stevia.html

 

Pressestimmen zum Thema

Süßes Wunderkraut ersetzt Zucker

New York – Zucker und Süßstoff bekommen gesunde Konkurrenz: Das bislang unbekannte Kraut „Stevia“ schmeckt nicht nur zuckersüß, sondern ist obendrein noch supergesund.

Der kalifornische Arzt Ray Sahelian: ,,Es enthält keine Kalorien, hebt nicht den Blutzucker, schützt die natürliche Mundflora und hat keinen chemischen Beigeschmack." Bei US-Diätfans ist ,,Stevia" bereits der Renner. In Südamerika werden die getrockneten Blätter der Pflanze schon seit Jahrzehnten als Süßstoff verwendet. Ihr Geheimnis: Sie sind zehnmal so süß wie Tafelzucker.

Bild-Zeitung Ausgabe BRD 26-06- 2001


 

 


Echt süß!
Schon was von Stevia gehört?

Süßstoff mag nicht jeder, Honig paßt nicht Immer, und Zucker wollen viele nicht.
Gut, daß es noch was anderes gibt: Reformhäuser und Naturkosthandel bieten neue Süßmacher für jeden Geschmack.

Die Honig-Blätter der Indios
Stevia, die Chrysanthemenart mit süßen Blättern, wächst wild in Brasilien und Paraguay. Die Indios nehmen das Kraut seit Jahrhunderten zum Kochen. Heute wird es auch in Asien, Israel und den USA angebaut. Bei den Japanern landet der Süßmacher schon in Kaugummi, Joghurt, Cola light und Sojasoße, würzt eingelegtes Gemüse und Fischgerichte. Bei uns ist der Pflanzenstoff aber noch ein Geheimtip. Der Grund: Stevia wurde bisher nicht als Süßungsmittel zugelassen. Deshalb werden die getrockneten und geriebenen Blätter nur als ,,Stevia-Tee"angeboten. Er schmeckt angenehm süß und erinnert in stärkerer Konzentration an Süßholz. Auf der Packung steht der Hinweis, daß man den Aufguß (ein halber Teelöffel Blätter auf eine Tasse kochendes Wasser) als ,,natürliches Würzmittel" für Getränke und Speisen verwenden kann. Und mit Steviapulver und -extrakt kann man auch kochen und backen. Warum gibt's also kein grünes Licht von den Behörden? ,,Weil Belege fehlen, daß das Produkt nicht gesundheitsschädlich ist, erklärt das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin. Die deutsche Importeurin Helga Zeck-Weitz vermutet einen anderen Grund. ,,Die Zucker- und Süßstoff-lndustrie will nicht, daß wir ihr Konkurrenz machen."

Tatsächlich gibt es keine Langzeitstudien zur Verträglichkeit, dafür aber eine ganze Reihe von Untersuchungen. Durch die weiß man, daß die Pflanzenblätter reich an Eisen und Mangan sind, 15mal süßer als Zucker und obendrein noch zahnfreundlich! Und die Indios benutzen Stevia auch gegen Bluthochdruck, Diabetes und Sodbrennen.
Aus Brigitte 15/99, Seite 198-199, Susanne Kuessner: ,,Echt Süß! "


Natürliches Süßungsmittel: Kennen Sie Stevia?

Besser bekannt ist Stevia rebaudiana unter der Bezeichnung Süßkraut. Es handelt sich um eine Pflanze aus Paraguay, die dort unter dem Namen Caä Hee' zum Süßen von Speisen und Getränken verwendet wird. Ihre Blätter enthalten verschiedene Terpenverbindungen wie zum Beispiel Steviosid, die um ein Vielfaches süßer sind als Zucker. Mit Zucker hat Stevia aber nur den süßen Geschmack gemeinsam, denn es enthält weder Kalorien, noch fördert es Karies. Gesundheitsschädliche Einflüsse von Stevia sind nicht bekannt.

In einigen Ländern wie Japan oder USA ist Steviosid auch isoliert als Süßungsmittel zugelassen. In Deutschland wird bisher nur das getrocknete Kraut als Tee oder Pulver beispielsweise in Apotheken angeboten. Der süß schmeckende lnhaltsstoff löst sich in kalten Flüssigkeiten und ist hitzebeständig. Mit Süßkrautauszügen können neben Getränken auch Süßspeisen oder Kuchen kalorien- und kohlenhydratfrei gesüßt werden.
Aus: Diabetiker Ratgeber 6/99



 

Ilse Jaehner:
Blätter süß wie Zucker und weitaus gesünder
Süßstoff aus eigenem Garten oder vom Balkon

Zucker ist als Nahrungsmittel so gut wie wertlos und für die Gesundheit nicht eben zuträglich. Daher versuchen viele Menschen, mit allerlei Ersatz-Süßstoffen die Verwendung von Zucker zu vermeiden. Allerdings sind auch diese meist nicht ganz ohne Probleme.

Konkurrenzlos süß

Nun gibt es eine Pflanze mit soviel Süße in ihren Blättern, dass Zucker oder Süßstoffe nicht mithalten können. Diese Pflanze kann ohne weiteres im Garten wachsen oder auf dem Balkon, jedenfalls von Mai bis Herbst.
Der kleine Strauch, botanisch Stevia rebaudiana, stammt aus dem Grenzgebiet von Paraguay und Brasilien, also aus einem wärmeren Klima als hierzulande. Seine Blätter enthalten den Süßstoff Steviosid, der an Süßkraft ziemlich konkurrenzlos ist. Die einheimische Bevölkerung benutzt schon lange die Blätter zum Süßen. Inzwischen folgten Japan, China, Israel und andere Länder diesem Beispiel mit gutem Erfolg. Das wäre selbstverständlich auch hier möglich, doch gibt es amtliche Einwände gegen den kommerziellen Vertrieb von Süßmitteln auf Stevia-Basis.
Die Gründe sind nicht recht einzusehen. Trotzdem kann man in den Genuss der gesunden Süße kommen, indem man Süßkraut selbst kultiviert. Jungpflanzen werden im Frühjahr zunehmend von Gärtnereien angeboten, die sich auf Anzucht von Kräutern aller Art spezialisiert haben. Die Anzucht aus Samen ist schwierig und unsicher.
Da Süßkraut entsprechend der Herkunft Licht und Wärme liebt und keinen Frost verträgt, zieht man hierzulande am besten in Töpfen von mindestens 20 Zentimetern Durchmesser oder in kleinen Kübeln, die ab Mitte Mai bis Anfang Juni recht warm und sonnig stehen sollten, im Garten oder auf dem Balkon. Zum Einpflanzen gut geeignet sind humose Gartenerde oder handelsübliche Pflanzenerde für Balkonblumen. Es wird mäßig gegossen und gedüngt. Sowie es im Herbst kühler wird, kommt die Pflanze ins Haus. Überwintert sie bei 15-20 Grad, behält sie ihre Blätter. Geerntet sollte in dieser Zeit nicht werden. Steht sie kühler, zieht sie ein und treibt im Nachwinter bei wärmerem Stand neu.

Flüssiger „Zucker"

Man verwendet die grünen Blätter direkt zum Süßen von Tees, Salaten, Süßspeisen, Eis und dergleichen. Oder man übergießt die Blätter mit kochendem Wasser, lässt 10 Minuten ziehen, seiht ab und süßt mit dem Süßkraut-Wasser. Noch intensiver ist Extrakt aus 50 bis 150 Gramm frischen oder getrocknetten Blättern, die mit kochendem Wasser übergossen 30 Minuten köcheln und dann abgeseiht werden. Im Kühlschrank hält sich die Flüssigkeit einige Wochen. Zerstampfte getrocknete Blätter kann man wie Zucker über Speisen streuen und dienen zum Süßen im Winter.

aus: Wiesbadener Kurier vom 22.Juli 2002, Seite 9

 

 



Ingrid Schlotterbeck: Stevia versus Zucker

Die gesunde Alternative zu Zucker und Süßstoffen Zucker ist für gesund heitsbewußte Menschen schon seit längerem "out“, oder wird bestenfalls schlechten Gewissens konsumiert. Zucker läßt Karies entstehen und ist verantwortlich für die "Entkalkung von Zähnen und Knochen. Er führt zu Blutzucker- Schwankungen, Altersdiabetes, Magenkrankheiten. Er verursacht Vitamin-B-Mangel, schwächt das Immunsystem und läßt Kinder hyperaktiv werden. Er kann eine Fettleber begünstigen, führt unweigerlich zu Übergewicht, fördert die Krebsbildung und Akne. Er kann Depressionen auslösen und den Herzinfarkt, Kolitis und Kinderlähmung und - Zucker macht süchtig.

Lust auf Süßes - angeboren Die Geschmacksrichtung "süß" ist nun mal für den Menschen begehrenswert und wirkt angenehm auf die Psyche das ist angeboren, mit dieser Vorliebe kommen wir alle schon auf die Welt. Schon die Süße des Fruchtwassers hinterläßt eine solche Prägung beim Embryo, und später beim Säugling die extrem süße Muttermilch, die süßer als jede Tiermilch ist. Der amerikanische Professor Paul Rozin sagt: "In der Liebe zu Süßem spiegelt sich auch eine uralte Menschheitserfahrung wider, denn auf der ganzen Welt gibt es keine für den Menschen giftige Früchte die süß schmecken.“

So ist es kein Wunder, dass Kinder ewig nach Süßem verlangen, jedoch macht man das Problem schlimmer, wenn man ihnen nachgibt. Da Zucker ein isoliertes Kohlenhydrat ist, nimmt es dem Körper zu seiner Vitamine der B-Gruppe. Diese sind aber für eine ausgeglichene Stimmung und ein stabiles Nervensystem unentbehrlich. Fazit: Die Kinder werden auf Dauer unruhig, hyperaktiv und sogar aggressiv. Es ist ein Skandal, daß in den Cafeterias und Pausenshops der Schulen überwiegend stark zuckerhaltige Nahrungsmittel angeboten werden

Schlimmer als Zucker Weil sich viele Menschen des Problems durch die Zuckeraufnahme sehr wohl bewußt sind, greifen sie zu künstlichen Süßstoffen und glauben, sie hätten eine gesunde Alternative gewählt. MAGAZIN 2000plus wollte bereits 1998 einen aufklärenden, kritischen Artikel mit dem Titel "Aspartam, das süße Gift Der gefährlichste Lebensmittelzusatz?" über den künstlichen Süßstoff, der in einer großen Anzahl von Lebensmitteln weltweit verwendet wird, veröffentlichen. Die Information über die Gefährlichkeit dieses Produkts an die Öffentlichkeit wurde aber im letzten Moment, mit vielen Unannehmlichkeiten für die Herausgeberin, vom Hersteller verhindert.

Die gesundheitsschädigenden Wirkungen wie Kopfschmerzen, Depressionen, epileptische Anfälle, Übelkeit, Konzentrationsschwäche und viele mehr - bis zum erhöhten Krebsrisiko, die bei dem Konsum von Saccharin und Cyklamat drohen, ist bis heute nicht widerlegt. In England und den USA wurde Cyclamat verboten, außerdem sind auch bei uns Süßstoffe für Säuglinge und Kleinkinder generell verboten. Süßstoffe, die auch von Menschen bevorzugt werden, die auf ihre Linie achten, bewirken allerdings das Gegenteil: Sie machen auf Dauer dick. Bei der Einnahme signalisiert die Süße dem Körper, daß Zucker kommt. Er bereitet sich Z.B. mit Insulinausschüttung darauf vor, aber es kommt kein Zucker. Der Körper wird praktisch sozusagen betrogen. Die Folge ist eine Unterzuckerung und plötzlich auftretende Heißhungerattacken, die letztlich dazu führen, daß man doch zunimmt. Seit Jahren werden künstliche Süßstoffe in der Tiermast erfolgreich eingesetzt.

Das "süße Glück" Stevia rebaudiana, das "Honigblatt, das von den Indianern Paraguays auch "das süße Gluck" genannt wird, ist endlich auch bei uns auf dem Vormarsch. Seit Jahrhunderten schon benutzen es die Indianer Mittelamerikas zum Süßen ihres Mate-Tees, aber auch zu Heilzwecken zum Beispiel bei Diabetes, Bluthochdruck und bei Hautproblemen. Seinen poetischen Beinamen erhielt es, weil es ohne drogenähnliche Wirkung positiv auf die Emotionen wirkt und die gute Laune fördert.

Ein einziges Steviablatt ist bis zu zwanzigmal süßer als Zucker, und der Steviosid-Auszug hat 300mal mehr Süßkraft. Außerdem ist es kalorienfrei, was besonders in den Industrieländern als ideal angesehen werden muß, da viele Menschen hier in der Regel deutlich übergewichtig sind. in Japan hält "Kajahe", die Übersetzung für "Honigblatt", bereits mehr als 50% des Süßmittelmarktes. Bei allen Produkten, die Zucker oder Zuckerersatzstoffe enthalten, kann Stevia als "Genuß ohne Reue" eingesetzt werden.

1901: Ein süßer Stern geht auf Aber obwohl Stevia erst jetzt wörtlich und bildlich - in vieler Munde ist: Entdeckt wurde es bereits 1901 von dem Schweizer Botaniker Moses Bertoni:

"Ein paar kleine Blätter sind aus reichend, um eine Tasse starken Kaffees oder Tees zu süßen. Außer dem gibt es keinerlei giftigen Substanzen, die seinen Gebrauch einschränken. Stevia ist nicht nur nicht toxisch, sondern im Gegenteil gesund."

Auch später wurde nie irgendeine gesundheitsschädliche oder auch nur beeinträchtigende Wirkung für den menschlichen Körper beobachtet, man kann wahrscheinlich sagen, daß das Gegenteil der Fall ist. Innerlich und äußerlich angewendet, tut Stevia gut. Äußerlich setzen  die südamerikanischen Indianer  Stevia als Wundheilmittel ein, es soll  bei Ekzemen, Akne, Schuppenflechte  und anderen Hautproblemen helfen.  Sie stellen eine Mischung aus Steviablättern, Chrysanthemenblättern und mit Wasser verdünnter Heilerde her,  die bei Pigmentflecken jeglicher Art,  bei Insektenstichen und Falten helfen soll.

In Europa ist Stevia noch in der Forschung. Ein ganz wichtiges Kriterium in unseren Breitengraden für Stevia wäre die Aufnahme bei Übergewicht, da es bei 100 Milligramm (ca. einer Portion) weniger als eine halbe Kalorie enthält und quasi als eine Art unbedenklicher Appetitzügler auf fettige, ungesunde Speisen fungiert.

Daß es ein ideales, gesundes und nebenwirkungsfreies Süßmittel für Diabetiker ist, ist inzwischen eindeutig und offiziell in Japan anerkannt. Diabetiker, die Stevia eingenommen haben, bestätigen schon bei geringen Dosen pro Tag mehr Energie und Wohlbefinden.

Schön mit Stevia Die Indianer Südamerikas benutzen Stevia seit Jahrhunderten auch als Kosmetikum, und zwar nicht nur zur allgemeinen Pflege, sondern vor allem bei Hautproblemen jeder Art. Das wurde nun von den Kosmetikfirmen aufgegriffen, und es gibt in den USA und Japan ganze Kosmetik- und Hautpflegeserien auf SteviaBasis. Ganze Blätter sowie Extrakte und angerührte Pulver aus Stevia haben sich bewährt, um die Haut weicher und glatter zu machen und somit Fältchen verschwinden zu lassen, Unreinheiten zu bekämpfen und ihren Tonus zu verbessern. Auch in der Haarkosmetik wie bei Schuppen, Haarausfall, grauen, stumpfen und glanzlosen Haaren hat sich Stevia in den erwähnten Ländern bewährt.: Etwas Stevia, dem Shampoon beigegeben, eine Weile einwirken lassen. Besonders wirkungsvoll ist eine Kurpackung mit Stevia, das sie mit Olivenöl und Eigelb mischen, abgedeckt eine Stunde einwirken lassen und mit einem milden Shampoon auswaschen.

Der Siegeszug von Stevia "Zwölf Prozent der deutschen BevöIkerung leiden unter Diabetes. Hier könnte Stevia eine Lücke als Süßmittel schließen.'" (Heinz Brücher)

Karl Dietrich hatte 1909 in einem Vortrag über die Bestandteile der Stevia-Pflanze aufgrund des hohen Preises -damals 10 Mark pro Kilo - noch gesagt: "Wir brauchen also vorläufig nicht zu fürchten, daß durch diese Süßstoffpflanze unserem Zucker irgend welche Konkurrenz entsteht oder gar ein natürliches Saccharin damit eingeführt werden kann. - Zitat Barbara Simonsohn heute: "Mittlerweile wird Stevia in großem Ausmaß angebaut, und vielleicht sollte sich die Süßstoff- und Zuckerindustrie überlegen, ob sie nicht besser auf den fahrenden (Gesundheits-)Zug aufspringen und sich selbst um die Vermarktung von Stevia kümmern sollte, um der unliebsamen Konkurrenz etwas Positives abzugewinnen. Ein Gerücht will jedenfalls wissen, daß NutraSweet, Süßstoffhersteller in den USA, im Süden von Ontario bereits Stevia-Felder aufkauft."

Anmerkung in eigener Sache: Unmittelbar nach Fertigstellung dieses Artikels erreichte uns die Nachricht, daß Stevia innerhalb der EU als süßungsmittel noch nicht zugelassen ist. (Näheres dazu entnehmen Sie bitte den Kastentexten.) Trotzdem wollten wir Ihnen die Information über das Naturprodukt Stevia nicht vorenthalten.

Mit dem Verein "Internationale Gesellschaft für STEVIA-Forschung e.V." können Sie als Verbraucher unterstützend mitwirken, daß eine natürliche Süße auch auf dem europäischen Markt Einzug halten kann.

Aus: Magazin 2000 plus Spezial 4/2000, Seite 40-45 Kein Originallayout. Adressen wurden aktualisiert. 

 

Nyttigt sötningsmedel motarbetas

Bladen till Stevia rebaudiana Bertoni som tillhör krysantemumväxterna användes som sötningsmedel av guarani-indianerna långt innan européerna invaderade Amerika. En renommerad schweizisk forskare, Moise Giacomo Bertoni, lärde känna växten i gränstrakten mellan Paraguay och Brasilien 1887. Så småningom korn den till Europa och "sockerpulver" extraherades på ett laboratorium i Frankrike på trettiotalet. Under andra världskriget odlades och användes stevia i England i brist på sockerimporter.

Fördelen med stevia är att den inte innehåller några kalorier, den påverkar inte tänderna (karies!) och är inte beroendefram kallande. Stevia är idealiskt för oner med diabetes mellitus. Gskilinad ftän ärt raffinerade I betsocker tillför stevia dessutom en rad sparelemcllty bland dem C-vitamin, betakaroten, krom fosfor och selen.

Idag har stevia en stor spridning över hela världen, främst i Japan, Kina och Sydamerika där den speciella krysanternumarten odlas och används istället för sockerbeta och rörsocker eller kemiskt tillverkade sötningsmedel som det cancerframkallande aspartam. I Japan intar stevia 25 procent av den socker- och sockerliknande marknaden, i form av söta teblad, extraherad som pulver eller flytande. I USA har stevia inte fått tillstånd för livsmedelsindustrin men får säljas som kosttillskott i dietsyfte sedan 1994.
I de europeiska länderna som Spanien, Belgien, Tyskland och Bertonis hemland Schweiz hade stevia odlats i femton år och hade hållit sitt intåg i apotek och hälsokostaffärer när EU slog till med ett förbud den 22 februari 2000. Ett belgiskt laboratorium hade då sökt tillstånd för stevia som livsmedel och livsmedelstillsats och fick avslag. Det nuvarande informationsläget är inte tillräckligt för att garantera en omfattande ofarlighet för hälsan, begrundade EU sitt avslag; de föreliggande vetenskapliga undersökningarna är mötsägelseffulla, deras utförande motsvarar inte den gällande standarden. Men tvärtemot förmodar samtliga av livmedelsutskottet citerade vetenskapliga arbeten att stevia är ofarlig för hälsan! Ingen har dött av en överdos under de gångna fyrtio åren.


År 2000 införde EU ett förbud, på motsägelsefulla grunder, för den söta örten Stevia. EU:s avdelning för sockerindustrin ser ett hot mot sockermarknaden.


Samtidigt har EU:s marknadsavdelning för sockerindustrin låtit veta att man betraktar stevia som en produkt som kan förstöra sockermarknaden och att man skulle sätta sig emot ett tillstånd för stevia. Under tiden pågår försöksodling och forskning i Spanien med hjälp av EU-pengar. En ny omprövningsansökan kan dock dröja i ytterligare tio år.

Även om också Sveriges affärer är tömda på steviaprodukter finns det möjlighet att beställa produkterna via internet. Men en större genomslagskraft är svårt att uppnå den vägen. I Tyskland är man påhittig. Många producenter kommer att omdeklarera sin steviaprodukt och återgå till den gamla beteckningen "sötört" (Süßkraut), menar Ulrika Sachse från miljörörelsen Grüne Liga i Berlin. Det finns producenter som erbjuder stevia som djurfoder. Det var likadant när det rådde förbud mot alger som livsmedel. Då sålde hälsokostbutikerna de jodrika havsväxterna som badtillsats.
Susanne Gerstenberger

aus: Miljömagasinet 3/ 2004 / alternative Schwedische Presse

 

 



Stevia

von Imme  Bohn

Zucker – das ist zwar nur eine süße Nebensache, aber 100 Gramm davon kommen mit knapp 400 Kalorien schon einer schlanken Mittagsmahlzeit gleich. Das allerdings, ohne dem Körper auch nur einen wichtigen Nährstoff zu liefern. Häufchenweise wird Zucker in Kaffee oder Tee gerührt, auf Müslis gestreut, in Torten verbacken. Und kaum jemand ahnt, wie viel des industriell verarbeiteten Süßungsmittels wir ohnehin in versteckter Form zu uns nehmen. Ob Würziges wie Tomatenketchup, Salatsoße, Chutney oder Konfiture, Nuss-Nougat-Creme, Lakritz und Energieriegel, bei allen findet sich viel Zucker in der Zutatenliste. Auch hinter Bezeichnungen wie Invertzucker, Glukosesirup, Maltodextrin oder Vollzucker verbirgt sich dieses Süßungsmittel. Je weiter vorn bei den Inhaltsstoffen aufgelistet, umso größer sind die enthaltenen Mengen. Bei genauer Betrachtung bestehen da einige Lebensmittel fast nur aus Zucker.

Kein Wunder, dass die Deutschen so im Durchschnitt täglich 100 Gramm davon essen. „Zu viel", warnt Diplom-Oecotrophologin Angelika Michel-Drees von der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) in Bonn, denn hoher Zuckerkonsum fördert Karies. Auch Übergewicht als Risikofaktor für Arterienverkalkung, Herzinfarkt und Durchblutungsstörungen ist die Folge.

Dabei kann der Geschmackssinn auch mit geringeren Mengen Süßem zufrieden sein. Wer sich seinen Zuckerkonsum bewusst macht und gezielt Süßungsmittel verwendet, die nicht nur leere Kalorien enthalten, kann leicht auf Zucker verzichten. Während weißer Haushaltszucker aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr viele chemische Prozesse durchwandert und danach keine Vital- und Biostoffe enthält, behalten die nur wenig bearbeiteten Alternativen ihre naturlichen Inhaltsstoffe. Neben einer ausgeprägten, geschmackvollen Süße liefern die folgenden Lebensmittel zusätzlich Vitamine und Mineralstoffe:

Stevia ist die natürliche Süße aus den Blättern der gleichnamigen südamerikanischen Pflanze. Offiziell ist es als „Süßstoff" in Deutschland nicht zugelassen. Grund: Es gibt keine wissenschaftlichen Studien, die gesundheitliche Schäden durch das zahnfreundliche, kalorienfreie Süßungsmittel ausschließen. Bisher findet man die getrockneten und geriebenen Blätter nur als „Stevia-Tee” in Reformhäusern und Naturkostläden. Steviablätter enthalten neben sekundären Pflanzenstoffen auch Kalzium, Eisen und Zink. Durch feines Zerreiben der trockenen Blätter kann man das sehr ergiebige – auch für Diabetiker geeignete – Süßpulver selbst herstellen. Einige Versender bieten das Pulver auch im Internet an.

Honig enthält Enzyme, die antibakteriell und abwehrstärkend wirken sollen, und verdauungsfördernden Fruchtzucker und in Spuren Vitamine und Mineralstoffe.

Agavendicksaft , der honiggelbe, klare Sirup aus dem Saft einer Agavenart, enthält mit 90 Prozent extrem viel Fruktose. Sie fördert die Glykogenbildung, die für das Funktionieren der Leber wichtig ist. Auch für Diabetiker geeignet.

Ahornsirup wird aus dem Saft des Ahornbaums gewonnen. Der Sirup versorgt den Körper mit herzstärkendem Magnesium.

Fruchtdicksäfte , z.B. aus Apfel oder Birne, werden aus frischen, reifen, sehr süßen Früchten hergestellt. Im Dicksaft stecken nur die fruchteigenen Zucker und Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen.

Rübensirup , durch Kochen eingedickter Saft aus der Zuckerrübe, enthält nennenswerte Mengen an Kalium und Eisen, die für den Stoffwechsel wichtig sind.

Rohrzuckermelasse wird aus Zuckerrohrsaft gewonnen. Zirka 3 EL der schwarzen, cremigen, leicht nach Lakritz schmeckenden Masse decken ein Viertel des Tagesbedarfs an Kalzium.

Malzextrakt , nur leicht süß schmeckender Sirup, der aus Getreide (vor allem Gerste) hergestellt wird, liefert nervenstärkendes VitaminB1.

Aus Vital 3/2000, Seite 88-89 (kein Original-Layout)

 

 




Der in diesem Artikel oft gebrauchte Name "Honigkraut" wurde durch die eindeutige lateinische Bezeichnung "Stevia rebaudiana" ersetzt...

Stevia rebaudiana soll in Europa den Tabakanbau ersetzen

Deutsche Forscher bereiten den landwirtschaftlichen Anbau einer Süßstoff liefernden Pflanze vor

von Rolf H. Latusseck

Hohenheim - Die Zukunft von Stevia rebaudiana als Nutzpflanze in Europa ist noch nicht vollständig gesichert. Die Zulassungsverfahren bei der Europäischen Kommission laufen derzeit. "Aber in fünf bis zehn Jahren könnte es so weit sein", schätzt Udo Kienle. Koordiniert von der Universität Hohenheim, wurden unter Leitung von Dr. Kienle umfangreiche Versuche zur ersatzweisen Einführung der bis zu 60 Zentimeter hohen Staude für die europäischen Tabakbauern durchgeführt. Die Subventionen für den Tabakanbau sollen gestrichen werden, und da bietet sich als Alternative das tropische Kraut an, für das es noch keinen etablierten deutschen Namen gibt. Stevia rebaudiana, so die wissenschaftliche Bezeichnung, besitzt eine einzigartige Eigenschaft, sie speichert Süßstoffe in ihren Blättern.

Die üblichen pflanzlichen Speicherstoffe sind Traubenzucker oder Stärke, aber bei Stevia rebaudiana ist es das relativ kompliziert aufgebaute Steviosid, für Chemiker ein Mitglied der großenßen Gruppe der Diterpene. Aus Steviosid kann der menschliche Körper keine Kalorien gewinnen, es ist ein echter Zucker-Ersatzstoff den die Natur frei Haus liefert. Wegen der Süßkraft des Steviods, die 300fach über der von Rohr- und Rübenzucker liegt, wird die PfLanze in vielen Teilen der Welt seit langem landwirtschaftlich angebaut. Bearbeitung und Ernte aber erfolgen traditionell mit viel Handarbeit. Das wäre für die von Industrialisierung geprägte Landwirtschaft Europas zu teuer, und deshalb musste ein maschinelles Ernteverfahren entwickelt werden, was den Hohenheimern auch gelungen ist. Einmal in den Boden gesetzt, lassen sich dieselben Pflanzen drei bis fünf Jahre lang nutzen. Bei jeder der pro Jahr möglichen drei Ernten werden nur die oberirdischen Pflanzenteile abgeschnitten, die Wurzel treibt anschließend wieder aus. Speziell die Kleinbauern in den Mittelmeerstaaten, die auf durchschmittlich 1,5 Hektar Land Tabak anpflanzen, können mit Steviosid Einkommen erzielen, die eine Subvention unnötig machen.

Der einzige Haken sind jetzt noch Vorbehalte zur gesundheitlichen Unbedenktichkeit des Süßstoffes. Zwar gibt es dazu bereits eine Reihe von Untersuchungen, aber die entsprechen nicht den europäischen Standards. Doch Udo Kienle zweifelt nicht daran, dass der Nachweis der Unbedenklichkeit gelingen wird und führt zur Begründung an: "Schätzungsweise 100 Millionen Menschen konsumieren schon heute täglich Steviosid - in Japan bereits seit 30 Jahren. Gesundheitsprobleme sind bis heute nicht bekannt geworden."

So dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die im Nordosten Paraguays heimische Stevia-Pflanze eine europäische Nutzpflanze wird. In ihrer Heimat steht Stevia auf sehr nährstoffarmen Sandböden und das, so vermutet Dr. Kienle, ist der Grund, warum sie während ihres vegetativen Wachstums viel Speicherstoff in Form von Steviosid anhäuft, den sie dann für die Blüten- und Fruchtbildung wieder verbraucht.

aus: WELT am SONNTAG vom 30.06.02