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In einem anderen Artikel habe ich letztes Jahr über meinen Besuch des Finales der Tour de France in Paris erzählt. (siehe unten Anm.d.Red.) Ich werde versuchen, auch dieses Jahr dort zu sein. Leider weiß ich noch nicht, ob es wirklich klappt. Heute möchte ich ein wenig über meine eigenen Erfahrungen beim Rennradfahren berichten und von den Diskussionen, die ich diesbezüglich des Öfteren geführt habe.
In den letzten Jahren boomte das Rennradfahren immer mehr, dank den Erfolgen von Jan Ullrich. Seit dem gibt es auch immer wieder Diskussionen, wo Rennradfahrer fahren sollen, auf dem Radweg oder auf der Straße. Oft gibt es kombinierte Fuss-/Radwege. Der Einfachheit halber spreche ich nur von Radwegen.
Die Fußgänger und "normalen" Radfahrer sagen, Rennradfahrer gehören auf der Straße. Die sind viel zu schnell, es ist zu gefährlich, man fühlt sich einfach gestört und belästigt. Außerdem sind Rennmaschinen Sportgeräte, die nichts auf Radwegen zu suchen haben. Die Argumentationen erinnern an die Inliner.
Die Autofahrer verbannen die Rennradfahrer natürlich auf den Radweg. Sie behindern die Autofahrer, sind zu langsam, verhindern zügiges Vorwärtskommen an engeren Passagen, da jedes Mal überholt werden muss und bei Gegenverkehr ggf. auch gebremst. Noch schlimmer ist es ja an Straßen, die in der Mitte durch Verkehrsinseln getrennt sind. Was hat da ein Radfahrer auf der Straße zu suchen? Egal wie schnell er ist, das Auto ist schneller.
Ich habe mein ca. 24 Jahre altes Rennrad aus dem Keller geholt und bin dieses Jahr schon mehrfach gefahren. Mittlerweile benutze ich fast nur noch die Straße, aus mehreren Gründen.
- Die Radwege haben oft einen katastrophalen Zustand. Bestenfalls sind sie nur zugewachsen, meistens aber sind Löcher im Asphalt oder Baumwurzeln sorgen für entsprechende Unebenheiten. Wer schon einmal Rennrad gefahren ist, die Reifen mit mindestens 6 Bar gefüllt hat, der weiß, wie unangenehm und teilweise schmerzhaft solche Unebenheiten sein können. Ungedämpfte Schläge gegen die Hände / Handgelenke …
- Wenn man gerne zügig fahren möchte, ohne oft abbremsen zu müssen, bleibt nur die Straße. Fußgänger und Radfahrer sind oft im Weg. Ich weiß, sie gehören dahin und es ist ihr gutes Recht, dort zu ein, aber wenn ich sportlich Radfahren möchte, behindern diese nur.
- ... und dann gibt es noch die ganz freundlichen Mitmenschen ...
Hundebesitzer, die sich gestört fühlen und ihren Hund auf die andere Wegseite schicken, d.h. die Leine quer über den Radweg spannen
in erster Linie ältere Herrschaften, die sich mitten in den Weg stellen ... vor zwei Wochen hat ein "netter" Herr sich mitten auf den Weg gestellt und seine Arme ausgebreitet. Mir blieb nur Rammen oder auf den Rasen ausweichen … da ich aber ein freundlicher Mensch bin …
Es gibt sicherlich noch einige Gründe, die für die Nutzung der Straße sprechen und wenige, die mich überzeugen können, Radwege zu benutzen.
Man lässt den Rennradfahrern also keine Wahl. Deshalb liebe Autofahrer, habt Verständnis für eine gebeutelte Minderheit
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***Tour de France - ein Sonntag in Paris - 2005
in GELB Lance Amstrong
Lance Armstrong, mehr eine Maschine als ein Mensch. Womit ich selbstverständlich meiner Hochachtung vor seiner Leistung Ausdruck geben möchte. Er fährt seine letzte Tour de France. Grund genug, spontan nach Paris zu fahren. Sonntagmorgen 06:00 Uhr früh. Ein Freund holt mich ab und wir fahren nach Paris; von Düsseldorf aus etwas mehr als 500 Kilometer. Ca. um 11:00 Uhr waren wir da und hatten Glück - ein Parkplatz direkt an einer Metrostation “… Landon” - sogar kostenfrei. Als wir aussteigen, werden wir direkt von einem deutschen Pärchen angesprochen. Auf einem Plan suchen wir die richtige Metro. Das klappt erst beim zweiten Versuch, denn der erste Plan war alles andere als eine Übersicht der Bahnlinien. Glücklicherweise kannte unser neuer Begleiter sich aus und wir hatten einen hervorragenden Reiseführer. Ca. 5 Stationen bis zur Oper, den Rest vorbei am Louvre sind wir dann gelaufen. Etwas wollten wir ja schließlich auch von Paris sehen. Schätzungsweise eine halbe Stunde später waren wir dann an der “Rue de Ravioli”, so habe ich die Straße zumindest der Einfachheit halber getauft. Die Champs se Lysee war in sichtweite rechts von uns. Wir wussten, hier mussten alle Fahrer achtmal vorbei. Wir gesellten uns zu zwei sympathischen jungen Damen. Neben uns saßen Zwei und spielten Karten. Noch war es recht leer, aber bis zur Ankunft der Fahrer sollte es ja auch noch dauern - und das tat es dann auch - bis 16:20 Uhr. Hört sich schlimmer an als es ist. Zum einen hatten wir nette Gesellschaft, zum anderen kamen dann irgendwann die Teambusse und die Werbekarawane vorbei. Die Teilnehmer hatten sich richtig viel Mühe mit dem Umbau der Fahrzeuge gegeben. Langsam kam Stimmung auf, ähnlich wie bei Icebrakern bei Fernsehshows. Jetzt wurde es schon gefährlich, seinen Platz zu verlassen. Die Anzahl der Sportbegeisterten hatte erheblich zugenommen. Wir standen immerhin in der ersten Reihe.
Ich weiß, eine lange Einleitung, aber es hat nun mal lange gedauert.
 Kopf weg Isabell...Radler unterwegs...
Endlich war es soweit, 16:18 Uhr. Die ersten Motorräder kamen um die Ecke, gefolgt von einem Pulk Radfahrer. Schnell den Fotoapparat raus und abgedrückt - und schon waren alle vorbei. So schnell sieht das im Fernsehen aber nicht aus. Es ist schon unglaublich, in welch kurzer Zeit kein Fahrer mehr in Sichtweite war. Wir haben versucht, in der Masse “Lance” zu erkennen, aber das war fast nicht möglich. Das Ganze wiederholte sich dann noch sieben Mal und jedes Mal tobten die Massen. Das Feld zog sich auseinander und auch die Nachzügler wurden durch Rufe angespornt - es hat wohl geholfen, denn alle sind angekommen.
Zur Siegerehrung haben wir es leider nicht geschafft, dafür standen zu viele Leute im Weg.
Also haben wir uns auf den Rückweg gemacht. Ab zur nächsten Metrostation, dann ins Auto, das glücklicherweise noch unbeschädigt am abgestellten Ort stand, und auf die nächste Autobahn. Um 23:45 Uhr war ich wieder zu Hause.
Insgesamt gab es nur einen Stau und zwar auf dem Rückweg am Maut-Häuschen.
Dass es zwischendurch geregnet hat, muss nicht extra erwähnt werden, da es sich in Grenzen hielt. Der Wolkenbruch kam erst, als wir uns auf der Rückfahrt befunden haben. Zur Entschädigung gab es einen leuchtenden Regenbogen, um den herum noch ein zweiter sichtbar wurde.
Alles inallem war es ein super Tag. Wir sind uns einig, nächstes Jahr sind wir wieder dabei - die selbe Gruppe am selben Ort.
Das Pärchen, das wir zuerst kennen gelernt haben, hatte leider Pech. Sie hatten noch eine Übernachtung. Als sie abends unterwegs waren, wurde ihnen die Handtasche mit allen Papieren, Geld und Handy gestohlen. Dadurch wurde ihnen der Montag natürlich reichlich verdorben.
Trotzdem, auch ihnen hat´s gefallen. Also … wir sehen uns ... Vielleicht nächstes Jahr in Paris.
***Radfahren
Einmal im Jahr fangen viele wieder an, spätestens wenn über die Tour de France in allen Zeitungen und in jedem Fernsehprogramm berichtet wird. Die Vorbilder, die Motivation … DAS FIEBER … oder seid Ihr frei davon??? Meine mehr oder weniger aktive Zeit liegt über 20 Jahre zurück; jetzt sind wir beide, mein Fahrrad und ich, in die Jahre gekommen. 23 Jahre jung ist meine Rennmaschine, aber immer noch in Schuss. Letzte Woche Donnerstag fiel dann endlich mein persönlicher Startschuss, untrainiert wie ich nun einmal bin. Mit einem Freund, Halbprofi, bin ich dann meine ersten 25 Kilometer gefahren. Der erste Berg hat uns allerdings beide geschafft. Er war megasteil und hatte einfach kein Ende. Hechelnd kamen wir oben an und brauchten eine Pause. Die restliche Strecke schafften wir dann ohne weitere Zwangspausen. Zwei Tage später die nächste Herausforderung, 42,5 Kilometer ist doch eigentlich keine Entfernung, oder? Es gibt sogar Menschen, die laufen die Strecke. Neben reichlich Spaß war aber jeder noch so kleine Berg recht anstrengend, eben die Nachwirkung von Donnerstag. Erst wenn man sich selbst den Herausforderungen der Profis stellt, weiß man, was diese wirklich leisten. Also, allen viel Spaß beim „Selbstaktivsein“ … aber nur nicht übertreiben. Ich bleibe auf jeden Fall am Ball, bzw. auf dem Rad.
***Summer Body
Der Sommer ist schon da, der Winterspeck noch … so kann ich doch nicht an den Strand, oder??? Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper. Hiervon betroffen ist wohl eine Vielzahl der Menschen.
Wenn man alleine auf die Titelblätter der Frauenzeitschriften sieht, es gibt mittlerweile wahrscheinlich tausende von Diäten. Welche ist denn wohl die richtige für mich und hilft sie denn auch? Darf ich vom Plan abweichen? Muss ich Angst vor dem Jojo-Effekt haben? Viele Frage, keine Antwort.
Was nun???
Morgens zum Frühstück trinkt man gerne Milch im Kaffee, eventuell sogar Zucker oder gleich Kakao? Sehr Ihr ihn? Den ersten Schweinehund? Er begrüßt Euch schon kurz nach dem Wachwerden. Statt dass er Euch anbellt und zum Joggen, Schwimmen oder anderem Ausdauerport jagt, verführt er Euch zur ersten Sünde des Tages. Da kann ich mir aber eine Schönere vorstellen … Im Laufe des Tages, je nach Job, hat man kaum Bewegung. Warum hat jemand schließlich einen Fahrstuhl erfunden? Warum gibt es Telefone? Ganz einfach, damit man sich nicht bewegen muss und einen Grund hat, nächsten Sommer wieder unzufrieden zu sein. Dann kommen die freundlichen Kolleg(inn)en und verführen einen mit Schokolade, Keksen, … lecker und "gesund" … und gut für die Figur.
Nach dem Feierabend findet man immer einen Grund, keinen Sport zu treiben. Der Tag war zu anstrengend, zu spät, zu müde, hungrig, der Haushalt … Ich gehe davon aus, es gibt noch eine Vielzahl an Ausreden. Später vor dem Fernseher, ist es nicht herrlich, da bewegen sich doch glatt die Anderen, kommt der Schweinehund zum x-ten Mal vorbei in Form einer Chipstüte oder einer Tafel Schokolade. Das Schlimme ist, er gewinnt mal wieder!!! Eventuell noch ein Gläschen Wein oder eine Flasche Bier dazu und der Abend ist perfekt … wenn denn hinterher das schlechte Gewissen nicht wäre.
Ich bin weder Ernährungsberater noch habe ich erhebliches Übergewicht. Ich kann nur empfehlen, bezwingt den inneren Schweinehund und leint ihn feste an.
Es gibt soviel Literatur oder auch Informationen im Internet. Ändert wenigstens teilweise eure Ernährung, vor allem aber, bewegt Euch. Es nützt gar nichts, weniger zu essen, erst recht nicht, wenn das Wenige auch noch das Falsche ist. Ihr müsst essen, um Abnehmen zu können. Ohne Essen verlangsamt sich der Stoffwechsel und selbst die kleinste Nahrung wird für schlechte Zeiten gespeichert. Durch Sport wird der Stoffwechsel angeregt. Also, nicht jammern sondern handeln.
Ach ja, Sportgeräte zu kaufen und zu Hause zu lagern reicht nicht aus, genauso wie eine Mitgliedschaft im Sportstudio oder -verein, wenn man nicht hingeht - aber wem sage ich das …
Und hier eine kleine Empfehlung für alle die jetzt LUST auf`s Radfahren bekommen haben.

***Bericht: A.KO |