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Home : technik_trends : hdtv : Digitales Fernsehen - viele Fernseher machen nicht mit

Digitales Fernsehen - viele Fernseher machen nicht mit

Digitales Fernsehen – viele Bildschirme spielen nicht mit

Digitales Fernsehen – viele Bildschirme spielen nicht mit - CHIP Online warnt: Hersteller machen falsche Versprechungen

Alle O-Töne der Pressemeldung downloaden

„Genießen Sie digitales Fernsehen und das neue hochauflösende Fernsehen (HDTV) in bester Qualität.“ So oder ähnlich steht es in der Werbung. In Wirklichkeit aber zeigen viele HDTV-Schirme und Digital-Empfänger hässliche Fernsehbilder. Verbraucherberater CHIP Online (
chip.de) enttarnt die falschen Versprechungen und nennt die Fallen, die beim Einstieg ins digitale Fernsehen lauern.

München (hg) –  Ohne Zweifel: das digitale Fernsehen und damit HDTV (High Definition Television) kommt. Allerdings: Auf vielen Kanälen muss der Fernsehkunde noch eine ganze Weile mit dem herkömmlichen PAL-Fernsehen vorlieb nehmen. Die Hersteller der neuen Flachbildschirme mit TFT-, LCD- oder Plasma-Technologie aber suggerieren ihren potenziellen Kunden schon jetzt, sie könnten mit ihrem neuen TV-Gerät exzellente Bildqualität genießen.

Das aber stimmt nur im Idealfall, wie Christian Riedel, Chefredakteur von CHIP Online, erklärt O-Ton Teil 1 zum Download:
„Wer mit seiner modernen Ausrüstung die `alten´ PAL-Signale empfängt, ist enttäuscht, denn das Ergebnis kommt häufig nicht einmal an die bislang gewohnte Qualität heran. Aber auch die Bildqualität von DVB-T, dem per Antenne empfangenen Digital-Signal, ist oft so schlecht, dass man auf seinem neuen Design-Bildschirm bei Fußballspielen unter Umständen nicht mal mehr die Rückennummern der Kicker erkennt.“

Entscheidendes Problem jedoch ist, dass es noch kein breites Angebot an HDTV-Inhalten gibt. Christian Riedel O-Ton Teil 2 zum Download:
„Der Bezahl-Sender Premiere will zum Jahresende mit drei HDTV-Kanälen starten. Und der Privatsender Pro7 behilft sich ab Oktober mit PAL-Bildern, die vorerst künstlich auf HDTV-Auflösung hochgerechnet werden. Das hat zur Folge, dass der brandneue Design-Schirm zwar durchaus kontrastreiche und knackscharfe Bilder zeigt – aber nur bei einer Bildschirmgröße bis zu 70 Zentimetern in der Diagonalen.“

Wer hingegen gleich zum größeren Fernsehgerät mit einer Diagonalen über 80 Zentimeter gegriffen hat, bekommt die Schwächen der provisorischen Lösung deutlich vorgeführt, erklärt der CHIP Online Chef O-Ton Teil 3 zum Download:
„Vor allem die preislich attraktiven Einsteiger- und Mittelklasse-Geräte liefern oft Bilder mit Treppenstufen statt glatter Kanten. Bewegungsunschärfen und fehlende Details sind die Regel, nicht die Ausnahme.“
Statt des von der Werbung versprochenen TV-Genusses kommen matschige Bilder in die gute Stube.

Alternative: PAL-optimal LCD-Schirm von Sharp

Doch es gibt auch gute Lösungen für die Übergangszeit. Die Redaktion von CHIP Online empfiehlt dafür einen PAL-optimalen LCD-Schirm von Sharp. O-Ton Teil 4 zum Download
„Das Sharp-Display lässt oben und unten nur wenige Zeilen vom Fernsehbild weg und erspart sich damit das Hochrechnen des herkömmlichen Signals. Das Ergebnis ist ein reines TV-Signal in durchaus vernünftiger Qualität.“

Eine gute Lösung für Kino- und DVD-Fans stellen Beamer wie der Panasonic PT-AE700 oder Sanyos PLV-Z3 dar. Sie kosten mit 1.200 bis 1.500 Euro deutlich weniger, als der Kunde derzeit für einen großen LCD- oder Plasma-Schirm bezahlen muss und liefern große Bilder in guter Qualität.

Digital-TV: Der Empfang muss stimmen

Doch nicht nur die Wiedergabe der herkömmlichen Fernsehsignale auf modernen Bildschirmen bereitet derzeit noch Probleme. Wer digitales Fernsehen in sein Wohnzimmer holen will, muss auch auf den richtigen Empfang achten.

Christian Riedel O-Ton Teil 5 zum Download:
„Digitales Fernsehen arbeitet mit Kompression und variabler Datenrate. Dadurch können sich mehrere Programme einen Übertragungs-Kanal teilen. Bei Satelliten- oder Kabel-TV sind dies rund acht Programme, denen zusammen etwa 30 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen. Deutlich enger geht´s via Antenne zu: Hier teilen sich im Schnitt vier Programme zehn bis zwölf Megabit pro Sekunde. Der Spielraum für eine hohe Datenrate und damit gute Bilder ist bei Antennen-Empfang also deutlich enger.

Und das zeigt sich an der Bildqualität: Während es via Satellit und Kabel selten Block-Artefakte oder Unschärfen gibt, lassen sich bei DVB-T-Empfang über eine Antenne oft viele Details nicht mehr erkennen. Wirklich gute Digital-Bilder gibt´s derzeit nur per Satellit oder Kabel.“

Und auch da muss der Fernsehkunde derzeit noch mit einem Manko leben: In vielen Kabelnetzen sucht er nämlich vergeblich nach Privatsendern wie Pro7.

Mehr Informationen zum digitalen Fernsehen und zur neuen Bildschirm-Generation finden sich bei CHIP Online unter chip.de/flachbildschirme

Alle O-Töne der Pressemeldung downloaden




H.S.
Quelle: chip xonio